virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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Unterrichten im Computerraum

 

 

Was ist eigentlich anders? Tipps und Tricks! -
Einige Tipps betreffen speziell das Netz der Stadt München

 

 

 

 

 

Es herrscht produktive Neugier im Computerraum, d.h. es ist automatisch etwas lauter als im gewohnten Klassenzimmer. Da in den wenigsten Fällen jedem/-r Schüler/-in ein Einzelplatz zur Verfügung steht, wird hier durch konstruktive Arbeit der Geräuschpegel steigen. Keine Angst, es wird gearbeitet. Der Austausch darüber ist notwendig. Jedoch muss für alle klar sein, was zu erledigen ist.

Tipp: Bevor in die Arbeitsphase eingestiegen wird, muss die Arbeitsanweisung klar sein, d.h. sie wird erklärt, ist immer schriftlich formuliert und stets in dem gleichen Ordner für die Klasse einsehbar abgelegt. Schülerinnen und Schüler werden in bestimmten Arbeitsabläufen trainiert. Sie wissen im Computerraum, wo sie die Arbeitsanweisung für die Stunde finden. Zwischendurch auf Anweisungen an die ganze Klasse möglichst verzichten. Der Zeitrahmen muss Teil der Arbeitsanweisung sein!

Fremdbeschäftigung ist leicht möglich. Vor allem die am Computer erfahrenen Schülerinnen und Schüler stellen die Lerninhalte hinter die Beschäftigung mit der Technik. Oft werden zum Spaß weitere Programme geöffnet, die dann hinter der eigentlichen Arbeitsoberfläche versteckt liegen.

Tipp: Jede/-r Schüler/-in weiß, dass nur die angegebenen Programme geöffnet sind, und Sie kontrollieren das in der Taskleiste unten. Der erste Verstoß wird als Abschreckung drakonisch sanktioniert. Achten Sie auf einen evtl. unnötig offenen Internet-Browser.

Zentraler Bestandteil des Unterrichtens im Netz ist die Informationsbeschaffung aus dem Internet. Dazu gehen Schülerinnen und Schüler mit einem Browser in die Internetwelt. Hier ist die Verführung groß und wird umfangreich genutzt. Nebenbei die Kontakte bei den Lokalisten zu kontrollieren oder den E-Mail-Briefkasten zu öff-nen ist einfach und in der Unterrichtssituation schwer kontrollierbar. Sie wollen ja auch einigen Schülerinnen und Schülern helfen und nicht hinten in der Mitte die Bildschirme überwachen.

Tipp: Sie können im SMC-Netz die Internetlogs der Schülerinnen und Schüler abfra-gen. Sie bekommen dann per E-Mail eine komplette Übersicht, welche Seiten ein/-e bestimmte/-r Schüler/-in in einer gewissen Zeit aufgerufen hat. Dieser Log ist be­weiskräftig. Sie drucken diesen aus und heften ihn an den Verweis wegen Fremdbe­-schäftigung an. Es wird in dieser Klasse kein zweites Mal geben, da die Klasse weiß, dass Sie es kontrollieren und nachweisen können.

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„Normaler“ Unterricht – Frontalunterricht – bei dem Sie referieren, fragen, Antworten bewerten und Ergebnisse sichern, ist im Computerraum, wo Schülerinnen und Schüler am eingeschalteten PC sitzen, nicht möglich. Schülerinnen und Schüler werden nicht einen Hefteintrag mit einem Computer von einer Projektionsfläche abschreiben. Dies ist erstens sinnlos, zweitens reizt diese Form zur Fremdbeschäftigung. Der/die Schüler/-in ist sehr sicher. Bis Sie Ihren Arbeitsplatz vorne verlassen haben, sind alle Spielprogramme geschlossen, um zwei Minuten später wieder geöffnet zu sein!

Tipp: Wenn Sie etwas demonstrieren wollen, sind alle Geräte abgeschaltet! Besser ist es, spezielle Räume mit nur einem Präsentations-PC mit Beamer bereitzuhalten, wo Frontalunterricht mit dem PC gehalten wird. Der Hefteintrag entsteht konventionell, oder der „Tafelanschrieb“ der Lehrkraft mit Erklärungen wird anschließend vervielfältigt oder im Virtuellen Heft abgespeichert.

Die Arbeit im Computerraum ist an sich handlungsorientiert. Stellen Sie den Schü­lerinnen und Schülern das Lernmaterial zur Verfügung, lassen Sie es unter be­stimmten Fragestellungen bearbeiten und lassen Sie Texte, Zeitungen, Webs, Prä­sentationen, Diskussionsbeiträge, Führungen, Reden u.Ä. schriftlich produzieren.

Tipp: Ihre Aufgabenstellung liegt schriftlich vor! Bevor in die Arbeitsphase einge­stiegen wird, muss die Arbeitsanweisung klar sein, d.h. sie wird erklärt und sie ist immer schriftlich formuliert und stets in der gleichen Datei für die Klasse einsehbar abgelegt. Schülerinnen und Schüler werden auf bestimmte Arbeitsabläufe trainiert. Sie wissen im Computerraum, wo sie die Arbeitsanweisung für die Stunde finden. Zwischendurch auf Anweisungen an die ganze Klasse möglichst verzichten. Der Zeitrahmen muss Teil der Arbeitsanweisung sein!

