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Es
herrscht produktive Neugier im Computerraum, d.h. es ist automatisch
etwas lauter als im gewohnten Klassenzimmer. Da in den wenigsten
Fällen jedem/-r Schüler/-in ein Einzelplatz zur Verfügung steht, wird
hier durch konstruktive Arbeit der Geräuschpegel steigen. Keine Angst,
es wird gearbeitet. Der Austausch darüber ist notwendig. Jedoch muss
für alle klar sein, was zu erledigen ist.
Tipp:
Bevor
in die Arbeitsphase eingestiegen wird, muss die Arbeitsanweisung
klar sein, d.h. sie wird erklärt, ist immer schriftlich formuliert
und stets in dem gleichen Ordner für die Klasse einsehbar abgelegt.
Schülerinnen und Schüler werden in bestimmten Arbeitsabläufen trainiert. Sie wissen im
Computerraum, wo sie die Arbeitsanweisung
für die Stunde finden. Zwischendurch auf Anweisungen an die ganze
Klasse möglichst verzichten. Der Zeitrahmen muss Teil der
Arbeitsanweisung sein!
Fremdbeschäftigung ist leicht möglich. Vor allem die am Computer
erfahrenen Schülerinnen und Schüler stellen die Lerninhalte hinter die
Beschäftigung mit der Technik. Oft werden zum Spaß weitere Programme
geöffnet, die dann hinter der eigentlichen Arbeitsoberfläche versteckt
liegen.
Tipp:
Jede/-r
Schüler/-in weiß, dass nur die angegebenen Programme geöffnet sind,
und Sie kontrollieren das in der Taskleiste unten. Der erste Verstoß
wird als Abschreckung drakonisch sanktioniert. Achten Sie auf einen
evtl. unnötig offenen Internet-Browser.
Zentraler
Bestandteil des Unterrichtens im Netz ist die Informationsbeschaffung
aus dem Internet. Dazu gehen Schülerinnen und Schüler mit einem
Browser in die Internetwelt. Hier ist die Verführung groß und wird
umfangreich genutzt. Nebenbei die Kontakte bei den Lokalisten zu
kontrollieren oder den E-Mail-Briefkasten zu öff-nen ist einfach und
in der Unterrichtssituation schwer kontrollierbar. Sie wollen ja auch
einigen Schülerinnen und Schülern helfen und nicht hinten in der Mitte
die Bildschirme überwachen.
Tipp:
Sie können im SMC-Netz die Internetlogs der Schülerinnen und Schüler
abfra-gen. Sie bekommen dann per E-Mail eine komplette Übersicht,
welche Seiten ein/-e bestimmte/-r Schüler/-in in einer gewissen Zeit
aufgerufen hat. Dieser Log ist beweiskräftig. Sie drucken diesen
aus und heften ihn an den Verweis wegen Fremdbe-schäftigung
an. Es wird in dieser Klasse kein zweites Mal geben, da die Klasse
weiß, dass Sie es kontrollieren und nachweisen können.
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„Normaler“ Unterricht – Frontalunterricht – bei
dem Sie referieren, fragen, Antworten bewerten und Ergebnisse sichern,
ist im Computerraum, wo Schülerinnen und Schüler am eingeschalteten PC
sitzen, nicht möglich. Schülerinnen und Schüler werden nicht einen
Hefteintrag mit einem Computer von einer Projektionsfläche
abschreiben. Dies ist erstens sinnlos, zweitens reizt diese Form zur
Fremdbeschäftigung. Der/die Schüler/-in ist sehr sicher. Bis Sie Ihren
Arbeitsplatz vorne verlassen haben, sind alle Spielprogramme
geschlossen, um zwei Minuten später wieder geöffnet zu sein!
Tipp:
Wenn
Sie etwas demonstrieren wollen, sind alle Geräte abgeschaltet!
Besser ist es, spezielle Räume mit nur einem Präsentations-PC mit
Beamer bereitzuhalten, wo Frontalunterricht mit dem PC gehalten
wird. Der Hefteintrag entsteht konventionell, oder der
„Tafelanschrieb“ der Lehrkraft mit Erklärungen wird anschließend
vervielfältigt oder im Virtuellen Heft abgespeichert.
Die
Arbeit im Computerraum ist an sich handlungsorientiert. Stellen Sie
den Schülerinnen und Schülern das Lernmaterial zur Verfügung, lassen
Sie es unter bestimmten Fragestellungen bearbeiten und lassen Sie
Texte, Zeitungen, Webs, Präsentationen, Diskussionsbeiträge,
Führungen, Reden u.Ä. schriftlich produzieren.
Tipp:
Ihre
Aufgabenstellung liegt schriftlich vor! Bevor in die Arbeitsphase
eingestiegen wird, muss die Arbeitsanweisung klar sein, d.h. sie
wird erklärt und sie ist immer schriftlich formuliert und stets in
der gleichen Datei für die Klasse einsehbar abgelegt. Schülerinnen
und Schüler werden auf bestimmte Arbeitsabläufe trainiert. Sie
wissen im Computerraum, wo sie die Arbeitsanweisung für die Stunde
finden. Zwischendurch auf Anweisungen an die ganze Klasse möglichst
verzichten. Der Zeitrahmen muss Teil der Arbeitsanweisung sein!
