virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

vor 3000 3000 - 800 800v. - 500n. 500 - 1500 1400 - 1789 1789-1848 1815-1914 1890-1914 1914-1918 1918-1939 1939-1945 1945 - 1990 seit 1990
Frühgeschichte Hochkulturen Antike Mittelalter Aufklärung-Absolutismus Revolutionen Nationalstaaten Imperialismus Weltkrieg I Zwischen den Weltkriegen Weltkrieg II Kalter Krieg Gegenwart
                         

Startseite

Impressum Unterrichtsmaterial Sitemap Arbeitstechniken Didaktik m@scholl online       Deutschland Europa Amerika Asien Afrika

 

Amphitheater - Arenen der Römer

Geschichtsunterricht 6.Klasse

Fotos: eine römische Stadt? - typisch römisch!

 
Wohnhäuser mit mehreren Etagen - Insulae - Ostia Villen mit einem Atrium als Mittelpunkt - Pompeji Ein Forum (Pompeji) als Stadtzentrum - Marktplatz und Versammlungsplatz Tempel mit einem Aufgang von vorne - kein Umgang - Pompeji Öffentliche Brunnen, die durch Wasserleitungen (Aquaedukte) versorgt werden - Pompeji gepflasterte Straßen mit Fußgängerüberwegen aus Steinen - Pompeji Überlandstraßen - alle von Rom ausgehend - Via Appia Amphitheater für Gladiatorenkämpfe
öffentliche Toiletten mit Wasserspülung - aber ohne Trennwand in Ostia Reiterstandbilder aus der Kaiserzeit - Rom Tempel in Rom am Forum Torbogen um Feldherren zu ehren Rom öffentliche Badeanstalten mit mehreren Badebecken - Herculaneum Geschäfte in Herculaneum, die Flüssigkeiten in Amphoren lagerten - Herculaneum Mühlen für Getreide, um Mehl für die Bäcker zu mahlen Fensterläden an den Häusern - hier in Oplontis

 

Erste Stunde: Eine Unterrichtsstunde Geschichte der Klasse 6c! Fotos und Rekonstruktionen römischer Städte. Merkmale einer römischen Stadt! Bilder mit Beamer! Was bleibt oder müsste davon bis in unsere Zeit erhalten bleiben? Was müsste man eigentlich heute noch aus der Luft sehen! Amphitheater (100 bis 200 Meter lang!!) ==> Suche nach römischen Städten im Geschichtsatlas (Zweierteam nach röm. Provinzen). Suche dieser Städte mit GoogleEarth, Suche nach dem Amphitheater der Stadt! Eine Liste aller römischen Amphitheater findet man bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Amphitheater). Suche im Internet nach Fotos dieser Theater! Zweite Stunde: Kurze Beschreibung der Stadtgeschichte! Quellen: Reiseprospekte, aus Reiseführer und das Internet. Dritte Stunde: Was haben die Römer in einem Amphitheater gemacht? Geschichte der Gladiatoren. Unterschiede Gladiatorenkämpfe, Tierhatzen, Hinrichtungen! Unterschiede: Theater, circus, Arena.  (Hausaufgabe rund um die Arena und Gladiatoren: kurzer "Erlebnis"-Aufsatz in Ich-Form, um das Kopieren von Texten zu erschweren). Die besten Ergebnisse werden hier im Virtuellen Geschichtsheft veröffentlicht. Da bei den Recherchen andauernd unbekannte Ausdrücke auftauchten, erstellt die Klasse dafür auf dem Virtuelle-Hefte-Server ein Lexikon zur römischen Geschichte (4. Stunde). Der Alltag der Römer (5,Stunde) kann auch hier in einem virtuellen Museum besucht werden. (gemacht von der 6b am LSG 2001!) Außerdem musste im Rahmen des Deutschunterrichts (wie schreibt man so einen Aufsatz?) eine Erlebniserzählung geschrieben. "Mein Erlebnis in der Arena" (s. Hausaufgabe oben) Die Grundlage dazu sind die Informationen als dem Geschichtsbuch und aus Wikipedia.

Amphitheater sind "doppelte" Theater, zwei Halbtheater werden zu einem Rund zusammengebaut. Der Bau ist entweder ein Hochbau oder ein in die Erde versenktes Rund. Die Zuschauer sind um die Arena (=Kampffläche, Freifläche in der Mitte) angeordnet. Diese Theater waren für Wettkämpfe zwischen Gladiatoren bestimmt.

Italien - Spanien - Frankreich - Tunesien - Algerien - Libyen - Israel - Deutschland - England - Kroatien - Albanien - Österreich - Ungarn

Alle Amphitheater, die bei Wikipedia gelistet sind - angezeigt in Google maps - die neue Suchmöglichkeit - im Original findet man die Seite hier - Google möchte uns den Screenshot/die Screenshots verzeihen

 

 

 

Die Satellitenfotos stammen von Google-Earth, Die anderen Fotos sind aus den Wikimedia-Commons. Alle anderen Fotos werden mit Kopierquelle angegeben.

 

Rom 1
Kolosseum

 

Rom 2
Ludus Magnus

 

 

Rom 3

Amphi-theatrum Castrense

 

Dieses Amphitheater aus der Severerzeit 210-242 war in der Nähe der Privatvilla des Septimus Severus und mit dieser verbunden. Es war wahrscheinlich eine Privatarena des Kaisers für den Hofstaat. Später wurde dieses Amphitheater als Teil der Stadtmauer von Kaiser Aurelian verwendet und war nicht mehr in Gebrauch.

