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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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Der Deutsche Herbst 1977 Mit der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch das RAF- Kommando Siegfried Hausner" in Köln begann ab dem 5.September 1977 der Deutsche Herbst". Ziel dieser Aktion war die Freilassung elf RAF- Gefangener aus dem Gefängnis : Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe, Verena Becker, Werner Hoppe, Karl-Heinz Dwello, Hanna Krabbe, Bernd Rössner, Ingrid Schubert, Irmgard Möller und Günter Sonnenberg.Die Bundesregierung verhängte daraufhin sofort eine Informationssperre gegenüber der Presse. Zugleich wird am 7. September eine Kontaktsperre über 72 Gefangene verhängt, obwohl das Gesetz erst über einen Monat später legalisiert wird. Vom Inhalt sieht es eine vollständige Isolierung der RAF- Gefangenen von der Außenwelt vor. Die Gefangenen dürfen weder Zeitungen, noch Fernsehen, noch Radio und besonders keine Besuche von Anwälten oder anderen Personen erhalten. Die Bundesregierung richtet Krisenstäbe ein. Diese beraten mehrfach am Tag. Unter ihnen: Bundeskanzler Schmidt, Bundesinnenminister Maihofer Justizminister Vogel, Außenminister Genscher, Staatssekretär, Staatsminister, Regierungssprecher etc. (Regierung) Der Große Krisenstab" tagt zweimal wöchentlich, ihm gehören neben den obengenannten an: Brandt, Kohl, Strauß, Wehner, Mischnik, Zimmermann (Alle Parteien vertreten). Die Presse hält sich weitgehend an die Nachrichtensperre. Die Regierung erklärt sich nicht dazu bereit auf die Forderungen der Roten Armee Fraktion einzugehen. "Mit Terroristen wird nicht vehandelt!" Daraufhin wird am 13. Oktober 1977 ein Lufthansa-Jet über dem Mittelmeer von der palästinensischen Kommandoeinheit Martyr Halimeh" entführt. Zwei Männer und zwei Frauen fordern: Freilassung der 11 politischen Gefangenen. An Bord der Landshut" befinden sich deutsche Mallorca-Urlauber. Der Flugkapitän wird im weiteren Verlauf der Geiselnahme in Aden im Südjemen ermordet. Am 18. Oktober kommt es schließlich zu einer Beendigung der Flugzeugentführung durch den Sturmangriff eines GSG-9 Kommandos auf die Lufthansamaschine in Mogadischu in Somalia. Nur eine 22-jährige Terroristin von den ursprünglich vier Tätern überlebt den Angriff schwer verletzt. Am nächsten Morgen wurden die sich in staatlicher Verfügungsgewalt befindlichen RAF-Gefangenen Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ennslin tot und Irmgard Möller lebensgefährlich verletzt in ihren Zellen aufgefunden. Trotz der Kontaktsperre und der Pressesperre mussten die Terroristen auf ungeklärte Weise vom Scheitern der Flugzeugentführung erfahren haben und nahmen sich nach Absprache das Leben. Die Selbstmorde ließen sie wie Mord aussehen, so dass in der Szene Zweifel am Selbstmord geschürt wurden. Am Abend des 18. fand man schließlich aufgrund eines anonymen Anrufes die Leiche von Hanns Schleyer im Kofferraum eines Audi 100 in Mülhausen, Frankreich. Damit war der Befreiungsversuch der Gefangenen durch die freien Terroristen gescheitert. Folgen des Deutschen Herbstes" damals :
Folgen des Deutschen Herbstes" bis heute:
Literatur dazu: S. Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex Schülerprodukt: Mark T. |