| Die Stadt Rom, die
Dörfer im Umland und die Colonien haben römisches Bürgerrecht,
dort leben Römer. Wenn diese Bewohner nach Rom gehen, haben
sie dort Stimmrecht.
In Kriegen haben die Römer die anderen
Latinerstädte unterworfen und zur Heeresfolge verpflichtet.
Gemeinsam mit den Latinern haben die Römer
andere Nachbarstädte anderer Völker in Italien unterworfen und zur
Heeresfolge verpflichtet.
Gemeinsam mit den Latinern und den anderen
Völkern haben die Römer die Griechen im Süden und die Gallier im
Norden unterworfen und zur Heeresfolge verpflichtet.
Mit allen Unterworfenen schlossen die
Römer einzelne Verträge. Die unterworfenen Gemeinden/Städte
wurden zu Verbündeten (=sozii).
Alle Verbündeten bleiben frei und
unabhängig. Sie müssen aber im Kriegsfall Rom Heeresfolge leisten.
Aber Rom hilft auch seinen Socii, wenn dies bedroht sind! Das System
hilft beiden.
Lehnt sich ein Verbündeter auf, wird er
niedergeworfen, die Bevölkerung als Sklaven verkauft und das Land
an die Römer und die treuen Socii verteilt. Diese helfen zu Rom,
weil sie Beute erhoffen. Auf dem Grund werden dann Römer
angesiedelt! Das nennt man eine Colonie. Die dort Angesiedelten
behalten in Rom Bürgerrecht. Müssen zu Versammlungen dorthin
reisen!
Gemeinsam mit allen Verbündeten wehren die
Römer die Karthager ab und gründen auf dem eroberten Land
Provinzen, die den Römer direkt untertan sind. Mit
den Einnahmen aus den Provinzen werden die Abgaben und Steuern in
Rom selbst gesenkt und ab 133 v.C. fast aufgehoben. Das erweckt den
Neid der Socii. Die Bewohner dort wollen auch Römer werden und
kämpfen ab 92 dafür das Bürgerrecht Roms zu bekommen. Nach diesem
Krieg sind alle Bewohner Italiens gleich gestellt und gelten als
Römer. Aus dem Bündnissystem der Römer ist ein einheitlicher
Staat geworden, in dem die Bewohner Italiens den restlichen
Mittelmeerraum beherrschen und ausplündern. Erst
mit den Kaisern nach 70 n.C. bekommen die Provinzen gleiche Rechte
wie die Bewohner Italiens. Die ausgebeuteten Provinzen blühen auf,
es entstehen neue Römerstädte. Alle Bewohner des Reiches sind
gleich. Manche Kaiser sind gar keine "Römer" mehr,
sondern sind aus den Provinzen. Durch die Kaiser entsteht ein
einheitlicher Kultur- und Wirtschaftsraum. In diesem
"Weltreich" entwickeln sich neben Rom neue Zentren. Ab 320
verliert Rom an Einwohnern und Bedeutung. Das Reich wird von anderen
Städten aus regiert. 396 wird das Reich geteilt. Ostrom wird von
Konstantinopel aus regiert, das Westreich von Mailand oder Ravenna
aus! |