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Der
Computerraum schafft ein neues Arbeiten in der Klasse. Jede/-r
Schüler/-in weiß, dass sie Fachlehrkraft und kein Techniker sind! Sie
werden ab der Mittelstufe also technische Probleme primär mit dazu
vorgebildeten (Wahlfach Informatik) Mitschülern/-innen klären. Sie
verlieren dabei ihre Zuständigkeit für nicht unterrichtsbezogene
inhaltliche Fragen.
Tipp:
Unterstützen Sie diese Hilfssysteme, indem Sie gezielt Schülerinnen
und Schüler hier in die Verantwortung nehmen. Im Computerraum
entwickeln sich neue soziale Beziehungen in der Klasse. Es hat sich
bewährt, einzelne von der Informatiklehrkraft fortgebildete
Schülerinnen und Schüler oder Autodidakten (die gibt es wirklich in
diesem Bereich) als Coach offiziell im Schulnetz mit mehr Rechten
auszustatten, um alltägliche Probleme zu lösen.
Einige
Schülerinnen und Schüler werden immer Probleme technischer Art haben.
Andere haben die Fragestellungen nicht verstanden. Eine dritte Gruppe
versteht Texte nicht. Einige haben keine Lust! Dies ist wie im
Klassenzimmer!
Tipp:
Nur im
Computerraum werden Ihnen Schülerinnen und Schüler helfen, die
Probleme zu beheben. Einige werden aus ihrem Vorsprung durch Hilfe
für Mitschüler/-innen Anerkennung in der Klasse bekommen (dies
passiert ab der Mittelstufe im Klassenzimmer nicht!) und Ihnen
helfen. Setzen Sie Anfänger neben Könner, wobei Könner die Maus
nicht berühren dürfen (sie erledigen ansonsten die Arbeit der
Schwächeren und diese lernen nichts dazu).
Selbst
„langweilige“ Inhalte werden
durch die Umgebung des Computers für viele
Schülerinnen und Schüler akzeptabel. Wenn der 16-jährige Topcoole ein
Barockgedicht mit dem PC interpretieren und diese Erklärungen
multimedial präsentieren soll, gewinnt der Auftrag nur durch die
anzuwendende Technik an Attraktivität.
Er kann sich über die Technik profilieren. Der Deutschinhalt ist für
ihn und die meisten in der Klasse sekundär. Er wird aber trotzdem auch
für ihr Fach etwas dazulernen. Das Kleinteam am Rechner arbeitet
zusammen. Das gegenseitige Erklären hilft, den Stoff zu verstehen. Die
Intensität der Zusammenarbeit ist im Klassenzimmer kaum zu erreichen.
Arbeitsaufträge und Referate werden mit dem Computer erledigt, das
Ergebnis präsentiert.
Tipp:
Das
Ergebnis war technisch gut. Loben Sie die Schülerinnen und Schüler.
Sie setzen die anderen damit unter Druck, solche technischen
Leistungen auch zu bringen. Komischerweise wird bei diesen technischen
Fähigkeiten die/der Beste als Maßstab
angenommen, den es zu erreichen gilt. Es ist im Computerraum
einfacher, gewisse Skills zu erreichen. Diese/-r Könner/-in wird in
einer der nächsten Stunden ihre/seine Fähigkeiten den anderen
weitervermitteln. Diese Schülerfortbildung wird wirklich akzeptiert,
weil man vorher das Ergebnis gesehen hat und dieses auch erreichen
will.
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Im
Klassenzimmer sind Sie nicht jederzeit Herr des Geschehens. Im
Computerraum
regiert die „Technik“. Es kann jederzeit etwas
eintreten, das Sie nicht erwartet haben,
das Sie
überfordert. Der totale Absturz ist selten, aber an einzelnen
Arbeitsplätzen wird dies oder das evtl. nicht so funktionieren, wie
Sie in der Arbeitsanweisung geschrieben haben. Der witzige Saboteur
aus der Vorstunde hat die Stecker gelockert oder einen Rechner
blockiert, die Telekom und/oder der zu schwachen Proxy-Server der
Stadt sitzen auf der Leitung, so dass Ihre Recherche im Internet
dauert und dauert. Im Nachbarraum laufen Downloads, der Kollege an der
anderen Schule (ja diese und ca. 95 Schulen hängen am gleichen Netz!)
lässt eine Klasse auf Google-Earth surfen und Sie warten auf wichtige
Daten und warten und die Klasse wird unruhig..... Im Computerraum gilt
Murphy´s Gesetz: Alles, was schief gehen kann, geht auch mal schief!
Tipp:
Bitte
lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, im Klassenzimmer stehen
Sie unter Erfolgsdruck. Im Computerraum erwartet von einer
Fachlehrkraft niemand die Beherrschung der Technik. Stellen Sie die
Art des Problems fest und bitten Sie um Hilfe. Es hat sich bewährt,
Schülerinnen und Schüler eines Informatikkurses als Helfer/-innen
des Systembetreuers zu schulen und als Hilfskräfte anfordern zu
können (Sie müssen nur noch das Haustelefon bedienen können).
