virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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hier ist Athen

Wir führen durch das antike Athen

Materialsammlung

Wenn ihr auf die Gebäude, die in der Karte eingezeichnet sind, klickt, seht ihr das Gebäude als Foto. Wenn ihr mit der Maus langsam über die Karte fahrt seht ihr einige Erklärungen. Ihr müsst nur langsam durch Athen mit der Maus spazieren gehen!

ganz wichtig.
  • Athen ist die erste Großstadt in Griechenland
    450 vC 500000 Einwohner
  • in Athen dürfen immer mehr Einwohner politisch mitbestimmen als in anderen Stadtstaaten
  • Athen wird unter Perikles fast demokratisch - es gelten aber keine Menschenrechte und keine Gleichberechtigung
  • Athen war ein Staat der Händler und Handwerker
  • Athen hatte die wichtigste Universität Griechenlands
  • viele Philosophen lebten in Athen
   
unsere Geschichte zu Athen
Bei der Volksabstimmung zu den Ämtern
Ich bin jetzt seit ich erwachsen bin ein Vollbürger. Das heißt ich muss jährlich Steuern zahlen und je nach dem wie viele Steuern ich zahlen muss, werden ich in eine Bevölkerungsklasse eingeteilt. Die Steuer wird nach meinem Vermögen und Einkommen geschätzt. Es ist eine Ehre, so weit oben eingestuft zu werden. Je mehr Steuern man zahlt, desto mehr Rechte hat man. Die obersten Staatsämter können nur die Reichen der ersten Steuerklasse wie ich erreichen. Weil wir die meisten Steuern zahlen, haben wir auch Privilegien. Im Theater bekommen wir die besten Plätze in der ersten Reihe. Bei allen religiösen Feiern sind wir die ersten in den Prozessionen und Zeus und Pallas Athene werden deshalb meine Wünsche als ersten bearbeiten und erfüllen. Bei den großen Staatsanlässen wenn es etwas zu feiern gibt, sind wir Reichen immer diejenigen, die die Feier spendieren. Meine Familie ist besonders angesehen, weil wir heuer schon zweimal ein Tempelfest gesponsert heben. Das nennt man in Athen eine Liturgie! Da wir die höchsten Staatsämter ausfüllen, wissen wir auch immer, wo es was zu verdienen gibt. Da kann man dann schnell investieren und Land oder Vorräte aufkaufen. Als Athen belagert wurde, wusste ich schon bald, was Sache ist und ich habe 1000 Fass Getreide aufgekauft. Während der Belagerung habe ich es dann für viel Geld, mehr als das 50fache verkauft. Von dem Gewinn habe ich meinem Sohn bei den Wahlen ein Amt gekauft. Er ist jetzt auch Stratege. Das heißt er ist im Krieg Anführer einer Truppe von uns. Mein Sohn Kleitos kommandiert ein Geschwader von 50 Schiffen im Schwarzen Meer, damit der Nachschub an Getreide während des Krieges gesichert wird. Das ist ein ruhiger Job.
Um Vollbürger zu sein, muss man auch militärisch einsetzbar sein. Wer nicht kämpft für seine Heimatstadt, darf auch nicht mitbestimmen. Der Sohn von meinem Nachbarn ist Krüppel. so jemand kann natürlich nicht kämpfen und darf deshalb nicht mitbestimmen. Er ist kein Vollbürger. Auch die Fremden aus anderen Städten dürfen nicht mitbestimmen. Wer keine Athener Mutter hat, ist kein Vollbürger. Wir haben diese Anordnung mit der Mutter getroffen, weil man da alles nachprüfen kann. Bei den Vätern kann man ja behaupten, was man will.
Alle, die kämpfen können, haben eine Aufgabe im Staat. Je nachdem, was man sich an Waffen leisten kann, hat man höhere oder niedere Aufgaben. Ich zahle für drei Schiffe, was mich viel Geld für den Bau gekostet hat. Die Armen haben kein Geld für Waffen, geschweige für ein Pferd oder Schiff. Aber seit Neuestem kämpfen sie als Ruderer auf den Schiffen mit. deswegen haben wir ihnen erklaubt bei den Volksabstimmungen mitzumachen. Auch bei den Gerichtsprozessen dürfen sie Geschworene sein. Dafür bekommen sie sogar ein bisschen Geld. Das heißt Diäten. Wenn man eine Abstimmung gewinnen will, kann man den Stadtvierteln etwas spenden. Dann wird man meisten gewählt. Nur den Job als oberster Heerführer kann man sich nicht kaufen. Wenn wir da eine Lusche haben, ist der Feldzug für uns Vollbürger viel zu gefährlich. Wenn der was Dummes anordnet und wir verlieren die Schlacht, werden viel von uns getötet. Deshalb wird hier der beste Stratege gewählt. Vielleicht wird das mal mein Sohn!
 
unser Team Max bei der Arbeit  Friedi beim Prospekte anschleppen  

und Susi beim Tippen

unsere Quellen:

Reiseführer Polyglott Athen

Schulbuch

Klassenweb Athen Material