 

Das älteste Amphitheater in Rom wurde 59 v.C. von Gaius Scribonius Curio aus Holz erbaut. Das erste Steinamphitheater wurde 30 v.C. von Octavian eingeweiht. Das berühmteste Amphitheater, das Colosseum wurde unter Kaiser Vespasian begonnen.
Das große Amphitheater Vespasians 
Das berühmte Amphitheater in Rom wurde erst im Mittelalter als Colosseum bekannt. Die Römer benutzten diesen Namen  nicht. Kaiser Vespasian wollte mit diesem Bau die neue Größe der Stadt Rom dokumentieren und ins Bewusstsein der Römer impfen, nachdem unter Nero ein Teil der Stadt niedergebrannt war. Vespasian ließ das Amphitheater in direkter Nachbarschaft zum Forum, zum Palast des Nero und zum Palatin auf sumpfigen Gebiet bauen. Damit wurde im Stadtzentrum die letzte freie Fläche trocken gelegt und genutzt. 
Damit das Regenwasser aus dem Stadion abfließen konnte, wurden eine Abwasserleitung zum Tiber gebaut. Rohre aus Blei brachten auch Trinkwasser ins Amphitheater. Mehrere Zisternen sammelten das Frischwasser. Wegen dieser Wasserleitungen ist bis heute umstritten, ob das Colosseum geflutet werden konnte, um dort Seeschlachten aufzuführen. Für das Fundament rissen die Baumeister einen Teil von Neros Palastgärten ab. 
Ca. 400 000 Kubikmeter Material mussten herbeigeschafft werden. Dazu änderten man die Verkehrsvorschriften in Rom, die Cäsar erlassen hatte. Cäsar hatte den Warentransport am Tag auf den engen Straßen Roms verboten, um das Verkehrschaos in der Stadt zu verringern. Waren durften seitdem nur noch nachts nach und in Rom transportiert werden. Diese Vorschrift wurde nun für die Zeit der Errichtung des Colosseums außer Kraft gesetzt. Für den Bau verwendete man Kalk aus gehärtetem Travertin, Beton, Mörtel und Ziegelstein.
Nach der Fertigstellung des Fundaments wurde der Zuschauerbereich errichtet. Die Zuschauerränge wurden durch zahlreiche Arkaden getragen, wobei 80 Arkaden die Außenfassade bildeten. Eine Umfassungsmauer grenzte den Zuschauerraum von der Arena ab. Hierin befanden sich 36 Gewölbenischen, in denen die Aufzüge endeten, die aus dem Keller Tiere und Gladiatoren in die Arena transportierten. Diese Einbauten wurden erst unter Kaiser Domitian hinzugefügt.
Der zunächst hölzerne Boden der Arena wurde von mehreren Mauern des Untergeschosses getragen. Hinter den unteren Arkaden befanden sich zwei Umgänge, die um den Zuschauerraum herumführten. Ein Stockwerk höher führte ein Umgang. Von diesen Gängen führten Treppen in den Zuschauerraum. Die Treppen waren sehr steil. Hier drängten sich die Zuschauer, und es kam hier immer wieder zu Unfällen. Die Eingänge zum Zuschauerraum (cavea) wurden durch hölzerne Balustraden, die verschiedene Ornamente zeigten, geschmückt. Jeder Rang hatte seinen eigenen Eingang.
Die Wände des Colosseums waren mit leuchtend bunten Farben angestrichen, von denen sich aber nur noch Reste fanden. 
Die Zuschauer saßen auf Steinstufen. Einzelsitze gab es nur für die ranghöchsten Mitglieder der römischen Gesellschaft. Der Kaiser und sein Gefolge saßen in einer eigenen Logen. Die gesellschaftliche Stellung der Zuschauer bestimmte deren Sitzplätze in der Arena. Dicht an der Arena, dem “podium” saßen die Vertreter der Senatsaristokratie, der Kaiser und dessen Familienangehörige. Sie hatten Zugang zu eigenen Garderoben und Toiletten. Der zweite Rang ( maeniarium primum) war für die Angehörigen des Ritterstandes reserviert. Der dritte und vierte Rang war den römischen Bürgern vorbehalten. Ganz oben, auf hölzernen Stufen saßen die Mittellosen der Stadt. Durch die Neigung der Zuschauerränge hatten aber alle Besucher eine freie Sicht auf das Geschehen in der Arena.
Der Zuschauerraum und seine Ränge wurden in verschiedene Blöcke unterteilt. Die Sitzplätze waren nummeriert, und der Zuschauer bekam einen bestimmten Platz zugewiesen. 
Wie viele Zuschauer das Colosseum aufnehmen konnte, ist umstritten, weil historische Quellen dazu fehlen. Schätzungen der Zuschauerzahlen schwanken zwischen 50 000 bis 80 000.
Die Zuschauer betraten das Amphitheater durch 80 Eingänge. Die vier Eingänge an der Längs- und Querachse waren für das normale Publikum nicht zugänglich. Das Tor an der Südseite der Querachse ist nicht erhalten geblieben. Es war dem Kaiser und seinem Gefolge vorbehalten. Gegenüber betraten die Beamten das Amphitheater. Die porta triumphalis im Westen war der Eingang für die Gladiatoren. Gegenüber befindet sich die porta libitinensis, der Ausgang für die getöteten Gladiatoren.
Die Zuschauer in Rom genossen einen besonderen Luxus im Stadion. Ein Sonnensegel schützte die Besucher vor der sengenden Sonne. Unklar ist die Technik, wie das Segel aufgespannt wurde. Für die Funktion des Segels waren bis zu 1000 römische Matrosen verantwortlich. Die wichtigste Beschreibung des Colosseums aus alter Zeit stammt von Martial.
Die umgebende Fläche des Colosseums war gepflastert, und 80 Steinpfosten umringten das Amphitheater. Es ist nicht bekannt, ob diese Pfosten Halterungen für Begrenzungszäune oder Tore waren.
Das Colosseum wurde mehrfach durch Brände schwer beschädigt. Zur Zeit Antonius Pius brannte der Arenaboden und der hölzerne oberste Rang ab. 217 verursachte ein Blitzschlag einen weiteren Großbrand. So musste u.a. ein Viertel des Zuschauerrings erneuert werden. Dabei wurde auch das Untergeschoss erheblich zerstört. Nach dessen Rekonstruktion wurden neue Aufzüge für die Arena gebaut.
Als Kaiser Konstantin 330 die Hauptstadt des Römischen Reiches offiziell nach Konstantinopel verlegte, bedeutete es den Niedergang der Stadt Rom. Mit Kaiser Konstantin beginnt die Christianisierung des Römischen Reichs. Konstantin gibt den Christen Gleichberechtigung. Kaiser Theodosius macht das Christentum zur Staatsreligion. Damit einher ging der Niedergang der Bedeutung der Gladiatorenkämpfe, die von den Christen, die früher bei Christenverfolgungen selbst Opfer waren, als Barbarei abgelehnt wurden. Trotzdem verfügten die Veranstalter immer noch über ausreichend Sklaven und Kriegsgefangene, die zu Gladiatoren ausgebildet wurden. Außerdem gab es weiterhin zahlreiche Freiwillige, die in der Arena kämpfen wollten. Ab 400 begann der endgültige Niedergang des Colosseum. Die Bevölkerung Roms verringerte sich in dieser Zeit dramatisch. Die Belagerung und Eroberung Roms durch die Wandalen halbierte fast die Bevölkerungszahl. 
443 zerstörte ein Erdbeben den oberen Zuschauerrang. Das einstürzende Mauerwerk beschädigte dabei den Arenaboden und zahlreiche Wasserleitungen.
Trotzdem fanden manchmal in dem schwerbeschädigtem Colosseum noch Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen statt. Während dieser Zeit begann die Plünderung der Arena. Material des Colosseum wurde geraubt und für den Bau anderer Gebäude verwendet. Offizielle Stellen scheuten sich ebenfalls nicht, das Colosseum als Steinbruch zu benutzen.
523 fand die letzte Veranstaltung im Colosseum statt. Rom hatte in Folge der Kriege gegen die Goten fast 98 % der Bevölkerung verloren gegenüber der Blütezeit verloren (20000 gegen 1 Million). Als die Menschen nach dem Ende dieser Wirren in die Stadt zurückkehrten, benötigten sie für den Wiederaufbau der Stadt Baumaterial. Das Colosseum diente wieder als Steinbruch.
Der Arenaboden war inzwischen mit Sand zugeschüttet worden. In den Gängen des Colosseums entstanden Wohnungen und Stallungen. Der Innenraum wurde zum Marktplatz umfunktioniert. Eine Straße führte quer durch das Colosseum und mehrere Zufahrten wurden ins Innere geschaffen.
1349 erschütterte ein weiteres Erdbeben das Colosseum. Obwohl der Papst offiziell ein Verbot erlassen hatte, das Colosseum als Steinbruch zu verwenden, gingen die Plünderungen weiter. (Für die Päpste war die Arena als Sterbeort vieler Christen heiliger Boden, der den Tod der Märtyrer gesehen hatte). 
Erst ab 1743 begannen endlich die ersten Restaurierungsarbeiten. Man reparierte das Colosseum, soweit es technisch möglich war. Stützmauern wurden errichtet, um den Einsturz der Arena zu verhindern. Im 19. Jahrhundert begannen Archäologen mit Ausgrabungen. Heute ist das Colosseum Symbol für das Alte Rom und Wahrzeichen des heutigen Roms.

