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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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Die Franken |
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Die beiden Hauptgruppen der Franken waren die Salier und die Rheinfranken bzw. Ripuarier. Die Rheinfranken siedelten am Niederrhein um den Herrschaftsschwerpunkt Köln. Die Salier drangen nach Westen über den Niederrhein nach Toxandrien vor, wurden dort von Kaiser Julian 358 besiegt und in Toxandrien als römische Bundesgenossen (foederati) angesiedelt. In der Folge dienten sie vielfach im römischen Heer und dehnten ihr Siedlungsgebiet in Nordgallien kontinuierlich aus. Sie standen unter der Herrschaft merowingischer Kleinkönige, die die Oberhoheit der Römer anerkannten und für diese Militärdienste leisteten. Die Franken im Römerreich hielten aber die Kontakte zu ihren früheren Siedlungsgebieten aufrecht, so dass sie als einzige Germanen auch nach der Völkerwanderung noch Menschennachschub aus ihrem Stamm erhielten.
Die Macht der Franken erreichte ihren Höhepunkt unter dem Enkel von Karl Martell, Karl dem Grossen, der zu seiner Zeit der mächtigste Herrscher Europas war. Am 25. Dezember 800 wurde er von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Er trat damit im Sinne des Papstes die Nachfolge der Kaiser Roms an. Damit kam er in Konflikt mit den oströmischen Kaisern, die ebenfalls die ungeteilte Rechtsnachfolge beanspruchten. Der Papst wollte aber genau diesen oströmische Anspruch abwehren, da er selbst als Bischof von Rom die Oberhoheit über alle Christen beanspruchte und die Christen des Oströmischen Reiches (Orthodoxe) diese nicht anerkannten. Nach erneuten Reichsteilungen unter Karls Nachfolgern entwickelte sich der linksrheinische Teil des Karolingerreiches zum Königreich Frankreich, dessen Name auf die Franken zurückgeht; im Ostteil des Reiches überlebte der Name Franken als Bezeichnung für die Rhein-Main-Region. |
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