Kein/-e Schüler/-in erwartet von Ihnen, dass alles klappt. Jeder,
der am Computer arbeitet, kennt Bildschirmmeldungen aus dem Hause
Bill Gates und nimmt sie als den Normalfall hin. Schülerinnen und
Schüler werden im Computerunterricht im Gegensatz zum Unterricht im
Klassenzimmer weniger ungeduldig. Und ehrlich - schimpfen sie mit -
solidarisieren Sie sich mit den Wartenden. Erzählen Sie eine
Geschichte aus Ihrem Leben, die SchülerInnen sehen sie plötzlich als
Mensch und solidarisieren sich mit ihnen gegen die Technik. Das
rettet zwar nicht den Lerninhalt, befriedigt aber das Ego.
Die
Anmeldung dauert! Nach dem Laden der Programme sind die Rechner
einsatzbereit. Manchmal dauert das Einloggen länger (gelbe Balken bei
der Anmeldung), denn eine Fernwartung und/oder das Aufspielen neuer
Software brauchen Zeit. Die Sicherheit vor Viren kostet auch Zeit.
Ohne diese könnten wir aber überhaupt nicht arbeiten. Außerdem war
vielleicht an Ihrem Rechner jemand mit einem anderen
Profil angemeldet, das jetzt gelöscht wird, damit
Ihr gewohnter Bildschirm erscheint.
Tipp:
Jeder
hat die gleichen Softwarezuweisungen! Die gleichen Rechte! Die
Zuweisungen der User stimmen mit denen der Rechner überein! Es
werden möglichst wenig Applikationen zugewiesen! Alle Rechner und
alle Profile werden regelmäßig auf Standard zurückgesetzt! Damit
gehen zwar alle lokal aufgespielten Programme verloren! Aber Hand
aufs Herz, waren die wirklich so wichtig? So wichtig, dass sie
rechtfertigen, dem Kollegen, der Kollegin die Anmeldezeit zu
verlängern?
Tipp:
Am
letzten Ferientag geht ein Freiwilligenteam in die Schule und
startet alle
Rechner, um so neue Aufspielungen bereits in den
Ferien auf die Rechner zu bringen
und
nicht am Montagmorgen im Geschichtsunterricht! Wenn wir hier
Schülerinnen und Schüler einbinden, die auch ein Interesse an
funktionierenden Rechnern haben, geht es noch schneller! Vor allem
wird dann auch gleich das Schülerprofil erneuert, und die erste
Klasse am Montag ist schon nach 3 Minuten arbeitsbereit.
Tipp:
Die
Rechner werden am Vormittag einmal hochgefahren (von einem Team 10
Minuten vor 8) und erst mittags abgeschaltet. Das spart viel Zeit!
In jeder Klasse gibt es einen Computerdienst, der weiß, welche
Lehrkraft den Rechner braucht, und dieser Dienst fährt im
Stundenwechsel den Rechner hoch und meldet sich als Schüler an. Die
Lehrkraft hat selbstverständlich das Material für die Stunde so
gespeichert, dass man auch mit dem Schüleraccount zugreifen kann!
Tipp:
Melden
Sie gravierende Langsamkeiten und sonstige Schwierigkeiten an ZIB (UserHelpDesk,
UHD, Tel. 233-43000), damit die Mängel aufgenommen werden und
zur Verbesserung beitragen können. Aus der Summe
der berichteten Fehler kann das
System kontinuierlich angepasst werden und es ist doch schon viel
besser geworden! Manche Beschwerde dient auch als Ausrede, dass der
PC nicht eingeschaltet wird. Und ist Ihnen auch aufgefallen, dass
viele technische Mängelbeschwerden im Gespräch in den Kollegien von
Nicht-Usern kommen.
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Bus oder
Arena ist hier die Frage. Sitzen Schülerinnen und Schüler
hintereinander oder im Kreis? Dieses Problem stellt sich primär dem
Systembetreuer, und Sie als Fachlehrkraft haben sich zu beugen. In der
Arena-Anordnung unbedingt, wenn es der Platz im Raum zulässt, einige
Plätze in der Mitte vorsehen, an denen Schülerin-nen und Schüler
sitzen, wenn Erklärungen abgegeben werden und/oder diskutiert wird.
Dann ist die Tastatur und die Maus als Spielzeug weit genug entfernt –
das fördert die Konzentration!
Tipp: Bei Busanordnung
sitzen die besten in der ersten Reihe. Andere sehen erste Ergebnisse
und Fortschritte von hinten. Der Beste wird so als Hilfslehrer von
hinten
angefordert (produktive Unruhe akzeptieren) und
erledigt Ihre Probleme. Diese/-r Schüler/-in unterrichtet seine
Mitschülerinnen und -schüler, wie bestimmte Arbeitsschritte von ihm
erledigt wurden.
Tipp:
In
einem Computerraum mit Arena-Ausstattung hat es sich bewährt, die
eine Schmalseite für herkömmlichen Unterricht mit Tafel und die
andere Schmalseite mit Projektionsfläche für den Beamer zu
gestalten. Der Wechsel von Unterrichtsformen wird so deutlicher und
das normale Schülerspiel – verstecken, jeder sitzt in der
letzten Reihe – führt sich selbst ad absurdum,
denn die Letzten werden die Ersten sein!