 


Schnitt durch das Colosseum


Quelle: Uni Erfurt

Blick vom Forum auf das Colosseum

Stadtplan der Antike: Vgl. mit dem Modell!

Quelle:
http://www.teachersparadise.com/

Im Gegensatz zum Amphitheater steht der Circus (=Kreisbahn). Hier wurden bereits seit der Frühzeit der Römer Rennen zwischen Streitwagen ausgetragen.

Der römische Circus Maximus südlich des Palatin. (rechts) Die Kaiser hatten direkte Sicht von ihren Palästen auf die Rennbahn.
links: die Rennbahn des Domitian

Wiederholung: Theater und Stadien der Griechen zum Vergleich: Was geschah hier?
Epidauros Segesta Athen
Delphi Olympia Delphi

 

 

 

 

 


Das Theater wurde etwa im Jahr 30 n. Chr. errichtet und lag damals außerhalb der römischen Stadtmauer Veronas. In römischer Zeit fasste die Arena über 30.000 Zuschauer und wurde für Gladiatorenkämpfe und Wettkämpfe genutzt. Die Außenfassade war mit weißem und rosa Kalkstein verkleidet. Nach einem Erdbeben im Jahr 1117, bei dem der größte Teil des Außenrings zerstört wurde, diente die Arena als Steinbruch für die wachsende mittelalterliche Stadt. Heute sind nur noch 4 Bögen des ehemals die Arena vollständig umfassenden Außenrings erhalten. 
In der Renaissance gab es Bestrebungen, das Bauwerk wieder als Theater zu nutzen. Dies geschieht aber erst seit 1913 wieder regelmäßig. Am 10. August 1913 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi die Oper Aida aufgeführt. Aufgrund der hervorragenden Akustik konnte sich die Arena schnell als Konzertstätte etablieren. Heute finden vor allem in den Monaten Juni, Juli und August Opernaufführungen und Rock-Konzerte statt.   (aus wikipedia)

Verona

hier werden jedes Jahr drei Monate lang jeden Abend unter freiem Himmel Opern aufgeführt. Auf den billigen Plätzen kann man Brotzeit mitbringen und wie in der Antike einen schönen Abend feiern. Bei Regen fällt die Oper aus und man bekommt den Eintritt zurück. Fängt es das Regnen an, wenn die Ouvertüre gespielt ist, wird man nass, man schaut man in die Röhre, denn dann bekommt man kein Geld zurück.

 

Sutri

 


Ein kompletter Rundgang durch Pompeji ist hier zu finden!

