virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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Nachkriegszeit (1945 bis 1960)  

 Dwight D. Eisenhower
Dwight D. Eisenhower
1953-1961

Am 25. April 1945 trafen sich Vertreter von 50 Nationen in San Francisco um eine neue Organisation zu gründen, die Vereinten Nationen. Der amerikanische Senat ratifizierte den U.N. Charter mit 89 zu 2 Stimmen.

Dieses Vorgehen bestätigte das Ende des Isolationismus als dominierendes Element der amerikanischen Außenpolitik. Der Kalte Krieg war die wichtigste politische Frage der frühen Nachkriegszeit. Er entwickelte sich aus langjährigen Spannungen zwischen der Sovietunion und den Vereinigten Staaten. Während des Zweiten Weltkrieges waren die beiden Länder Alliierte gewesen, aber nach Kriegsende kamen alte Spannungen wieder zum Tragen. Deutschland wurde zum geteilten Land, mit einer Westzone unter gemeinsamer britischer, französischer und amerikanischer Besatzung. Im Frühjahr 1948 errichteten die Sowjets eine Blockade um Westberlin. Die Westmächte reagierten mit einer massiven Luftbrücke zum Transport von Nahrungsmitteln und Brennstoffen, bis die Sowjets die Blockade im Mai 1949 aufhoben.

Die Eindämmung der Macht der Sowjetunion (Containment) wurde zur vorrangigen amerikanischen Nachkriegspolitik und stand im Zentrum der Truman Doktrin. Containment sah auch eine umfassende Wirtschaftshilfe, allgemein unter dem Namen "Marshall Plan" bekannt, für das kriegszerstörte Europa vor. Im April 1949, wurde die North Atlantic Treaty Organization (NATO) gegründet. Rüstungskontrolle
wurde ein integraler Teil der amerikanischen Sicherheitspolitik. Die Vereinigten Staaten reagierten auch auf Herausforderungen in Asien und der Korea Krieg (1950 - 1953) führte zu bewaffnetem Konflikt zwischen den USA und China.

Der Kalte Krieg hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf die inneren Angelegenheiten der Vereinigten Staaten. Vorkommnisse in anderen Ländern und Spionageskandale im eigenen Land schürten antikommunistische Gefühle. Als schärfster Gegner des Kommunismus erwies sich Joseph McCarthy. Er macht sich dabei die umfangreiche Berichterstattung in Presse und Fernsehen zunutze und beschuldigte hochrangige amerikanische Regierungsmitglieder und Beamte des Verrats. Aber die Unterstützung der Öffentlichkeit ließ schließlich nach und der Senator wurde für sein Verhalten verurteilt.

In den anderthalb Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg, erlebten die Vereinigten Staaten einen unglaublichen Wirtschaftsaufschwung. Der Krieg brachte die Rückkehr des Wohlstandes, und die U.S.A. konnten ihre Stellung als die reichste Nation der Welt festigen. Ein Gefühl der Uniformität durchdrang die amerikanische Gesellschaft. Gleichförmigkeit war weit verbreitet, indem Jung und Alt den Gruppenormen folgten statt eigene Wege zu gehen. Zur selben Zeit wurden Afro-Amerikaner aktiv und die Bürgerrechtsbewegung begann. Der Bundesgerichtshof (Supreme Court) erklärte in den späten 1950er Jahren die Segregation von Schulen und Bussen für verfassungswidrig. Der Civil Rights Acts aus dem Jahre 1957 autorisierte die Intervention den Bundes, wenn Afro-Amerikanern die Möglichkeit zu wählen verweigert wurde.

 

Quelle: US-Botschaft in BRD