Tipp: Müssen Sie für ihren
Unterricht wirklich selbst am PC sitzen? Ein/e Schüler/-in sitzt am
Rechner mit Beamer. Sie können jederzeit bei
Verständnisschwierigkeiten eingreifen. So erkennen Sie diese
überhaupt erst. Sie stehen im Zentrum der Arena, haben alle Rechner
im Blick, oder Sie stehen hinten in der Mitte des Busses und haben
alle Bildschirme im Blick. Die Arbeitsergebnisse verbessern sich,
die Fremdbeschäftigung nimmt ab.
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Das
Münchner Schulnetz arbeitet mit der Version Microsoft Office 2000. Die
PowerPoint-Präsentation – zu Hause aufwändig mit MS 2007 gemacht –
wird in der Schule nicht mehr abgespielt. Die Hausaufgabe von
Schülerinnen und Schülern können in der Schule nicht korrigiert
werden! Da das Microsoft Officepaket nicht gestartet wird, kann die
Arbeit von Schülerinnen und Schülern nicht angezeigt werden!!
Das Open-Source-Office ist nicht oder in einer uralten Version
installiert! Das Bildbearbeitungsprogramm kennt der Schulrechner
nicht! Der/die Schüler/-in arbeitet mit dem (Apple-) Laptop des
Vaters, die Schule kann die erstellten Dateien nicht anzeigen! Die
Video-Datei wird nicht abgespielt! Dem DVD-Player fehlt der Treiber!
Das neueste Update von Java fehlt! ...... – Alltag an vielen Schulen!
Bei Problemen erzählt Ihnen der Anwenderbetreuer ihrer Schule etwas
von ganz einfachen WorkArrounds, die Sie aber nicht kannten und kennen
und die nur einem Informatiker einfallen.
Tipp:
Es gibt
Freeware für alle Bedürfnisse, z.B. in Form einer digitalen
Schultasche mit „portabler Software“. Alle Programme finden dabei
auf einem USB-Stick Platz und bedürfen keinerlei Installation. Die
gesamte Software ist lokal auf einem USB-Stick immer dabei. Die
Software kann geladen werden, ohne dass man sie installieren muss.
Einfach als exe-Datei öffnen, arbeiten und das Ergebnis abspeichern.
Das Erarbeitete kann samt Software auf der Schulfestplatte bleiben,
oder man nimmt es auf dem eigenen Stick wieder mit. Nähere
Informationen finden Sie unter www.muc.kobis.de/lernwerkstatt/index.htm
unter Schwerpunktthemen. Diese Programme können Sie auch an Ihre
Schülerinnen und Schüler weitergeben. Da es viele portable Programme
sowohl für Apple wie für PC gibt, funktioniert der Austausch sehr
gut.
Tipp: hier gibt es Downloadmöglichkeiten
http://www.lsg.musin.de/geschichte/fortbildungen/digitale_aktentasche.htm
nach oben
Bislang
ist der Beruf des Lehrers der eines Einzelkämpfers. Hinter uns geht
die Klassenzimmertüre zu, und wir stehen alleine. Auch
Vor- und Nachbereitung erledigen wir einzeln. Die Folgen sind hier
nicht das Thema. Im Computerraum besteht die Chance,
etwas zu
ändern. Sie bereiten eine Stunde im Computerraum mit Material und Arbeitsanweisungen vor, die Stunde läuft, evtl.
optimieren Sie als Nachbereitung sogar
das
Material. Dieses sollte wie das Schülerergebnis in einer den
Kolleginnen undKollegen zugänglichen Form auf einem Schulserver
gespeichert sein. Mein Material
wird von anderen gelesen, verwendet und im besten
Fall evaluiert. Hier ist eine konstruktive
Zusammenarbeit möglich. Im Idealfall setzt man sich im Team hin und
bereitet das Material, das man für die nächste Unterrichtseinheit
braucht, gemeinsam vor. Probleme können so verbalisiert und gelöst
werden. Und das Wichtigste: Jedes Material ist jederzeit verfügbar!
Kein Ordner ist verstellt, kein Arbeitsblatt fehlt und alles
Medienmaterial kann in mehreren Klassen gleichzeitig verwendet werden!
Tipp:
Lassen
Sie vom Stundenplanmacher eine Teamstunde für sich und Ihre ersten
Mitstreiter für eine gemeinsame Vorbereitung während des Vormittags
einplanen, in der Sie garantiert nicht eingesetzt werden. Das geht
nicht? Es geht! Es muss gehen!
Das
gerade Genannte gilt selbstverständlich auch für alle
handlungsorientierten Formen des Unterrichtens, bei denen die
Persönlichkeit des Lehrenden eine untergeordnete Rolle spielt. Das
Material, die Methode und die Arbeitsanweisung stehen im Mittelpunkt,
der Unterricht ist austauschbarer geworden. Im Computerraum kommt der
Vorteil der jederzeitigen Verfügbarkeit des Materials dazu. Kein
Ordner verschwindet im Bermudadreieck Lehrerzimmer, der Server spuckt
Ihre Vorbereitung auch zwei Jahre später auf Anforderung sofort aus!
