Einen einfachen Comic schreiben und animieren am Ludwigsgymnasium

 

Alle unsere Schülerinnen sind Comic-erfahren. Jede/r hat Spaß daran Texte in Sprechblasen fiktiven oder realen Figuren in den Mund zu legen. Dieses ist im Unterricht nutzbar. Lehrkräfte können Dramenszenen visualisieren, fiktive Dialoge historischer Personen schreiben, einer bekannten Figur die Erklärung für einen komplexen Sachverhalt geben und einfach zwei oder mehr Gestalten in einer Fremdsprache miteinander reden lassen. Jeder Schüler, jede Schülerin weiß sofort, was zu tun ist, kann von sich aus Gedanken und gesprochene Sätze voneinander differenzieren (inner - äußere Handlung). 

Einsatz

Das Instrument Comic lässt sich vielfältig einsetzen. Eine Aufzählung hier erübrigt sich. Die Lehrkraft muss darauf achten, vor allem, wenn es sachliche Inhalte geht, dass sich der Comic nicht ins Oberflächliche und in Unsinn abrutscht. Am Ende der Unterrichtseinheit (je nach Komplexität der Aufgabenstellung und der notwendigen Recherche) steht immer der gegenseitige Besuch, evtl. eine Vorführung der Comics. So wird das Einzel- oder Gruppenergebnis der Klasse bekannt. Meist regt die Vorführung einer außerschulischen Besuch der Seiten an. Dies sollte erleichtert werden und die Comics der Klasse auf CD-Rom oder in einem virtuellen Heft der Klasse veröffentlicht werden. Bei Einbeziehung der Eltern setzt man ungeheure Familienenergien und künstlerische Ressourcen frei. Achtung: der Lerninhalt geht vor der künstlerischen Gestaltung. Koproduktionen mit dem Fach Kunst bieten sich hier an. 
Es bestehen Einsatzmöglichkeit zur Vertiefung wichtiger und komplexer Inhalte für das Grundwissen späterer Klassen. Wenn diese gespeichert sind (virtuelles Heft), bleiben die Inhalte der Klasse auf Dauer abrufbar.

Technik

Es bieten sich zur Erstellung von Comics alle Softwareprodukte an, die das einfache Einfügen von Sprechblasen und Bildern beherrschen. So lassen sich Comics mit Word genauso erstellen wie mit PowerPoint oder dem Webeditor FrontPage (hier ab Version XP). Ob zwei SchülerInnen sich einen PC teilen oder jeder einen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung hat, ist hierbei Sache der Ausstattung der Schule. Größere Gruppen sind nicht geeignet, weil die Arbeit wirklich nur über den Bildschirm und die Tastatur erfolgt, die Recherchetätigkeit nur im Hintergrund steht. 

Mehrwert

  • Kreativität: neue Ideen entwickeln
  • Verständniskontrolle einfacher als bei einer Darstellung als Sachtext
  • Steigerung Routine bei Präsentationstechniken
  • Recherchetechnik verbessern beim Suchen der Bilder
  • Drehbuch entwickeln (=Handlung erzählen) strukturiert das Wissen und macht Lücken deutlich
  • Das Wissen der anderen Gruppen wird schnell erschließbar.

Beispiele

  • Streitgespräch Asterix - Caesar: "Was hat die Eroberung Galliens gebracht?"  G-6
  • Diskussion Bush - Kerry: "Which issues do You prefer?"  E-10
  • Kolumbus berichtet dem König: "Was habe ich entdeckt?"  G-7
  • Die Biene Maya erklärt ihren Bau  B
  • Comic TinTin mit Texten versehen  F  Projekt Kai Böhmig am LSG
  • Schüler aus München erklärt kleinem Eingeborenem in Papua NeuGuinea was Schneefall ist.  EK-8
  • Galilei erklärt dem Inquisitor das heliozentrische Weltbild G/Ek 
  • Dialog schreiben: Fische diskutieren, wer Präsident im Feringasee werden soll;  Autos unterhalten sich D-5
  • Der Weg in das Kaiserreich Vertiefung des Stoffs durch einen Comic G-9  Sozialistengesetz

Hilfen

Arbeitsblatt Workshop: Comic erstellen

PI-Beratungsteam „Neue Medien“
Sie fordern eine schulinterne Fortbildung an (mindestens 8 TeilnehmerInnen). Das PI Beratungsteam „Neue Medien“ kommt zu Ihnen an die Schule. Fortgeschrittene brauchen einmalig ungefähr 15 Minuten um zu sehen wo die entscheidenden Schaltflächen zu finden sind. Für Anfänger reicht eine Einführung von ca. 45 Minuten. Dann steht Ihrer Comicproduktion vom KnoffHoff nichts mehr im Weg..

Tel. 233 288 95 Frau Conrad vermittelt Ihnen eine/n Referenten/in an Ihre Schule.