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Das Problem der Internetrecherche im Unterricht
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| Suchen
heißt nicht unbedingt finden! |
Es war einmal eine gute Zeit, in der die
Schüler um einen Arbeitsauftrag zu erledigen das Schulbuch aufschlugen
oder in die Bibliothek gingen um sich dort aus einem ausgewählten Buch zu
informieren. Dabei kam manchmal sogar etwas Vernünftiges heraus. Leider
sind diese Zeiten vorbei! Die Schülerinnen "schlagen bei Google"
nach. Sie suchen etwas, von dem sie meist nicht mehr als einen Begriff
kennen. Sie glauben mit der Suchmaschine im Internet nicht nur gesucht,
sondern auch gefunden zu haben. Die Überschrift stimmt mit dem Thema überein,
die Länge ist auch für das Referat oder das Handout passend. Der Text
wird überflogen - wenn überhaupt - dann wird mit einigem Aufwand das
Gefundene neu formatiert und mit einigen Bildern multimedial aufgepeppt.
Die Lehrkraft wird beeindruckt sein. Ohne Lernerfolg wird das
"Gefundene" abgegeben, abgeheftet und abgehakt, Das kann ich
jetzt! Die völlige Fehleinschätzung des Schülers erlebt man nach einer
Benotung. "Ich habe doch bei Google gesucht ......!", "der
Titel stimmt doch genau ......!", "Wieso ist das falsch?"
oder "Woher soll ich das wissen, dass .....?" sind immer
wiederkehrende entsetzte Reaktionen der SchülerInnen.
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| Suchen
muss gelehrt werden! |
Der Schüler hat Recht! Wie soll er als
Lernender wissen, dass sich hinter einem Seitentitel und einer URL
rechtsradikales Gedankengut, einseitige Werbung, politische Bauernfänger,
eine Sekte oder einfach blanker Unsinn auf einer "so tollen"
Seite eines Mitschülers verbergen. Wir haben in der Schule die Aufgabe genau
hier einzugreifen. Bevor wir eine Aufgabe stellen, ohne eine konkrete
Informationsquelle anzugeben, müssen wir den SchülerInnen beibringen,
wie sie suchen (Suchstrategien) sollen, wie das Gefundene überprüfen können
(Quellenevaluation) und wie das Gefundene zu zitieren ist
(wissenschaftliche Arbeitstechniken). Dazu kommt eventuell noch eine
Unterrichtseinheit zum Präsentieren mit neuen Medien. Bis wir Lehrkräfte
den Schülerinnen das beigebracht haben ist, ehrlich gesagt, jede freie
Recherche bis zur 11. Klasse grober, didaktischer Unfug. Einen Arbeitsauftrag im Internet zu
geben, ohne die Seiten, als Linksammlungen anzugeben, auf denen die ersten
und richtigen Informationen zu finden sind, hat mit vernünftigem Unterrichten nichts zu
tun. Allen mit einer Recherche einhergehenden Aufgabenstellungen im
Unterricht muss zwingend auch eine Auswahl von seriösen Internetseiten
beigegeben werden. Soll selbständig gesucht werden, muss vorher die
Arbeitstechnik Internetrecherche und Inhaltsevaluation geschult werden!
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| Suchstrategien
Details
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- 1. Schritt Kurze Information zum
Thema - was muss eigentlich gefunden werden? - Sammlung der
Suchbegriffe! Lernort Lexikon!
- 2. Schritt Suche mit einer
Suchmaschine; Eingabe der im Lexikon gefundenen Begriffe; beste
Suchmaschine momentan (2009) Google -
oder Bing Sammlung der
Fundstellen
- 3. Schritt evtl. Einengung der Suche;
mit den oft gefundenen unerwünschten Begriffen die Suche mit der
Funktion "erweiterte Suche" in Google oder Bing einschränken -
Sammlung der Ergebnisse mit Quellenangabe auf einer Seite
- 4. Schritt
Anlegen einer Linksammlung zum Thema zur Rekonstruktion der Recherche
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| Quellenevaluation |
- Wer ist eigentlich der Autor/Institution? (Unis,
korrigierte Seiten von Schule, Museen akzeptabel! Vorsicht bei
privaten oder politischen Seiten im Internet! Schülerhilfsseiten mit
Vorsicht genießen!
- Auffinden des Autors: nach "home"
suchen oder URL ohne letzten Slash anwählen (evtl. gänzlich ohne
Slash anwählen (= kürzen der URL), suchen nach Impressum (gute
Seiten enthalten ein solches, suchen nach Kontaktaufnahmemöglichkeit
zum Autor (auf dieser Seite stellt sich der Autor/Institution oft
vor),
- Anhand der URL kann man sich über den Anbieter
grob informieren! Wo ist die Seite gehostet? Steht eine
kommerzielle Organisation dahinter? Ist die Struktur des
Internetauftritts wissenschaftlich gegliedert? ....
- Texte überprüfen (sind die Fachbegriffe aus der
Lexikonrecherche am Anfang verwendet? Gehört das Gelesene zum Thema?
Stimmt die Sprachebene? Sachlichkeit?)
- brauchbare Texte kopieren und in eigenen Ordner
abspeichern!
- Achtung wichtig! URL unbedingt speichern und
Autor notieren! => wissenschaftliches Zitieren
die Internetseite wird zitiert:
Autor, Titel der Seite (steht oben beim Internet Explorer im blauen
Feld), URL vollständig, Tag des Auffindens der Seite
Wenn der Autor nicht zu ermitteln ist muss der Herausgeber, der
Verantwortliche oder die Institution genannt werden; anonyme Seiten
nicht verwenden!!
- sehr kritisch prüfen!! private Seiten von Schülern,
Seiten ohne Angabe des Autors oder der Institution, die den Server
betreibt;
- Seiten auf geocities oder t-online u.a.
kostenlosen Webspaceanbietern sehr genau prüfen!
Tipps für die
Evaluationsroutine |
| Linksammlungen
anlegen |
s.
Unterrichtsmuster Linksammlung anlegen |
| Ergebnispräsentation
mit neuen Medien |
s.
Unterrichtsmuster Präsentieren mit den Neuen Medien |
| Hilfen |
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selbstverständlich
berät Sie das Medienpädagogen-team am PI
-
auf
den Seiten im Internet www.heise.de
finden Sie aktuelle Informationen zu Suchmaschinen und Katalogen in
Internet
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Suchen
Sie evtl. mit dem Suchbegriff: Linksammlung und ihrem Fachbegriff oder
Fachbereich; Vielleicht hat sich ja schon jemand Ihre Arbeit gemacht!
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