Es sind die Materialien – selbst produziert oder zugekauft – jederzeit
verfügbar.
Tipp:
Beste
Erfahrungen wurden gemacht, wenn alle Materialien im html-Format
gespeichert und auf einem Webserver abgelegt sind. Sie sind dann von
überall her
mit jedem Rechner, der internetfähig ist,
einsehbar (selbstverständlich mit Kennwort
geschützt) und zu bearbeiten. Die Kompatibilität im Glaubenskrieg
Mac gegen PC, open Source gegen Microsoft ist gewährleistet. Was der
Kollege auf Mac speichert, kann die Kollegin mit einem PC öffnen und
daran weiterarbeiten. Plötzlich werden Kommunikationsvorgänge
möglich, die Sie heute noch gar nicht sehen, denn der Kollege an der
Nachbarschule hat auch einen Leistungskurs! Warum nicht die Arbeit
teilen, optimieren und vereinfachen? Es bleibt uns noch genug zu
tun! Warum Material für teures Geld in fragwürdigen
Zusammenstellungen kaufen, wenn das Selbstproduzierte praxisnäher,
billiger und leichter verfügbar ist. Ein gemeinsamer Bildungsserver
ohne Verlage könnte das Ziel sein. Das Internet macht den
Lehrkräften die Sache vor! Die Verlage haben das erkannt und suchen
neue Vertriebswege im Internet für ihre Unterrichtseinheiten, die
niemand mehr braucht!
Das Diskussionsweb ist auch für das Kollegium einsetzbar.
nach oben
Sie geben
den Auftrag, einen bestimmten Fakt im Internet zu recherchieren.
Unerfahrene Schülerinnen und Schüler werden sich im Internet
verlaufen, Ihnen dann mitteilen, sie hätten nichts gefunden. Schüler
und Schülerinnen haben die gesuchte Information oder die entscheidende
Seite im Überangebot übersehen oder sie liefern Ihnen ein qualitativ
indiskutables, kopiertes Produkt ab, das sie zufällig gefunden haben.
Sie sind nicht in der Lage, das Gefundene zu evaluieren.
Tipp:
Geben Sie bis zur 9. Klasse immer die URL der
Homepage vor, auf der Informationen
recherchiert werden sollen. Entwickeln Sie mit Ihrer Klasse
standardisierte Suchstrategien und Evaluationsmechanismen. Siehe
auch ausführlich:
www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/u-bsp/recherche.htm
Jede
Seite im Internet, die nichts mit dem Thema zu tun hat, steht gleich
neben den schulrelevanten Seiten. Sie ist genauso leicht erreichbar
und viel spannender. Fast jede/-r Schüler/-in kennt viel mehr
interessante Internetseiten als Sie. Sie kennen
praktisch alle „verbotenen“ Adressen im Internet.
Diese werden eher weitergegeben
als die
Unterrichtsseiten einer Lehrkraft.
Tipp:
Es gibt
am Schul-PC keinen Datenschutz! Alle Internetseiten werden in einem
Protokoll aufgezeichnet und sind auch Wochen später beweisrelevant
kontrollierbar.
So ein
Proxylog ist die Voraussetzung für den freien Internetgebrauch durch
Schülerinnen und Schüler. Sie vernachlässigen Ihre Aufsichtspflicht,
wenn Schülerinnen und Schüler am Schul-PC unkontrolliert surfen
können. (Alternative: Hinter jeden Schüler einen Lehrer). Übrigens
muss dies den Schülerinnen und Schülern bekannt sein. Zeigen Sie der
Klasse, dass Sie in der Lage sind, ihre Surfsitzung der vergangenen
Woche am Nachmittag genau nachzuvollziehen. Das Problem wird
unwichtig!
„Schau im
Internet nach!“ Dieser Auftrag ist genau so unsinnig wie der Auftrag:
„Geh in eine Bibliothek und such´ ein Buch!“
Tipp:
Nur
geübte Schülerinnen und Schüler finden im Internet ohne
Hilfestellung sinnvolle Seiten! Der Zeitaufwand für manche
Recherchen steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Das Buch,
Lexika, die Bibliothek behalten bei vielen Fragestellungen ihren
Stellenwert. Das Internet ersetzt nicht die Bibliothek, sondern
ergänzt sie. Schülerinnen und Schüler müssen beide Suchtechniken
lernen! Allerdings ist heute das Internet und die Bibliothek im
Internet leichter zugänglich!
genauer hier:
Probleme der Internetrecherche im Unterricht
nach oben
Schülerinnen und Schüler erhalten einen Auftrag. Sie werden als erstes
Informationen im Internet suchen und auf eine Vielzahl von fertigen
Referaten stoßen. Sie kopieren das Referat und geben es ab, halten es
(Vielleicht hat sie/er es vorher sogar leicht umgearbeitet). Diese
Schülerinnen und Schüler haben wenig oder gar nichts gelernt und nur
Material kopiert. Wir verhindern dies durch genaueres Nachfragen nach
dem Referat. Alle Fachtermini müssen gekonnt werden. Das Referat muss
alle Quellen, die benutzt wurden, angeben, und die Lehrkraft sollte
dies mit der Klasse in Stichproben nachprüfen. Alle im Referat
genannten Orte müssen auf einer Karte gezeigt werden können!