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Der Computerraum schafft ein neues Arbeiten in der Klasse. Jede/-r Schüler/-in weiß, dass sie Fachlehrkraft und kein Techniker sind! Sie werden ab der Mittelstufe also technische Probleme primär mit dazu vorgebildeten (Wahlfach Informatik) Mitschülern/-innen klären. Sie verlieren dabei ihre Zuständigkeit für nicht unterrichtsbezogene inhaltliche Fragen.

Tipp: Unterstützen Sie diese Hilfssysteme, indem Sie gezielt Schülerinnen und Schüler hier in die Verantwortung nehmen. Im Computerraum entwickeln sich neue soziale Beziehungen in der Klasse. Es hat sich bewährt, einzelne von der Informatiklehrkraft fortgebildete Schülerinnen und Schüler oder Autodidakten (die gibt es wirklich in diesem Bereich) als Coach offiziell im Schulnetz mit mehr Rechten auszustatten, um alltägliche Probleme zu lösen.

Einige Schülerinnen und Schüler werden immer Probleme technischer Art haben. Andere haben die Fragestellungen nicht verstanden. Eine dritte Gruppe versteht Texte nicht. Einige haben keine Lust! Dies ist wie im Klassenzimmer!

Tipp: Nur im Computerraum werden Ihnen Schülerinnen und Schüler helfen, die Probleme zu beheben. Einige werden aus ihrem Vorsprung durch Hilfe für Mitschüler/-innen Anerkennung in der Klasse bekommen (dies passiert ab der Mittelstufe im Klassenzimmer nicht!) und Ihnen helfen. Setzen Sie Anfänger neben Könner, wobei Könner die Maus nicht berühren dürfen (sie erledigen ansonsten die Arbeit der Schwächeren und diese lernen nichts dazu).

Selbst „langweilige“ Inhalte werden durch die Umgebung des Computers für viele Schülerinnen und Schüler akzeptabel. Wenn der 16-jährige Topcoole ein Barockgedicht mit dem PC interpretieren und diese Erklärungen multimedial präsentieren soll, gewinnt der Auftrag nur durch die anzuwendende Technik an Attraktivität. Er kann sich über die Technik profilieren. Der Deutschinhalt ist für ihn und die meisten in der Klasse sekundär. Er wird aber trotzdem auch für ihr Fach etwas dazulernen. Das Kleinteam am Rechner arbeitet zusammen. Das gegenseitige Erklären hilft, den Stoff zu verstehen. Die Intensität der Zusammenarbeit ist im Klassenzimmer kaum zu erreichen.  Arbeitsaufträge und Referate werden mit dem Computer erledigt, das Ergebnis präsentiert.

Tipp: Das Ergebnis war technisch gut. Loben Sie die Schülerinnen und Schüler. Sie setzen die anderen damit unter Druck, solche technischen Leistungen auch zu bringen. Komischerweise wird bei diesen technischen Fähigkeiten die/der Beste als Maßstab angenommen, den es zu erreichen gilt. Es ist im Computerraum einfacher, gewisse Skills zu erreichen. Diese/-r Könner/-in wird in einer der nächsten Stunden ihre/seine Fähigkeiten den anderen weitervermitteln. Diese Schülerfortbildung wird wirklich akzeptiert, weil man vorher das Ergebnis gesehen hat und dieses auch erreichen will.

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Im Klassenzimmer sind Sie nicht jederzeit Herr des Geschehens. Im Computerraum regiert die „Technik“. Es kann jederzeit etwas eintreten, das Sie nicht erwartet haben, das Sie überfordert. Der totale Absturz ist selten, aber an einzelnen Arbeitsplätzen wird dies oder das evtl. nicht so funktionieren, wie Sie in der Arbeitsanweisung geschrieben haben. Der witzige Saboteur aus der Vorstunde hat die Stecker gelockert oder einen Rechner blockiert, die Telekom und/oder der zu schwachen Proxy-Server der Stadt sitzen auf der Leitung, so dass Ihre Recherche im Internet dauert und dauert. Im Nachbarraum laufen Downloads, der Kollege an der anderen Schule (ja diese und ca. 95 Schulen hängen am gleichen Netz!) lässt eine Klasse auf Google-Earth surfen und Sie warten auf wichtige Daten und warten und die Klasse wird unruhig..... Im Computerraum gilt Murphy´s Gesetz: Alles, was schief gehen kann, geht auch mal schief!