Pompeji

Foto: KN

Foto: KN


Das Amphitheater wurde erbaut 80 v.C. Es fasste fast 30000 Menschen und damit mehr als Pompeji Einwohner hatte. Es war der Mittelpunkt der gesamten Umgebung. Dass hier in Campanien der Ursprung der Gladiatorenkämpfe war, zeigen auch die vielen weiteren Amphitheater der Gegend und die berühmten Gladiatorenschulen. Unter anderem begann hier der Aufstand des Gladiatorensklaven Spartakus. Seine Truppe befreiter Sklaven wollte sich die Freiheit sichern, was nicht so einfach war. Das Römische Reich war fast überall. Und wo es nicht war, war das Land sehr arm. Von was sollten die Gladiatorensklaven leben. Sie waren keine Bauern! Also blieben sie plündernd in Italien, bis sie endgültig von Pompejius besiegt wurden. Schlacht am Vesuv.
Auf dem Fresko sind Unruhen wegen des Ausgangs von Gladiatorenkämpfen in der Stadt dargestellt. Pompeji bekam als Folge als Strafe ein Verbot 20 Jahre lang Gladiatorenkämpfe durchzuführen. Die Zeiten haben sich nicht geändert!
eines der größten Amphitheater im Römischen Reich. Damals waren innerhalb von 40 km drei große (mehr als 300000 Zuschauer fassende) Amphitheater Capua, Potuoli, Pompeji.

 

Neben der Arena von Pompeji findet man die Gladiatorenkaserne mit Trainingsflächen, einem Bad, Schlafräumen und einer Sanitätsstation.

Pompeji Palaestra (Kaserne) und die Arena

       
  oder das Telesia Der linke Screenshot zeigt das Amphitheater von Telesia - der rechte zeigt eine Freifläche an einem Anhang, wie ein aufgelassener Steinbruch - Auch das Foto aus den Wikimedia commons identifiziert den Ort nicht sicher.
  Catania

 

Paestum

 

Syracus


Der Bau des Amphitheater stammt aus dem 4. – 3. Jahrh. v. Chr. und ist eines der größten. Die elliptische Form hat einen äußeren Durchmesser von 140 x 119 m und einen Innendurchmesser in der Arena von 70 x 40 m; in der Mitte ist ein über zwei Kanäle versorgtes Becken angebracht, das im unteren Teil, entsprechend der lokalen Tradition, in den rohen Felsen geschlagen wurde. Die Stufen waren ursprünglich durch Steinplatten bedeckt, um der Abnutzung des Felsens, in den sie gehauen worden waren, vorzubeugen. An den äußersten Enden der Hauptachse befinden sich die zwei Eingänge, die zur Arena führten; der südliche Eingang war ursprünglich der Haupteingang. Gladiatoren und wilde Tiere für die grausamen Spektakel gelangten über einen unter den Stufen vorgesehenen Bogengang direkt in die Arena.

 

Capua

eines der größten Amphitheater im Römischen Reich. Damals waren innerhalb von 40 km drei große (mehr als 300000 Zuschauer fassende) Amphitheater Capua, Potuoli, Pompeji. Dass hier in Campanien der Ursprung der Gladiatorenkämpfe war, zeigen auch die vielen weiteren Amphitheater der Gegend und die berühmten Gladiatorenschulen. Unter anderem begann hier der Aufstand des Gladiatorensklaven Spartacus (Geschichte links), der beinahe Rom besiegte.

 

 

Der Aufstand der Gladiatorensklaven unter Spartacus

In der Gladiatorenschule von Capua (nördlich vom Vesuv) begann im Jahre 74 v. Chr. eine Verschwörung, an der etwa 200 Sklaven beteiligt waren. Da ihr Vorhaben entdeckt wurde, konnten nur 70 Sklaven entkommen. 

Die Aufständischen verschanzten sich im schwer zugänglichen Massiv des Monte Somma (Vesuv). An der Spitze dieser Sklavenschar stand Spartacus mit seinen Gehilfen Krixos und Oinomaos. Die kleine Gladiatorenschar überfiel die großen Landgüter. Die Aufständischen hatten ständig Zulauf durch andere entflohene Gladiatoren und Feldsklaven von den Landgütern. Die innen- und außenpolitische Lage der römischen Republik war damals ziemlich gespannt. In Kleinasien waren die Römer in einen schwierigen Krieg gegen den König von Pontos verwickelt, im Mittelmeer hatten sie gegen die Piraten zu kämpfen, und in Etrurien brach ein Aufstand der dortigen Bevölkerung  aus, deren Ländereien den Veteranen der römischen Armee zugewiesen worden waren.

Die aufständischen Sklaven wurden zunächst wenig behindert, da die römischen Magistrate die Bedeutung des Sklavenaufstands in Kampanien unterschätzten. Im Herbst und Winter 74/73 v.Chr. konnte Spartacus Kräfte sammeln, sie organisieren und bewaffnen. Erst im Jahre 73 v.Chr. erkannte der römische Senat die Größe der Gefahr und beauftragte eine 3 000 Mann starke Abteilung unter dem Oberbefehl des Proprätors Gaius Claudius Glaber, die Aufständischen, die sich im Vesuv festgesetzt hatten, zu vernichten.  Spartacus aber, der „lieber durch das Eisen als Hungers sterben wollte" (Sallust), fasste den kühnen Entschluss den Feind überraschend anzugreifen. Die Römer. wurden trotz ihrer Überlegenheit von der zahlenmäßig schwachen Schar der Sklaven in die Flucht geschlagen. Die Aufständischen eroberten das römische Lager und erbeuteten viele Waffen. Dieser Sieg hatte Folgen: Sklaven, aber auch verarmte italische Bauern strömten der Schar des Spartacus in Massen zu, so dass sie rasch bis auf 10 000 Mann anwuchs. In kurzer Zeit war ganz Kampanien in den Händen der Aufständischen.