Tipp:
Bei
schriftlicher Abgabe geben Sie verdächtige Passagen (max. 5-6 Worte)
in eine oder mehrere Suchmaschinen (google ist bisher die
Ergiebigste) in Anführungszeichen geschrieben ins Suchfeld ein. Oft
erscheint das Original der „Schülerarbeit“. Sollten Sie nicht
sofort auf der Seite das „Zitat“ finden, können Sie dieses mit „strg“
und „f“ auf der Internetseite markiert finden. Dies geht auch wenn
Sie die in Google gefundene Seite nicht im Original (= Link blau und
unterstrichen), sondern aus dem „Cache“ (letzte Zeile „Im Cache“)
öffnen. Dann wird die gesuchte Stelle sofort markiert dargestellt.
Tipp:
Stellen
Sie Ihre Aufgabe so, dass sie nicht aus dem Internet kopiert werden
kann. Der Schüler, die Schülerin finden viele Texte zur „Boston Tea
Party“, zum Leben Galileis, zum Lebenszyklus eines Insekts und und
und ... . Lassen Sie den Inhalt aus einer ungewöhnlichen Perspektive
berichten! Lassen Sie fiktive Augenzeugen der Geschichte, der
Literatur zu Wort kommen. Soll doch der Maikäfer selbst berichten,
was er in welchem Stadium erlebt. Lassen Sie den Vertrag von .....
durch ein Interview erklären. Unsere Schülerinnen und Schüler werden
auch dann das Internet benutzen, aber sie werden den Text, den sie
finden, durcharbeiten müssen, um ihm die geforderte Form oder
Perspektive zu geben. Sie haben alles erreicht, was das Lernen und
Verstehen ausmacht.
Es werden
schlechte Texte und Quellen ungeprüft übernommen. Schülerinnen und
Schüler erkennen nicht, wollen nicht oder können nicht erkennen, was
warum gut oder schlecht ist.
Tipp: Vermitteln Sie Ihren
Schülerinnen und Schülern in einem Methodentraining das nötige
Rüstzeug zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Quellenevaluation.
Jeder gefundene und verwendete Text muss mit Hilfe eines Lexikons
auf Fehler
überprüft werden. Eine politische Tendenzüberprüfung ist nur ab der
Oberstufe möglich. Sensibilisieren Sie Ihre Schülerinnen und Schüler
für problematische Inhalte.
Siehe auch:
http://www.lsg.musin.de/geschichte/plagiate.htm
Erkennen und Vermeiden von
Plagiaten
nach oben
Es
gibt keine homogene Klasse mehr! Was für die eine Schülerin, den einen
Schülerselbstverständlich ist, werden andere an technischen
Fertigkeiten am Rechner nie erreichen. Die Aufgabenstellungen müssen
so gestellt werden, dass sie auf verschiedenen
technischen Wegen zu bewältigen sind. Für sehr computerorientierte
Arbeiten braucht der/die sehr gute Schüler/-in Zusatzaufgaben, damit
die Zeit sinnvoll genutzt wird.
Tipp:
Geben
Sie keine Erlaubnis für Freiarbeit oder freies Surfen! Die löst bei
allen anderen Hektik aus, um möglichst schnell, ohne an das Produkt
zu denken, fertig zu werden! Die Computerelite in der Klasse neigt
zur Unterschätzung der inhaltlichen Aufgabe und verliert sich in der
Technik. Es besteht die Gefahr der Präsentationsorientierung,
Animationen und multimediale Shows ersetzen Inhalte.
Tipp:
Wenn
Sie sehr detaillierte Aufgaben stellen, diese schriftlich
formulieren, ist das „Übersehen“ und das „Vergessen“ einzelner
Arbeitspunkte weniger wahrscheinlich. Bei Gruppen ab drei
Schüler/-innen sollte eine Person immer als Zeitnehmer und
„Regelkontrolleur“ eingesetzt werden, der für Einhaltung des
Arbeitsauftrags und für die Kontrolle des Arbeitstempos
verantwortlich ist. Geben Sie evtl. in der Aufgabenstellung
Höchstzeiten für einzelne Arbeitsschritte an.
Es
besteht die Gefahr der Orientierung an der möglichst optimalen
Präsentation und Vernachlässigung der Inhalte. Vor allem technisch
versierte SchülerInnen neigen zur Perfektion ihrer Präsentation. Hier
wird dann oft multimedial belangloser Inhalte (oft kopiert aus
Internetseiten) geboten. => Die Benotung muss genau trennen zwischen
Inhalt und Darbietung. Der Inhalt muss überwiegen.
Tipp:
zwei getrennte Noten, wobei nur der Inhalt in die Fachnote und die
Präsentationsnote in eine Zeugnisbemerkung einfließen.
nach oben
Lehrpläne müssen eingehalten werden. Wie intensiv
Sie einzelne Aspekte behan-deln, wie Sie Schwerpunkte setzen, bleibt
Ihnen überlassen. Trotzdem ist im Computerraum
die Gefahr groß, sich zeitlich zu verlaufen. Weil ein multimediales
Projekt
Schülerinnen und Schüler besonders
begeistert, weil eine Arbeitstechnik am Rechner
erst
perfektioniert werden soll, geht für den Fachunterricht wertvolle Zeit
verloren.