Tipp: Bitte lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, im Klassenzimmer stehen Sie unter Erfolgsdruck. Im Computerraum erwartet von einer Fachlehrkraft niemand die Beherrschung der Technik. Stellen Sie die Art des Problems fest und bitten Sie um Hilfe. Es hat sich bewährt, Schülerinnen und Schüler eines Informatikkurses als Helfer/-innen des Systembetreuers zu schulen und als Hilfskräfte anfordern zu können (Sie müssen nur noch das Haustelefon bedienen können). Kein/-e Schüler/-in erwartet von Ihnen, dass alles klappt. Jeder, der am Computer arbeitet, kennt Bildschirmmeldungen aus dem Hause Bill Gates und nimmt sie als den Normalfall hin. Schülerinnen und Schüler werden im Computerunterricht im Gegensatz zum Unterricht im Klassenzimmer weniger ungeduldig. Und ehrlich - schimpfen sie mit - solidarisieren Sie sich mit den Wartenden. Erzählen Sie eine Geschichte aus Ihrem Leben, die SchülerInnen sehen sie plötzlich als Mensch und solidarisieren sich mit ihnen gegen die Technik. Das rettet zwar nicht den Lerninhalt, befriedigt aber das Ego.

Die Anmeldung dauert! Nach dem Laden der Programme sind die Rechner einsatzbereit. Manchmal dauert das Einloggen länger (gelbe Balken bei der Anmeldung), denn eine Fernwartung und/oder das Aufspielen neuer Software brauchen Zeit. Die Sicherheit vor Viren kostet auch Zeit. Ohne diese könnten wir aber überhaupt nicht arbeiten. Außerdem war vielleicht an Ihrem Rechner jemand mit einem anderen  Profil angemeldet, das jetzt gelöscht wird, damit Ihr gewohnter Bildschirm erscheint.

Tipp: Jeder hat die gleichen Softwarezuweisungen! Die gleichen Rechte! Die Zuweisungen der User stimmen mit denen der Rechner überein! Es werden möglichst wenig Applikationen zugewiesen! Alle Rechner und alle Profile werden regelmäßig auf Standard zurückgesetzt! Damit gehen zwar alle lokal aufgespielten Programme verloren! Aber Hand aufs Herz, waren die wirklich so wichtig? So wichtig, dass sie rechtfertigen, dem Kollegen, der Kollegin die Anmeldezeit zu verlängern?

Tipp: Am letzten Ferientag geht ein Freiwilligenteam in die Schule und startet alle Rechner, um so neue Aufspielungen bereits in den Ferien auf die Rechner zu bringen und nicht am Montagmorgen im Geschichtsunterricht! Wenn wir hier Schülerinnen und Schüler einbinden, die auch ein Interesse an funktionierenden Rechnern haben, geht es noch schneller! Vor allem wird dann auch gleich das Schülerprofil erneuert, und die erste Klasse am Montag ist schon nach 3 Minuten arbeitsbereit.

Tipp: Die Rechner werden am Vormittag einmal hochgefahren (von einem Team 10 Minuten vor 8) und erst mittags abgeschaltet. Das spart viel Zeit! In jeder Klasse gibt es einen Computerdienst, der weiß, welche Lehrkraft den Rechner braucht, und dieser Dienst fährt im Stundenwechsel den Rechner hoch und meldet sich als Schü­ler an. Die Lehrkraft hat selbstverständlich das Material für die Stunde so gespei­chert, dass man auch mit dem Schüleraccount zugreifen kann!

Tipp: Melden Sie gravierende Langsamkeiten und sonstige Schwierigkeiten an ZIB  (UserHelpDesk, UHD, Tel. 233-43000), damit die Mängel aufgenommen werden und zur Verbesserung beitragen können. Aus der Summe der berichteten Fehler kann das System kontinuierlich angepasst werden und es ist doch schon viel besser geworden! Manche Beschwerde dient auch als Ausrede, dass der PC nicht eingeschaltet wird. Und ist Ihnen auch aufgefallen, dass viele technische Mängelbeschwerden im Gespräch in den Kollegien von Nicht-Usern kommen.

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Bus oder Arena ist hier die Frage. Sitzen Schülerinnen und Schüler hintereinander oder im Kreis? Dieses Problem stellt sich primär dem Systembetreuer, und Sie als Fachlehrkraft haben sich zu beugen. In der Arena-Anordnung unbedingt, wenn es der Platz im Raum zulässt, einige Plätze in der Mitte vorsehen, an denen Schülerin-nen und Schüler sitzen, wenn Erklärungen abgegeben werden und/oder diskutiert wird. Dann ist die Tastatur und die Maus als Spielzeug weit genug entfernt – das fördert die Konzentration!

Tipp: Bei Busanordnung sitzen die besten in der ersten Reihe. Andere sehen erste Ergebnisse und Fortschritte von hinten. Der Beste wird so als Hilfslehrer von hinten angefordert (produktive Unruhe akzeptieren) und erledigt Ihre Probleme. Diese/-r Schüler/-in unterrichtet seine Mitschülerinnen und -schüler, wie bestimmte Arbeitsschritte von ihm erledigt wurden.

Tipp: In einem Computerraum mit Arena-Ausstattung hat es sich bewährt, die eine Schmalseite für herkömmlichen Unterricht mit Tafel und die andere Schmalseite mit Projektionsfläche für den Beamer zu gestalten. Der Wechsel von Unterrichtsformen wird so deutlicher und das normale Schülerspiel – verstecken, jeder sitzt in der letzten Reihe – führt sich selbst ad absurdum, denn die Letzten werden die Ersten sein!