Im Herbst des Jahres 73 v. Chr. sandte der römische Senat eine starke Abteilung unter dem Oberbefehl des Prätors Publius Varinius gegen Spartacus, um die in Süditalien zur Küste des Adriatischen Meeres ziehende Sklavenarmee aufzuhalten. Die Römer wurde aber, da zersplittert, geschlagen. Die verarmte Bauernschaft Süditaliens schloss sich teilweise den Aufständischen an. Apulien, Lukanien, Kalabrien und Bruttium wurden vom Aufstand erfasst. Das Zahl  der aufständischen Sklaven wuchs nach einigen Angaben bis auf 60 000 Mann (Eutrop), nach anderen sogar bis auf 120 000 (Appian). Plutarch schrieb, Spartacus sei zu jener Zeit „mächtig und furchtbar" gewesen. Allerdings war eine solche Zahl nicht zu versorgen. Spartacus war zwar ein Kämpfer, konnte aber die Logistik für seine Truppen nicht organisieren. Er musste aus der Falle Italien heraus:

Der Feldzug der Sklavenarmee nach Norden
Es musste entschieden werden, welche Ziele weiter verfolgt werden sollten. Darüber zeigten sich bei den Führern des Aufstands Meinungsverschiedenheiten. Spartacus wollte die Sklaven aus Italien herausführen und ihnen die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen. Er verzichtete bewusst auf einen Feldzug gegen Rom. Krixos dagegen vertrat die Interessen der „Freigeborenen vom Lande", der Mitläufer und der Süditaliker, deren Hauptziel die Lösung der Agrarfrage (Verteilung des Bodens an verarmte Bauern). Er bestand darauf, gegen Rom zu ziehen, was aber militärisch kaum möglich war. So kam es in den Reihen der Aufständischen zur Spaltung. Spartacus zog 72 v.Chr. mit den Hauptkräften nach dem Norden Italiens, nach Gallia Cisalpina, um dann die Sklaven in ihre Heimat zu entlassen. Krixos aber blieb mit einer 10 000 Mann starken Abteilung im Süden (in Apulien).

Die Unstimmigkeiten bei den Aufständischen begünstigten das Vorgehen der Römer. Im Jahre 72 v. Chr. wurden die beiden Konsuln gegen die Sklaven entsandt. Einer  Armee gelang es, die von Krixos geführte Abteilung am Mons Garganus (in Apulien) zu schlagen. Nicht so einfach konnte das gut bewaffnete Heer des Spartacus vernichtet werden. Die Waffen der Sklaven waren teils erbeutet, teils in von ihnen selbst eingerichteten Werkstätten hergestellt worden. Ihre gut organisierte Armee bestand aus Reiterei sowie aus schwerem und leichtem Fußvolk. Alle Kämpfer erhielten eine militärische Ausbildung.

Die Armee des Spartacus, die an der Adria in nördlicher Richtung zog, versetzte unterwegs den römischen Truppen einige Schläge und erfocht in der Schlacht bei Mutina einen Sieg über 2 Legionen des Statthalters der Provinz Gallia Cisalpina. Obwohl damit der Weg über die Alpen frei war, wandte sich die Sklavenarmee wieder nach Süden, vermutlich, um  Sizilien zu erreichen. Die Quellen geben keine Auskunft darüber, warum Spartacus diesen Weg einschlug. Wahrscheinlich hofften die Aufständischen, nach Sizilien übersetzen zu können, um sich mit den dortigen Sklaven zu vereinigen. Wohin sollten die meisten? Ihre Heimat war meist von den Römern erobert. Wenn dort aber die Römer herrschten, war dort keine Sicherheit. An den Tätowierungen waren alle lebenslang als entflohene Sklaven zu erkennen. Sie würden, wenn sie die Truppe des Spartacus verließen, sofort wider in der Sklaverei gesteckt oder gar getötet werden.

In Picenum standen den Sklaven die Armeen (4 Legionen) beider römischer Konsuln gegenüber. Spartacus warf seine gesamten Kräfte zuerst auf die eine, dann auf die andere konsularische Armee und schlug beide.

Der Kampf der Sklaven in Süditalien
Der Sklavenaufstand breitete sich immer weiter aus. Die Armee des Spartacus war bedeutend angewachsen; ihre Kampfkraft hatte sich erhöht. Keiner der römischen Feldherren wagte jetzt, den Kampf gegen die Aufständischen zu leiten. Endlich gewann der Senat im Herbst 72 v. Chr. den durch seinen Reichtum bekannten Prätor Marcus Licinius Crassus für diese Aufgabe. Crassus, der durch zweifelhafte Geschäfte  mit Proscripierten reich geworden war (hat billigst Land aufgekauft um todgeweihten die Flucht zu ermöglichen), strebte nach militärischem Ruhm. Er erhielt das Kommando über sechs Legionen und wurde mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet.

Die erste Abteilung des Crassus, die sich Spartacus entgegenstellte, wurde geschlagen und musste nach Lukanien abziehen. Die Kämpfe im Sommer 71 v. Chr. endeten ebenfalls mit Niederlagen der Römer. Crassus musste den Senat bitten, zu seiner Unterstützung die Armee des Pompeius aus Spanien und die des Lucullus aus Griechenland und Thrakien nach Italien zu rufen. Allerdings wollte er aber die Sklaven möglichst noch vor dem Eintreffen von Pompeius und Lucullus schlagen. Als die Hauptkräfte der Aufständischen auf der bruttischen Halbinsel konzentriert waren, beschloss Crassus, sie dort einzuschließen, was nicht gelang. Er errichtete Befestigungen quer über die Stiefelspitze Italiens.

Die kilikischen Piraten hatten ihr Versprechen, die Aufständischen nach Sizilien überzusetzen, nicht gehalten. Ein Versuch, durch Verhandlungen mit Crassus Zeit zu gewinnen, schlug fehl. Die Kampftüchtigkeit der Sklavenarmee wurde erheblich herabgesetzt, weil sich die Aufständischen erneut über die weitere Marschroute stritten. Wohin sollte man fliehen oder sollte man gar plündernd als "Räuber" in Italien bleiben und bis zum letzten Ende gegen die Römer kämpfen. Spartacus fasste jetzt den Entschluss, die von den Römern errichteten Befestigungsanlagen anzugreifen. Er wollte hierbei den Vorteil des Überraschungsmoments ausnutzen. Sie durchbrachen zwar die Linien der Römer, konnten aber die Armee nicht schlagen. Es war eine reine Flucht.