Die
Kompetenz, die sich Schülerinnen und Schüler am Rechner erwerben,
ersetzt
nicht die Fachkompetenz. Kenntnisse und
Fähigkeiten am Computer sind eine Schlüsselqualifikation
für unsere Gesellschaft, sie sind aber ohne Fachkompetenz wertlos. Der
pure „Computerfachmann“ ohne Fachkompetenz bleibt immer Zuarbeiter für
denjenigen, der den Inhalt überblickt und damit den Computereinsatz
bestimmt.
Im
Internet kann man fast jede Information finden. Fast jede Frage ist
mit Hilfe des Internets zu beantworten. Nur hilft es in der Praxis
nicht, selbst nach einfachsten Informationen im Internet zu
recherchieren. Zwischen dem Ergebnis und dem Zeitaufwand sollte eine
vernünftige Relation bestehen.
Tipp:
Üben
Sie die offene Informationsbeschaffung (Lexikon, Buch und CD-Rom,
Schulbuch, Duden, Fremdwortlexikon, Dictionary, Internet oder
Fachliteratur) als Wettbewerb schon in der Unterstufe. Schülerinnen
und Schüler sollen erkennen, welche Informationen am schnellsten wo
zu beschaffen ist. Dieses Tempospiel zwingt zu rationellem Arbeiten,
und die Schülerinnen und Schüler sind mit Begeisterung dabei.
(Vertretungsstundenspiel!!) Bauen Sie dabei gezielt Aufgaben ein,
die schnell im und mit dem Schulbuch zu lösen sind. Bauen Sie
mindestens eine Aufgabe mit Rechtschreibfehlern im Recherchewort
ein, damit die Schülerinnen und Schüler hier Genauigkeit lernen.
Siehe auch ausführlich:
www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/u-bsp/recherche.htm
nach oben
Schülerinnen und Schüler bearbeiten mit Hilfe des Internets ihre
Arbeitsaufträge. Dabei gewinnen sie schnell Routine, aus gefundenen
Materialien ansprechende Ergebnisse zu produzieren, die bei einer
flüchtigen Kontrolle der Lehrkraft oder für die Mitschülerinnen und
-schüler als gute Leistung durchgehen. Dabei sind oft bei genauerer
Kontrolle die Sprunghaftigkeit des Dargestellten, innere
Widersprüche, unterschiedliche Schreibung der Fachtermini und Namen
und/oder logische Fehler und Auslassungen feststellbar. Viele
Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeiten
aus verschiedenen Quellen mit copy and paste
zusammen. Einige Sätze werden umformuliert,
das Layout wird perfektioniert und schon sieht die Arbeit wie selbst
gemacht aus. Dabei fällt aber leider auf, dass die Zusammenhänge
schief oder gar
falsch dargestellt sind. Die Schülerinnen und
Schüler haben den Arbeitsauftrag erledigt, ohne einen Lernerfolg zu
erzielen. Das Zusammengestellte wurde mechanisch aneinandergereiht,
aber nicht durchschaut! Oft ersetzt die perfekte Oberfläche den
Inhalt!
Tipp:
Verlangen Sie die Ergebnisse als Animation. Durch die Reihenfolge
des Auftauchens eines Begriffs auf der Arbeitsfläche (= Bildschirm)
ist der logische Zusammenhang zu erkennen! Vor allem die
Arbeitenden selbst sehen die Probleme in ihrer (nicht vorhandenen)
Logik. Die Präsentation so einer Animation vor der Klasse wird zur
gleichzeitigen Korrektur durch die Gruppe. Fehler werden leichter
erkannt, wenn die Aspekte oder Argumente Schritt für Schritt
auftauchen (= Animation).
Tipp:
Verlangen Sie den Bericht/die Darstellung in der Ich-Form oder aus
einer ungewöhnlichen Perspektive. Verlangen Sie die Ergebnisse als
Dialog, z.B. als Inter-view, als Presseerklärung, als
Nachrichtenbeitrag. Die Schülerinnen und Schüler müssen dann das
Gefundene überarbeiten, bloßes Zusammenkopieren geht nicht mehr. Und
Sie können sicher sein, man findet alles im Internet – auch die
Schülerinnen und Schüler! Lassen Sie sich das aufgeschrieben, das
mit Computersoftware oberflächlich Eindrucksvolle erklären! Das
Wissen der Schülerinnen und Schüler wird sich erweisen.
nach oben
Gruppenarbeit bewerten? Problem auch im Klassenzimmer! Im Computerraum
haben leider selten alle Schülerinnen und Schüler einen eigenen PC,
sie arbeiten zu-sammen. Bei Gruppenarbeiten sollte immer eine/-r als
Verantwortliche/-r benannt sein. Diese/dieser organisiert die Arbeit
und trägt vor. Die Einzelbeiträge zu einer Gruppenarbeit müssen
Schülerinnen und Schüler im Gruppenordner unter ihrem Namen speichern.
Dieses Ergebnis kann kontrolliert werden und in die Benotung zu einer
Gruppenarbeit mit differenzierten Einzelnoten eingehen.