Tipp: Müssen Sie für ihren Unterricht wirklich selbst am PC sitzen? Ein/e Schüler/-in sitzt am Rechner mit Beamer. Sie können jederzeit bei Verständnisschwierigkeiten eingreifen. So erkennen Sie diese überhaupt erst. Sie stehen im Zentrum der Arena, haben alle Rechner im Blick, oder Sie stehen hinten in der Mitte des Busses und haben alle Bildschirme im Blick. Die Arbeitsergebnisse verbessern sich, die Fremdbeschäftigung nimmt ab.

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Das Münchner Schulnetz arbeitet mit der Version Microsoft Office 2000. Die Power­Point-Präsentation – zu Hause aufwändig mit MS 2007 gemacht – wird in der Schule nicht mehr abgespielt. Die Hausaufgabe von Schülerinnen und Schülern können in der Schule nicht korrigiert werden! Da das Microsoft Officepaket nicht gestartet wird, kann die Arbeit von Schülerinnen und Schülern nicht angezeigt werden!!
Das Open-Source-Office ist nicht oder in einer uralten Version installiert! Das Bildbearbeitungsprogramm kennt der Schulrechner nicht! Der/die Schüler/-in arbeitet mit dem (Apple-) Laptop des Vaters, die Schule kann die erstellten Dateien nicht anzeigen! Die Video-Datei wird nicht abgespielt! Dem DVD-Player fehlt der Treiber! Das neueste Update von Java fehlt! ...... – Alltag an vielen Schulen! Bei Problemen erzählt Ihnen der Anwenderbetreuer ihrer Schule etwas von ganz einfachen WorkArrounds, die Sie aber nicht kannten und kennen und die nur einem Informatiker einfallen.

Tipp: Es gibt Freeware für alle Bedürfnisse, z.B. in Form einer digitalen Schultasche mit „portabler Software“. Alle Programme finden dabei auf einem USB-Stick Platz und bedürfen keinerlei Installation. Die gesamte Software ist lokal auf einem USB-Stick immer dabei. Die Software kann geladen werden, ohne dass man sie installie­ren muss. Einfach als exe-Datei öffnen, arbeiten und das Ergebnis abspeichern. Das Erarbeitete kann samt Software auf der Schulfestplatte bleiben, oder man nimmt es auf dem eigenen Stick wieder mit. Nähere Informationen finden Sie unter www.muc.kobis.de/lernwerkstatt/index.htm unter Schwerpunktthemen. Diese Programme können Sie auch an Ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. Da es viele portable Programme sowohl für Apple wie für PC gibt, funktioniert der Austausch sehr gut.

Tipp: hier gibt es Downloadmöglichkeiten http://www.lsg.musin.de/geschichte/fortbildungen/digitale_aktentasche.htm

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Bislang ist der Beruf des Lehrers der eines Einzelkämpfers. Hinter uns geht die Klassenzimmertüre zu, und wir stehen alleine. Auch Vor- und Nachbereitung erledigen wir einzeln. Die Folgen sind hier nicht das Thema. Im Computerraum besteht die Chance, etwas zu ändern. Sie bereiten eine Stunde im Computerraum mit Material und Arbeitsanweisungen vor, die Stunde läuft, evtl. optimieren Sie als Nachbereitung sogar das Material. Dieses sollte wie das Schülerergebnis in einer den Kolleginnen undKollegen zugänglichen Form auf einem Schulserver gespeichert sein. Mein Material wird von anderen gelesen, verwendet und im besten Fall evaluiert. Hier ist eine konstruktive Zusammenarbeit möglich. Im Idealfall setzt man sich im Team hin und be­reitet das Material, das man für die nächste Unterrichtseinheit braucht, gemeinsam vor. Probleme können so verbalisiert und gelöst werden. Und das Wichtigste: Jedes Material ist jederzeit verfügbar! Kein Ordner ist verstellt, kein Arbeitsblatt fehlt und alles Medienmaterial kann in mehreren Klassen gleichzeitig verwendet werden!

Tipp: Lassen Sie vom Stundenplanmacher eine Teamstunde für sich und Ihre ersten Mitstreiter für eine gemeinsame Vorbereitung während des Vormittags einplanen, in der Sie garantiert nicht eingesetzt werden. Das geht nicht? Es geht! Es muss gehen!

Das gerade Genannte gilt selbstverständlich auch für alle handlungsorientierten Formen des Unterrichtens, bei denen die Persönlichkeit des Lehrenden eine unter­geordnete Rolle spielt. Das Material, die Methode und die Arbeitsanweisung stehen im Mittelpunkt, der Unterricht ist austauschbarer geworden. Im Computerraum kommt der Vorteil der jederzeitigen Verfügbarkeit des Materials dazu. Kein Ordner verschwindet im Bermudadreieck Lehrerzimmer, der Server spuckt Ihre Vorberei­tung auch zwei Jahre später auf Anforderung sofort aus! Es sind die Materialien – selbst produziert oder zugekauft – jederzeit verfügbar.