Das Ende
Spartacus wollte über den Hafen Brundisium nach Osten entkommen. Auf Grund von einigen indirekten Hinweisen in den Quellen kann man annehmen, dass ein Teil der Sklaven diesen Plan nicht billigte, sondern gegen Rom marschieren wollte. So sonderten sich über 12 000 Mann unter Gannicus und Castus von den Hauptkräften des Spartacus ab. Sie bezogen Stellung in der Nähe des Lukanischen Sees. Crassus beschloss, diese Spaltung der Aufständischen auszunutzen. Seine Armee griff überraschend an.  Wie Plutarch berichtet, fielen alle 12 300 Sklaven, die an der Schlacht teilgenommen hatten. Unweit von Brundisium wurde Spartacus gemeldet, dass dort die Armee des Lucullus eingetroffen sei. Für die Aufständischen bestand die Gefahr, von drei römischen Armeen eingeschlossen zu werden. Von Osten nahte Lucullus und von Norden Pompeius. Crassus, der von Süden herbeizog, beschloss, die Ankunft von Pompeius und Lucullus nicht abzuwarten, sondern allein zum Angriff überzugehen.

Spartacus schlug in Apulien 71 v. Chr. seine letzte Schlacht. Die Sklavenarmee hatte keine Chance gegen die überlegenen römischen Truppen. Der antike Schriftsteller Florus berichtet: „Spartacus selbst focht mit dem größten Heldenmute an der Spitze des Schlachtheeres und fiel wie ein Feldherr."

Nach der Vernichtung ihrer Hauptkräfte und nach dem Tod ihres Führers setzten einige Sklavenabteilungen den Kampf im Süden Italiens  in unorganisierter Form fort. Auch Pompeius besiegte eine letzte Sklavengruppe. Die Römer rächten sich grausam an den Sklaven. 6 000 Gefangene wurden an der Straße nach Capua gekreuzigt. Dies war die übliche Bestrafung für Aufständische.

Im Jahr danach teilten sich Ceassus - Pompeius und Caesar die Macht in der Römischen Republik. Diese wurde durch dieses erste Triumvirat (=3-Mannerherrschaft) zerstört.

Karl Marx nannte Spartacus einen wahren Vertreter des römischen Proletariats, und auch in anderen Zusammenhängen taucht immer wieder sein Name auf: Als Symbolfigur gegen Unterdrückung und Knechtschaft. Eine wirkliche Chance hatte der Aufstand nie, weil im Römischen Reich die Sklaverei als naturgegebene Sache gesehen wurde. Niemand trat für Menschenrechte oder Freiheit ein. Freiheit war immer nur die der Besitzenden. Die Armen waren zufrieden zu überleben.

 

Gladiatoren [ vom römischen ''gladius'', einem Stoßschwert] waren im antiken Rom Berufskämpfer, die in öffentlichen Schaustellungen auf Leben und Tod gegeneinander kämpften. Der Kampf der Gladiatoren gegeneinander wird als Gladiatur bezeichnet. Gladiatorenkämpfe waren Bestandteil des römischen Lebens von 264 v. Chr. bis Anfang des 5. Jahrhundert nach Chr.

zur Orientierung: Italien geographisch


haben wir uns angeschaut!! -
mit römischen Essensspezialitäten! nie mehr Fischsoße!!!
Das ist die wahre Geschichte - schöner, heldenhafter als im Buch!
Story Film:
Aus Pro 7 Filmlexikon!

"Das Römische Reich im Jahr 73 vor Christus. Unter glühender Sonne, von Peitschenhieben getrieben, schleppt der thrakische Sklave Spartacus (Kirk Douglas) Steine. Die Römer behandeln ihn wie ein Tier. Noch ist die Freiheit nur ein Traum. Erst als er an die Gladiatorenschule von Batiatus (Peter Ustinov) verkauft wird, kann der zornige Spartacus einen Aufstand anzetteln, eine Armee von 60 000 Sklaven um sich scharen und die Legionen des Feldherrn Crassus (Laurence Olivier) schlagen. Spartacus verlangt nichts weniger als die Freiheit der Sklaven! Aber Crassus, der den toleranten Senator Gracchus (Charles Laughton) übertrumpfen will, fordert ihre Vernichtung. Er versperrt Spartacus den Seeweg und entführt seine Frau Varinia (Jean Simmons). Als er die Herausgabe des Rädelsführers verlangt, springen Tausende Sklaven auf und brüllen: „Ich bin Spartacus“. In der restaurierten, farblich veredelten Fassung sind zensierte Sequenzen wieder eingefügt. Dazu gehören die „Schnecken-und-Austern-Szene“, in der sich Crassus an seinen Lieblingssklaven (Tony Curtis) heranmacht, sowie blutige Schlachtszenen und zweideutige Wortspiele des bildschönen Cäsars (John Gavin). Stanley Kubricks Drama, eine Vorlage für Ridley Scotts „Gladiator“, gewann vier Oscars: u. a. für Peter Ustinov und die Kamera."

Kabel1:
Die Geschichte des Sklavenaufstandes gegen die unmenschliche Gesellschaft Roms um 74 v. Chr. unter dem thrakischen Sklaven Spartacus. Eine Freiheitskämpfer-Saga mit melodramatischen und sentimentalen Akzenten in freier Auslegung der historischen Fakten und starker Vereinfachung der Ereignisse. Allein in der außergewöhnlichen Bildgestaltung der Massenszenen und kämpferischen Auseinandersetzungen vermittelt der Film einen Eindruck dieser ersten revolutionären Freiheitsbewegung. 1992 kam die rekonstruierte, ungekürzte Originalfassung des Films in die Kinos O.m.d.U.; bei allen dramaturgischen Schwächen und sozialgeschichtlichen Vereinfachungen offenbaren sich hier bislang unentdeckte Reize, so zum Beispiel die homoerotischen Untertöne der Fabel.