Tipp:
Die
Gruppe verteilt die Arbeitsaufträge auf die einzelnen Mitglieder.
Für jeden Gliederungspunkt wird ein Unterordner im Gruppenordner
aufgemacht. Darin wird namentlich gespeichert. So lässt sich die
Arbeit einigermaßen kontrollieren. Am Anfang der nächsten Stunde
tragen einige ihre Zwischenergebnisse vor! Auch das hilft dem
Engagement auf die Sprünge.
Das
Technikwissen – der Umgang mit der Software und dem Rechner – kann nur
in
dem Umfang zur Note herangezogen werden, wie es
Teil der Lerninhalte gewesen ist.
Tipp:
Die
Formatierung eines Protokolls, Grundregeln einer Animation, der
Aufbau einer Zeitungsseite, die Gestaltung eines Comics wird
unterrichtet und kann damit abgeprüft werden. Wenn über den
Informatikunterricht hier Regeln vermittelt werden, sind auch diese in anderen Fächern (genau
wie Rechtschreibung!) zu bewerten.
Eine
Präsentation bewerten? Dies ist eindeutig möglich, wenn
Grundprinzipien der Gestaltung vorher angesprochen worden sind! Genau
wie die mündliche Präsentation – der Vortrag – kann eine animierte
Präsentation benotet werden. Dies hilft vor allem gehemmten
Schülerinnen und Schülern und wird von diesen gerne angenommen.
Tipp:
In der
11. Jahrgangsstufe kann eine Deutschschulaufgabe durch eine
Präsentation mit dem PC ersetzt werden. Dazu werden im Vorfeld
technische Kenntnisse vermittelt, Kriterien der Beurteilung
vorgestellt und selbstverständlich in die Benotung eingebunden. Die
Arbeit des Einzelnen sollte auch für andere einsehbar sein (Siehe
http://www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/konzepte/virtuelle_hefte.htm
), um auch die Nutzung als Lernmaterial und die Bewertbarkeit der
altersgemäßen Präsentation den Schülerinnen und Schülern
verständlich zu machen.
Was
ist überhaupt bewertbar? Wenn Sie einen Teil Ihres Fachunterrichts im
Computerraum halten, wird dies im Regelfall handlungsorientierter
Unterricht sein. Hierbei fallen sehr viele schriftliche Ergebnisse an.
Vergeben Sie neben Gruppenaufgaben
auch
Einzelaufgaben. Meistens sitzen einige Schülerinnen und Schüler sofort
alleine am Rechner. Bei 20 Rechnern im Computerraum können einige
alleine arbeiten. Achten Sie darauf, dass dies nicht immer die
gleichen, meist diejenigen, die mit dem Computer gut umgehen können,
sind, sondern dass der Einzelplatz rotiert. Das Ergebnis ist eine
mündliche Note des Schülers, der Schülerin. In der Praxis ergeben sich
im Computerraum sehr viele Gelegenheiten zu mündlichen Noten.
Tipp:
Lassen
Sie aus einer Gruppe eine/-n Schüler/-in die Präsentation vorführen
und erklären (vorher ankündigen).
Tipp:
Namentliches Diskussionsweb! Bewertung wie Stegreifaufgabe!
Die Änderung der GSO – mündliche Noten Arbeitszeit
bis 40 Minuten – lässt dies zu!
Siehe:
www.lsg.musin.de/geschichte/geschichte/isb/u-bsp/diskussionsweb.htm
nach oben
www.muc.kobis.de
Das
Informationsangebot des Münchner kommunalen Bildungsservers
muc.kobis wendet sich an pädagogisches Fachpersonal im schulischen und
außerschulischen Bereich und stellt Arbeitsmaterialien,
Unterrichtsmuster und Hilfreiches zur pädagogischen Praxis mit neuen
Medien zur Verfügung. Dieses reicht von Empfehlungen
zur Schulentwicklung über Virtuelle Hefte bis hin
zu rechtlichen Informationen zu den
Themen
Schule, Internet und Copyright. Zum Angebot zählen außerdem aktuelle
Veranstaltungshinweise, Unterrichts- und Selbstlernmaterialien,
Projektbeispiele, kommentierte Links zu Freeware, Online-Lexika,
Fächerportalen und vieles mehr.
Haben
auch Sie ein Beispiel Ihrer praktischen Arbeit? Wenn Sie an einer
Veröffentlichung interessiert sind, dann kontaktieren Sie uns per
E-Mail: kontakt@muc.kobis.de
Materialien für und aus dem Unterricht im Internet kostenfrei
veröffentlichen – wie ist das möglich?
Ganz
einfach! Legen Sie ein virtuelles Heft auf www.muehe.muc.kobis.de an.
Ein virtuelles Heft ist das multimediale Pendant zum klassischen
Schulheft: Computer und Internet werden in den Unterricht einbezogen
und schaffen die Basis für ein methodisch noch differenzierteres
Arbeiten. Alle Münchner Lehrerinnen und Lehrer haben
die Möglichkeit, Virtuelle Hefte einzusetzen: als
nützliche Arbeitsmittel im Unterricht,
um Unterrichtsergebnisse
zusammenzufassen oder zum fachlichen Austausch.

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