Tipp: Beste Erfahrungen wurden gemacht, wenn alle Materialien im html-Format gespeichert und auf einem Webserver abgelegt sind. Sie sind dann von überall her mit jedem Rechner, der internetfähig ist, einsehbar (selbstverständlich mit Kennwort geschützt) und zu bearbeiten. Die Kompatibilität im Glaubenskrieg Mac gegen PC, open Source gegen Microsoft ist gewährleistet. Was der Kollege auf Mac speichert, kann die Kollegin mit einem PC öffnen und daran weiterarbeiten. Plötzlich werden Kommunikationsvorgänge möglich, die Sie heute noch gar nicht sehen, denn der Kollege an der Nachbarschule hat auch einen Leistungskurs! Warum nicht die Ar­beit teilen, optimieren und vereinfachen? Es bleibt uns noch genug zu tun! Warum Material für teures Geld in fragwürdigen Zusammenstellungen kaufen, wenn das Selbstproduzierte praxisnäher, billiger und leichter verfügbar ist. Ein gemeinsamer Bildungsserver ohne Verlage könnte das Ziel sein. Das Internet macht den Lehrkräf­ten die Sache vor! Die Verlage haben das erkannt und suchen neue Vertriebswege im Internet für ihre Unterrichtseinheiten, die niemand mehr braucht! Das Diskussionsweb ist auch für das Kollegium einsetzbar.

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Sie geben den Auftrag, einen bestimmten Fakt im Internet zu recherchieren. Uner­fahrene Schülerinnen und Schüler werden sich im Internet verlaufen, Ihnen dann mitteilen, sie hätten nichts gefunden. Schüler und Schülerinnen haben die gesuchte Information oder die entscheidende Seite im Überangebot übersehen oder sie lie­fern Ihnen ein qualitativ indiskutables, kopiertes Produkt ab, das sie zufällig gefun­den haben. Sie sind nicht in der Lage, das Gefundene zu evaluieren.

Tipp: Geben Sie bis zur 9. Klasse immer die URL der Homepage vor, auf der Informationen recherchiert werden sollen. Entwickeln Sie mit Ihrer Klasse standardisierte Suchstrategien und Evaluationsmechanismen. Siehe auch ausführlich: www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/u-bsp/recherche.htm

Jede Seite im Internet, die nichts mit dem Thema zu tun hat, steht gleich neben den schulrelevanten Seiten. Sie ist genauso leicht erreichbar und viel spannender. Fast jede/-r Schüler/-in kennt viel mehr interessante Internetseiten als Sie. Sie kennen praktisch alle „verbotenen“ Adressen im Internet. Diese werden eher weitergegeben als die Unterrichtsseiten einer Lehrkraft.

Tipp: Es gibt am Schul-PC keinen Datenschutz! Alle Internetseiten werden in einem Protokoll aufgezeichnet und sind auch Wochen später beweisrelevant kontrollierbar.

So ein Proxylog ist die Voraussetzung für den freien Internetgebrauch durch Schülerinnen und Schüler. Sie vernachlässigen Ihre Aufsichtspflicht, wenn Schülerinnen und Schüler am Schul-PC unkontrolliert surfen können. (Alternative: Hinter jeden Schüler einen Lehrer). Übrigens muss dies den Schülerinnen und Schülern bekannt sein. Zeigen Sie der Klasse, dass Sie in der Lage sind, ihre Surfsitzung der vergangenen Woche am Nachmittag genau nachzuvollziehen. Das Problem wird unwichtig!

„Schau im Internet nach!“ Dieser Auftrag ist genau so unsinnig wie der Auftrag: „Geh in eine Bibliothek und such´ ein Buch!“

Tipp: Nur geübte Schülerinnen und Schüler finden im Internet ohne Hilfestellung sinnvolle Seiten! Der Zeitaufwand für manche Recherchen steht in keinem Verhält­nis zum Ergebnis. Das Buch, Lexika, die Bibliothek behalten bei vielen Fragestel­lungen ihren Stellenwert. Das Internet ersetzt nicht die Bibliothek, sondern ergänzt sie. Schülerinnen und Schüler müssen beide Suchtechniken lernen! Allerdings ist heute das Internet und die Bibliothek im Internet leichter zugänglich!

genauer hier: Probleme der Internetrecherche im Unterricht

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Schülerinnen und Schüler erhalten einen Auftrag. Sie werden als erstes Informa­tionen im Internet suchen und auf eine Vielzahl von fertigen Referaten stoßen. Sie kopieren das Referat und geben es ab, halten es (Vielleicht hat sie/er es vorher sogar leicht umgearbeitet). Diese Schülerinnen und Schüler haben wenig oder gar nichts gelernt und nur Material kopiert. Wir verhindern dies durch genaueres Nach­fragen nach dem Referat. Alle Fachtermini müssen gekonnt werden. Das Referat muss alle Quellen, die benutzt wurden, angeben, und die Lehrkraft sollte dies mit der Klasse in Stichproben nachprüfen. Alle im Referat genannten Orte müssen auf einer Karte gezeigt werden können!