Was ist wichtig für einen Film? Aussagen 6c:

  • Duell zwischen echten Männern

  • Leiden des Helden

  • Liebe des Helden

  • ein totaler Bösewicht (auch noch schwul!? passt schon!)

  • für Männer (den Helden) schmachtende, schöne Frauen

  • Massenszenen - alle für den Helden

  • Action

  • Witze

  • "reine historische Wahrheit"????

    • gab es Gracchus zu dieser Zeit?

    • Sklaven sind Sache!

    • Austern in Rom???

    • Wo ist Pompejus?

    • Steigbügel? am Pferd?

 

 

 

Pozzuoli -
Potuoli

eines der größten Amphitheater im Römischen Reich. Damals waren innerhalb von 40 km drei große (mehr als 300000 Zuschauer fassende) Amphitheater Capua, Potuoli, Pompeji. Dass hier in Campanien der Ursprung der Gladiatorenkämpfe war zeigen auch die vielen weiteren Amphitheater der Gegend und die berühmten Gladiatorenschulen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Florenz

Marcus Valerius Martialis (Martial) wurde etwa 40 n.Chr. in Bilbilis (Nordspanien), geboren. Er besuchte eine Rhetoriker- und Grammatikerschule, dort entdeckte er sein literarisches Talent. Zwischen 63 und 64 n.Chr. ging er nach Rom und lebte dort zunächst in eher ärmlichen Verhältnissen. Anfang der 80er n. Chr. Jahre setzt die von uns nachvollziehbare literarische Produktion ein, die ungefähr bis ins Jahr 102 n.Chr. reicht. Um etwa 98 n.Chr. kehrte er in seine Heimat zurück, wo er ca. 104 n.Chr. starb. Er ist eine wichtige Quelle für Gladiatorenkämpfe.

 

Venafro

 

 

Rimini

 

Assisi

Der Film Gladiator - Inhalt
Ein ehrlicher, tapferer und nicht korrupter römischer General weigert sich, dem gewaltsam an die Macht gekommenen neuen Kaiser Ehre zu erweisen und wird deshalb zum Tode verurteilt. Er entkommt der Hinrichtung (sonst wäre es ein Kurzfilm), wird zum Sklaven, Gladiator-Star, und kehrt nach Rom zurück, um den Mord an seiner Familie durch den neuen Kaiser zu rächen. Rache ist Blutwurst. Es kommt zum Showdown! General gegen Kaiser - Guter gegen Bösewicht! Nachdem der Gute vom Bösen tödlich  im Rücken getroffen wurde, tötet der Gute den Kaiser in der Arena, und gibt das Reich mit seinem Tod an den Senat zurück. Dabei soll klar gemacht werden, dass der Senat besser ist als der Kaiser!? Das Gute siegt in Hollywood immer! Gewalt ist auch eine Lösung!

 

Lucca

Gladiatoren in den Medien
Die Faszination, die das Spiel mit dem Tod auf Menschen ausübt, hat seit dem 19. Jahrhundert dazu geführt, dass sich Literatur, Bildende Kunst und Film mit diesem Thema auseinandersetzen. Edward Bulwer-Lytton veröffentlichte 1834 seinen Roman ''Die letzten Tage von Pompeji'', in dem Gladiatorenkämpfe eine Rolle spielen. Diesem Roman folgten weitere, darunter der 1895/96 veröffentlichte Roman ''Quo vadis'' des Autors Henryk Sienkiewicz, der wenige Jahre später mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Der Film hat das Thema des Gladiatorenkampfes ebenfalls sehr früh aufgegriffen. Einer der ersten Filme, in dem Gladiatoren eine Rolle spielen ist die 1935 entstandene Romanverfilmung ''Quo vadis?''. Seine Fortsetzung fand das Thema in Klassikern wie dem Film ''Spartacus'' von Stanley Kubrick und dem mit Oscars ausgezeichneten Kassenerfolg ''Gladiator'' von 2000.

Sowohl ''Spartacus'' als auch ''Gladiator'' sind in ihrer Darstellung der Gladiatorenkämpfe nicht korrekt. Während sich der Film ''Spartacus'' darauf beschränkt, Gladiatorengattungen antreten zu lassen, die zur dargestellten Zeit noch nicht existierten, geht Ridley Scott trotz seines publizierten Anspruchs, ein authentisches Bild zu zeichnen, wesentlich weiter. Die im Film verwendeten Rüstungsteile entstammen unterschiedlichster Zeit und den Waffenarsenalen verschiedener Völker – der auf Gladiatorenwaffen spezialisierte Experte Marcus Junkelmann nennt unter anderem Wikingerhelme und Bestandteile türkischer Rüstungen; der dargestellte Kampf ist ein blutrünstiges Gemetzel und kein von Schiedsrichtern begleiteter fairer Zweikampf und die Kämpfer dürfen sich darüberhinaus mit plötzlich in der Arena erscheinenden Raubkatzen auseinandersetzen. Selbst in der Ausstattung der Kampfarena lassen sich bemerkenswerte Fehler finden: Die steinernen Säulen dienen als Wendemarken von Renngespannen und sind daher nicht im Kolosseum zu finden, sondern in den auf Rennen ausgerichteten Stadien wie beispielsweise dem Circus Maximus.

Auch in den Computerspielen kommen Gladiatoren zu ihrer Ehre:

Diese haben mit der römischen Wirklichkeit nichts zu tun!

 

 

Lecce

 

Termini Imerese Sizilien

 

Cagliari


Festspiele

 
Dieser Fund ist fraglich!! Es handelt sich um ein Theater!
Griechen-land

Korinth

Griechenland hatte mehr Theater als Amphitheater!!! Die Griechen gingen zu Theateraufführungen und nicht zu Gladiatorenkämpfen. Nur die Städte mit römischen Veteranensiedlungen hatten Amphitheater.
       

