Wahlkampf 1932 - die Situation 1932

Seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise gewinnen die Nationalsozialisten an Stimmen. Sie beherrschen mit ihren Straßenkämpfern von der SA die Wahlkämpfe. Die NSDAP hat, seit 1931 Hitler die deutsche Staatsanghörigkeit bekam, dieses als Kandidaten zur Präsidentschaft aufgestellt. Die bürgerliche Rechte hat bei allen Wahlen seit 1930 verloren. Sie hat keine Chance, sich gegen Hitler zu behaupten. Dieser wurde sogar von den radikaleren rechten Bürgern durch die Aufnahme in die Harzburger Front gesellschaftlich anerkannt. Die einzige Chance Hitler als Präsident zu verhindern wird von der demokratischen Mitte und von gemäßigte Rechte um Kanzler Brüning in einer Wiederkandidatur des alten Reichspräsidenten Hindenburg gesehen. Der alte Mann, noch nie Demokrat, noch nie ein Freund des Katholizismus und der Arbeiterschaft soll hier alle integrieren, nur um Hitler zu verhindern. Er kandidiert hier praktisch als Vertreter der, die er bisher verachtet hat gegen diejenigen, die ihn 1925 unterstützt haben und deren Ziele er teilt. Ein Wahlkampf mit schwierigen fronten.

 

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