Tipp: Bei schriftlicher Abgabe geben Sie verdächtige Passagen (max. 5-6 Worte) in eine oder mehrere Suchmaschinen (google ist bisher die Ergiebigste) in Anfüh­rungszeichen geschrieben ins Suchfeld ein. Oft erscheint das Original der „Schüler­arbeit“. Sollten Sie nicht sofort auf der Seite das „Zitat“ finden, können Sie dieses mit „strg“ und „f“ auf der Internetseite markiert finden. Dies geht auch wenn Sie die in Google gefundene Seite nicht im Original (= Link blau und unterstrichen), sondern aus dem „Cache“ (letzte Zeile „Im Cache“) öffnen. Dann wird die gesuchte Stelle sofort markiert dargestellt.

Tipp: Stellen Sie Ihre Aufgabe so, dass sie nicht aus dem Internet kopiert werden kann. Der Schüler, die Schülerin finden viele Texte zur „Boston Tea Party“, zum Le­ben Galileis, zum Lebenszyklus eines Insekts und und und ... . Lassen Sie den Inhalt aus einer ungewöhnlichen Perspektive berichten! Lassen Sie fiktive Augenzeugen der Geschichte, der Literatur zu Wort kommen. Soll doch der Maikäfer selbst berich­ten, was er in welchem Stadium erlebt. Lassen Sie den Vertrag von ..... durch ein Interview erklären. Unsere Schülerinnen und Schüler werden auch dann das Inter­net benutzen, aber sie werden den Text, den sie finden, durcharbeiten müssen, um ihm die geforderte Form oder Perspektive zu geben. Sie haben alles erreicht, was das Lernen und Verstehen ausmacht.

Es werden schlechte Texte und Quellen ungeprüft übernommen. Schülerinnen und Schüler erkennen nicht, wollen nicht oder können nicht erkennen, was warum gut oder schlecht ist.

Tipp: Vermitteln Sie Ihren Schülerinnen und Schülern in einem Methodentraining das nötige Rüstzeug zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Quellenevaluation. Jeder gefundene und verwendete Text muss mit Hilfe eines Lexikons auf Fehler überprüft werden. Eine politische Tendenzüberprüfung ist nur ab der Oberstufe möglich. Sensibilisieren Sie Ihre Schülerinnen und Schüler für problematische Inhalte.

Siehe auch: http://www.lsg.musin.de/geschichte/plagiate.htm

Erkennen und Vermeiden von Plagiaten
 

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Es gibt keine homogene Klasse mehr! Was für die eine Schülerin, den einen Schülerselbstverständlich ist, werden andere an technischen Fertigkeiten am Rechner nie erreichen. Die Aufgabenstellungen müssen so gestellt werden, dass sie auf verschiedenen technischen Wegen zu bewältigen sind. Für sehr computerorientierte Arbeiten braucht der/die sehr gute Schüler/-in Zusatzaufgaben, damit die Zeit sinnvoll genutzt wird.

Tipp: Geben Sie keine Erlaubnis für Freiarbeit oder freies Surfen! Die löst bei allen anderen Hektik aus, um möglichst schnell, ohne an das Produkt zu denken, fertig zu werden! Die Computerelite in der Klasse neigt zur Unterschätzung der inhaltlichen Aufgabe und verliert sich in der Technik. Es besteht die Gefahr der Präsentationsorientierung, Animationen und multimediale Shows ersetzen Inhalte.

Tipp: Wenn Sie sehr detaillierte Aufgaben stellen, diese schriftlich formulieren, ist das „Übersehen“ und das „Vergessen“ einzelner Arbeitspunkte weniger wahrscheinlich. Bei Gruppen ab drei Schüler/-innen sollte eine Person immer als Zeitnehmer und „Regelkontrolleur“ eingesetzt werden, der für Einhaltung des Arbeitsauftrags und für die Kontrolle des Arbeitstempos verantwortlich ist. Geben Sie evtl. in der Aufgabenstellung Höchstzeiten für einzelne Arbeitsschritte an.

Es besteht die Gefahr der Orientierung an der möglichst optimalen Präsentation und Vernachlässigung der Inhalte. Vor allem technisch versierte SchülerInnen neigen zur Perfektion ihrer Präsentation. Hier wird dann oft multimedial belangloser Inhalte (oft kopiert aus Internetseiten) geboten. => Die Benotung muss genau trennen zwischen Inhalt und Darbietung. Der Inhalt muss überwiegen.

Tipp: zwei getrennte Noten, wobei nur der Inhalt in die Fachnote und die Präsentationsnote in eine Zeugnisbemerkung einfließen.
 

