| bis 1500 |
Vorkoloniales Malaya
Die malaiische Halbinsel wurde zu einem großen Handelszentrum in
Südostasien, als der Handel zwischen China und Indien zu florieren begann.
Damals begann in der Straße von Malakka ein reges Treiben. Die ersten
malaiischen Königreiche entstanden durch Häfen, die im 10. Jahrhundert
gegründet worden waren. Sie waren Stationen des Handels. Chinesische
Auswanderer siedelten dort neben indischen und arbaischen Händlern. Der
Islam kam im 14. Jahrhundert in Terengganu an. Im frühen 15. Jahrhundert
wurde das Sultanat von Malakka gegründet. |
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| ab 1500 |
Koloniales Malaya
Als erste Europäer richteten die Portugiesen Handelsstützpunkte ein.
Zentrum wurde Malakka. Die Portugiesen verloren ihre Vorherrschaft über die
Malayahalbinsel an die Holländer. Diese eroberten die portugiesischen
Niederlassungen und errichteten ein eigenes Kolonialreich, das seinerseits
von den Engländern übernommen wurde, als Holland unter der Herrschaft
Napoleons in Europa stand. Dies nützten die Engländer aus und nahmen Malaya,
Nordborneo und zeitweise Java unter ihre Herrschaft. |

Portugiesische Festung A Famosa in Malacca

holländische Kirch in Malacca |
| 1826 |
Die britische Kronkolonie Straits Settlements wurde im Jahre
1826 gegründet und England gewann schrittweise die Kontrolle über den Rest
der Halbinsel. Zu den Straits Settlements gehörten Penang, Pankor, Singapur
und Malakka. Penang war im Jahre 1786 durch Kapitän Francis Light gegründet
worden und diente als Militär- und Handelsbasis. In seiner Bedeutung wurde
es bald von Singapur überholt, das im Jahre 1819 durch Sir Stamford Raffles
gegründet wurde. Malakka war nach dem englisch-niederländischen Vertrag von
1824 endgültig in britischem Besitz. Die Kolonie wurde durch die Britische
Ostindien-Kompagnie regiert. Zur etwa gleichen Zeit wurde die britische
Politik gegenüber den malaiischen Staaten immer aggressiver. Innerhalb von
wenigen Jahren kamen mehrere malaiische Staaten an der Westküste der
Halbinsel unter britische Kontrolle. Auf Betreiben der Händler, die in den
Kronkolonien saßen, mischte sich die Regierung in die Angelegenheiten der
zinnproduzierenden Staaten ein. Gleichzeitig hatte die britische
Kolonialmacht Bürgerkriege und Störungen durch chinesische
Geheimgesellschaften zu befrieden. Die Briten führten mit ihrer Militärmacht
eine friedliche Lösung herbei, die die Händler bevorzugten. Mit dem Vertrag
von Pangkor im Jahre 1874 wurde der Weg frei für die britische Herrschaft.
1896 wurden die vier Sultanate Pahang, Selangor, Perak und Negeri Sembilan
zu den Föderierten Malaiischen Staaten zusammengefasst, die dem Kommissar
von Singapur unterstanden. Dieser war auch der Gouverneur der Straits
Settlements. Dieser Gouverneur wiederum unterstand dem Kolonialamt in
London. |

Grüdung der Engländer KL als Zinnmienenstadt |
| ab 1942 |
Der Weg in die Unabhängigkeit
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das heutige Malaysia durch Japan
besetzt. In dieser Zeit wuchs die Unterstützung für die Unabhängigkeit des
Landes von der europäischen Kolonialmacht. Die englischen Pläne, eine
malaiische Union zu gründen, wurden von vielen Malaien abgelehnt. Sie
verlangten ein System, welches die Wünsche der Malaien stärker
berücksichtigte, Singapur ausschloss und für die Immigranten nur eine
Staatsbürgerschaft vorsah. Die Unabhängigkeit wurde im Jahre 1957 nach einem
jahrelangen Guerillakrieg in den Urwäldern der Halbinsel unter dem
Namen Föderation Malaya erlangt.
Am 16. September 1963 wurde eine neue Föderation unter dem Namen
Malaysia gegründet, welche die Föderation Malaya, die britische
Kronkolonie Singapur sowie die Protektorate Nordborneo (heute Sabah) und
Sarawak umfasste. Die frühen Jahre waren durch territoriale Ansprüche der
Nachbarn bestimmt, insbesondere durch die von Indonesien veranlasste
Konfrontasi, sowie durch das Ausscheiden Singapurs aus der Föderation im
Jahre 1965.
Das unabhängige Malaysia ist von ethnischen Konflikte geprägt, die im
Hintergrund von Bedeutung sind. Malaysia wird von einer malayischen
Mehrheit mit Grundeigentum regiert, die Wirtschaft wird von Chinesen
dominiert, der Handel von Indern. Die Chinesische Minderheit wird in
staatlichen Programmen benachteiligt. Singapur hat sich deshalb für
unabhängig erklärt. Dort bilden die Chinesen die Mehrheit. Der
wirtschaftliche Aufschwung seit 1995 und die sehr junge Bevölkerung
(Durchschnitt 25 Jahre) drängen diese Problem mehr und mehr in den
Hintergrund. Heute ist Malaysia eine der aufstrebenden Tigerstaaten Asiens,
die am Sprung sind, selbst eine wirtschaftliche Führungsrolle zu übernehmen.
Kuala Lumpur ist für islamische Geldanlagen ein wichtiges Zentrum. Das Geld
fließt in die reichen Bodenschätze und die aufstrebende Industrie. Vor allem
die Nachbarschaft zum Handelszentrum Singapur, die Banken Kuala Lumpurs, die
Industrie von Penang (Butterworth) und der Tourismus (Langkawi) sorgen für
steigenden Wohlstand, der auch breiteren Bevölkerungsschichten zu gute
kommt. Es hat sich in Malaysia eine Mittelschicht herausgebildet. Der
Bildungsgrad ist erreicht westliches Niveau.

Bevölkerungsdichte Malysias => Transmigrationsprojekte Malaya nach Sarawak
und Sabah |

Japaner in Kuala Lumpur 1941 Dez

Petronas Towers in KL
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