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Lehrpläne müssen eingehalten werden. Wie intensiv Sie einzelne Aspekte behan-deln, wie Sie Schwerpunkte setzen, bleibt Ihnen überlassen. Trotzdem ist im Computerraum die Gefahr groß, sich zeitlich zu verlaufen. Weil ein multimediales Projekt  Schülerinnen und Schüler besonders begeistert, weil eine Arbeitstechnik am Rechner erst perfektioniert werden soll, geht für den Fachunterricht wertvolle Zeit verloren.

Die Kompetenz, die sich Schülerinnen und Schüler am Rechner erwerben, ersetzt nicht die Fachkompetenz. Kenntnisse und Fähigkeiten am Computer sind eine Schlüsselqualifikation für unsere Gesellschaft, sie sind aber ohne Fachkompetenz wertlos. Der pure „Computerfachmann“ ohne Fachkompetenz bleibt immer Zuarbeiter für denjenigen, der den Inhalt überblickt und damit den Computereinsatz bestimmt.

Im Internet kann man fast jede Information finden. Fast jede Frage ist mit Hilfe des Internets zu beantworten. Nur hilft es in der Praxis nicht, selbst nach einfachsten Informationen im Internet zu recherchieren. Zwischen dem Ergebnis und dem Zeit­aufwand sollte eine vernünftige Relation bestehen.

Tipp: Üben Sie die offene Informationsbeschaffung (Lexikon, Buch und CD-Rom, Schulbuch, Duden, Fremdwortlexikon, Dictionary, Internet oder Fachliteratur) als Wettbewerb schon in der Unterstufe. Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, welche Informationen am schnellsten wo zu beschaffen ist. Dieses Tempospiel zwingt zu rationellem Arbeiten, und die Schülerinnen und Schüler sind mit Begeis­terung dabei. (Vertretungsstundenspiel!!) Bauen Sie dabei gezielt Aufgaben ein, die schnell im und mit dem Schulbuch zu lösen sind. Bauen Sie mindestens eine Aufgabe mit Rechtschreibfehlern im Recherchewort ein, damit die Schülerinnen und Schüler hier Genauigkeit lernen. Siehe auch ausführlich: www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/u-bsp/recherche.htm

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Schülerinnen und Schüler bearbeiten mit Hilfe des Internets ihre Arbeitsaufträge. Dabei gewinnen sie schnell Routine, aus gefundenen Materialien ansprechende Ergebnisse zu produzieren, die bei einer flüchtigen Kontrolle der Lehrkraft oder für die Mitschülerinnen und -schüler als gute Leistung durchgehen. Dabei sind oft bei genauerer Kontrolle die Sprunghaftigkeit des Dargestellten, innere Widersprüche, unterschiedliche Schreibung der Fachtermini und Namen und/oder logische Fehler und Auslassungen feststellbar. Viele Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeiten aus verschiedenen Quellen mit copy and paste zusammen. Einige Sätze werden umformuliert, das Layout wird perfektioniert und schon sieht die Arbeit wie selbst ge­macht aus. Dabei fällt aber leider auf, dass die Zusammenhänge schief oder gar falsch dargestellt sind. Die Schülerinnen und Schüler haben den Arbeitsauftrag erledigt, ohne einen Lernerfolg zu erzielen. Das Zusammengestellte wurde mechanisch an­einandergereiht, aber nicht durchschaut! Oft ersetzt die perfekte Oberfläche den Inhalt!

Tipp: Verlangen Sie die Ergebnisse als Animation. Durch die Reihenfolge des Auf­tauchens eines Begriffs auf der Arbeitsfläche (= Bildschirm) ist der logische Zusam­menhang zu erkennen! Vor allem die Arbeitenden selbst sehen die Probleme in ihrer (nicht vorhandenen) Logik. Die Präsentation so einer Animation vor der Klasse wird zur gleichzeitigen Korrektur durch die Gruppe. Fehler werden leichter erkannt, wenn die Aspekte oder Argumente Schritt für Schritt auftauchen (= Animation).

Tipp: Verlangen Sie den Bericht/die Darstellung in der Ich-Form oder aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Verlangen Sie die Ergebnisse als Dialog, z.B. als Inter-view, als Presseerklärung, als Nachrichtenbeitrag. Die Schülerinnen und Schüler müssen dann das Gefundene überarbeiten, bloßes Zusammenkopieren geht nicht mehr. Und Sie können sicher sein, man findet alles im Internet – auch die Schüle­rinnen und Schüler! Lassen Sie sich das aufgeschrieben, das mit Computersoftware oberflächlich Eindrucksvolle erklären! Das Wissen der Schülerinnen und Schüler wird sich erweisen.

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Gruppenarbeit bewerten? Problem auch im Klassenzimmer! Im Computerraum ha­ben leider selten alle Schülerinnen und Schüler einen eigenen PC, sie arbeiten zu-sammen. Bei Gruppenarbeiten sollte immer eine/-r als Verantwortliche/-r benannt sein. Diese/dieser organisiert die Arbeit und trägt vor. Die Einzelbeiträge zu einer Gruppenarbeit müssen Schülerinnen und Schüler im Gruppenordner unter ihrem Namen speichern. Dieses Ergebnis kann kontrolliert werden und in die Benotung zu einer Gruppenarbeit mit differenzierten Einzelnoten eingehen.

Tipp: Die Gruppe verteilt die Arbeitsaufträge auf die einzelnen Mitglieder. Für jeden Gliederungspunkt wird ein Unterordner im Gruppenordner aufgemacht. Darin wird namentlich gespeichert. So lässt sich die Arbeit einigermaßen kontrollieren. Am Anfang der nächsten Stunde tragen einige ihre Zwischenergebnisse vor! Auch das hilft dem Engagement auf die Sprünge.

Das Technikwissen – der Umgang mit der Software und dem Rechner – kann nur in dem Umfang zur Note herangezogen werden, wie es Teil der Lerninhalte gewesen ist.

Tipp: Die Formatierung eines Protokolls, Grundregeln einer Animation, der Aufbau einer Zeitungsseite, die Gestaltung eines Comics wird unterrichtet und kann damit abgeprüft werden. Wenn über den Informatikunterricht hier Regeln vermittelt werden, sind auch diese in anderen Fächern (genau wie Rechtschreibung!) zu bewerten.

Eine Präsentation bewerten? Dies ist eindeutig möglich, wenn Grundprinzipien der Gestaltung vorher angesprochen worden sind! Genau wie die mündliche Präsenta­tion – der Vortrag – kann eine animierte Präsentation benotet werden. Dies hilft vor allem gehemmten Schülerinnen und Schülern und wird von diesen gerne ange­nommen.

Tipp: In der 11. Jahrgangsstufe kann eine Deutschschulaufgabe durch eine Präsentation mit dem PC ersetzt werden. Dazu werden im Vorfeld technische Kenntnisse vermittelt, Kriterien der Beurteilung vorgestellt und selbstverständlich in die Benotung eingebunden. Die Arbeit des Einzelnen sollte auch für andere einsehbar sein (Siehe http://www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/konzepte/virtuelle_hefte.htm ), um auch die Nutzung als Lernmaterial und die Bewertbarkeit der altersge­mäßen Präsentation den Schülerinnen und Schülern verständlich zu machen.

Was ist überhaupt bewertbar? Wenn Sie einen Teil Ihres Fachunterrichts im Compu­terraum halten, wird dies im Regelfall handlungsorientierter Unterricht sein. Hierbei fallen sehr viele schriftliche Ergebnisse an. Vergeben Sie neben Gruppenaufgaben auch Einzelaufgaben. Meistens sitzen einige Schülerinnen und Schüler sofort allei­ne am Rechner. Bei 20 Rechnern im Computerraum können einige alleine arbeiten. Achten Sie darauf, dass dies nicht immer die gleichen, meist diejenigen, die mit dem Computer gut umgehen können, sind, sondern dass der Einzelplatz rotiert. Das Ergebnis ist eine mündliche Note des Schülers, der Schülerin. In der Praxis ergeben sich im Computerraum sehr viele Gelegenheiten zu mündlichen Noten.

Tipp: Lassen Sie aus einer Gruppe eine/-n Schüler/-in die Präsentation vorführen und erklären (vorher ankündigen).

Tipp: Namentliches Diskussionsweb! Bewertung wie Stegreifaufgabe! Die Änderung der GSO – mündliche Noten Arbeitszeit bis 40 Minuten – lässt dies zu! Siehe: www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/u-bsp/diskussionsweb.htm

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www.muc.kobis.de

Das Informationsangebot des Münchner kommunalen Bildungsservers muc.kobis wendet sich an pädagogisches Fachpersonal im schulischen und außerschulischen Bereich und stellt Arbeitsmaterialien, Unterrichtsmuster und Hilfreiches zur pädago­gischen Praxis mit neuen Medien zur Verfügung. Dieses reicht von Empfehlungen zur Schulentwicklung über Virtuelle Hefte bis hin zu rechtlichen Informationen zu den Themen Schule, Internet und Copyright. Zum Angebot zählen außerdem aktuelle Veranstaltungshinweise, Unterrichts- und Selbstlernmaterialien, Projektbeispiele, kommentierte Links zu Freeware, Online-Lexika, Fächerportalen und vieles mehr.

Haben auch Sie ein Beispiel Ihrer praktischen Arbeit? Wenn Sie an einer Veröffentlichung interessiert sind, dann kontaktieren Sie uns per E-Mail: kontakt@muc.kobis.de

  • Virtuelle Hefte

Materialien für und aus dem Unterricht im Internet kostenfrei veröffentlichen – wie ist das möglich?

Ganz einfach! Legen Sie ein virtuelles Heft auf www.muehe.muc.kobis.de an. Ein virtuelles Heft ist das multimediale Pendant zum klassischen Schulheft: Computer und Internet werden in den Unterricht einbezogen und schaffen die Basis für ein methodisch noch differenzierteres Arbeiten. Alle Münchner Lehrerinnen und Lehrer haben die Möglichkeit, Virtuelle Hefte einzusetzen: als nützliche Arbeitsmittel im Unterricht, um Unterrichtsergebnisse zusammenzufassen oder zum fachlichen Austausch.