 


Chester - Deva

 

Britische Arenen

Chester

 


Caerleon - Isca 75 n.C.

 

 

 

 

Das Amphitheater wurde 131 eingeweiht. Es ist 108,1 x 46,5 m groß. Die Innenfläche der Arena ist 93,7 x 32 m. Die langovale Form, weicht von den üblichen elliptischen Grundrissen der römischen Amphitheater ab Um den zentralen Kampfplatz der Arena laufen zwei parallele Mauerringe in einem Abstand von 4,5–5,5 m, die bis zu einer Höhe von 4 m erhalten sind. Dazwischen befinden sich in regelmäßigen Abständen von 2,4–2,7 m angelegte Quermauern, die als Auflieger für hölzerne Tribüneneinbauten dienten. Die ansteigenden Zuschauerränge waren in Ständerbauweise eingefügt und boten Platz für ca. 3–4000 Menschen. Dieser Zuschauerraum, die Cavea, konnte über mehrere Zugänge betreten werden. Jeweils an den Schmalseiten im Norden und Süden befanden sich die Eingangstore. Im Ostscheitel befand sich das der Schicksalsgöttin Nemesis geweihte Nemeseum, das von der Arena aus zugänglich war. Ein unterirdischer Zugang führte unter der westlichen Cavea hindurch in die Arenenmitte. Ein unterirdisches Kanalsystem sorgte für die Entwässerung der Arena. Im Bereich des Nordtores wurde eine römische Quellfassung mit Holzrohrleitungen freigelegt. Die Arena wurde als Veranstaltungsort für die im Römischen Reich sehr beliebten Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen benutzt.

 

Österreich Virunum bei Klagenfurt

Das antike Virunum wurde als planmäßig angelegte Stadt auf dem Zollfeld zur Regierungszeit des Kaisers Claudius um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.  gegründet. Virunum war Hauptstadt der römischen Provinz Norikum und verwaltete ein Territorium im Ausmaß von einem Drittel des heutigen österreichischen Staatsgebietes. In der Blütezeit des 2. und 3. Jahrhunderts bildete die Stadt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Südostalpenraumes. Die Siedlung wurde in der Völkerwanderungszeit im 6. Jahrhundert aufgegeben.
Der Stadtplan von Virunum ist durch archäologische Grabungen und Luftbildaufnahmen rekonstruierbar und zeigt ein rechtwinkeliges Straßensystem mit regelmäßigen Wohnhausanlagen (Insulae), ein zentrales Forum mit Kapitolstempel sowie weitere öffentliche Bauten wie das Bühnen- und Amphitheater.

  Schweiz

Aventicum = Avenches

  Augst = Augusta Raurica

Wir sind uns sicher das Amphitheater gefunden zu haben. In Google-Earth kann man die "Community" aufrufen. Dieses Symbol hat unsren Fund bestätigt! Dies ist ein Tipp für alle anderen Gruppen

  Martigny

Schweiz


Die Arena in den Alpen zwischen 4000dern an der Rhone

Nach den Gladiatorenkämpfen gab es Käsefondue für den Sieger! Wer sein Brot verlor, wurde ausgepeitscht. Zur Ehrung wurden Alphörner geblasen - das war schlimmer als der Kampf in der Arena! Lasst mich wieder nach Rom, dort sind die Sitten und die Musik nicht so schlimm wie bei den Helvetiern

       

 

Kroatien

Solonae

 

 

Pula

 

Asterix und Obelix als Gladiatoren
"Anno a.C.n.L.: tota Gallia, quae, ut vides, est divisa in partes quinque, a Romanis occupata est...
Totane? Minime! Vicus quidam a Gallis invictis habitatus invasoribus resistere adhuc non desinit."


Der Präfekt von Gallien möchte Cäsar ein originelles Geschenk machen und möchte aus jeder Provinz des Landes einen Gefangenen übergeben. Er lässt Troubadix entführen und nach Rom bringen. Asterix und Obelix machen sich auf den Weg nach Rom. Da Troubadix im Circus gefangen gehalten wird, um in der Arena den Löwen vorgeworfen zu werden, melden sich die beiden Gallier bei Gaius Optus, dem Organisator von Gladiatorenkämpfen, als Freiwillige. Nach "harter" Ausbildung (hart vor allem für Gaius Optus!), stehen unsere Helden in der Arena und können bald ihren Barden in die Arme schließen. Das Wagenrennen, das dem Film "Ben Hur" entnommen ist, ist der Höhepunkt. Mit den Löwen, Gladiatoren und römischen Soldaten machen die drei kurzen Prozess, und obwohl Cäsar der Lorbeerkranz hochgeht, sieht er seine Niederlage ein und entlässt die drei Gallier großmütig in Richtung Heimat. Das Festessen kann beginnen! 

Quelle: bullyscomics.blogspot.com/
2006_12_01_archive.html
Asterix in Roms Verkehrschaos - von Caesar durch Fahrverbote beseitigt Caesar in der Ehrenloge
Quelle:
Ben Hur - Asterix Archiv - Lexikon - Datenbank
 

historisch: Römerstraßen, Verkehrschaos, Zebrastreifen aus Steinen, die Gladiatorenausbildung, die verschieden Gladiatorentypen, Alltag in der Arena, Gefangene als Opfer der Spiele, der Stellenwert der Veranstaltung als Prestigeangelegenheit des Imperators, Sitzordnung in der Arena, Kneipen in Rom ....... es ist vieles zu entdecken!

Für den Unterricht empfohlen (hier aus Urheberrechtsgründen nicht zu reproduzieren)
Aufgabe: Erstellung einer Präsentation mit PowerPoint aus den Comicbildern. Was ist historisch an "Asterix als Gladiator"? Vergleich Text unten "Wikipedia" mit dem Comic.

 nach: Emma's Comicworld

Frankreich - Gallien

Asterix als Gladiator
zur Lektüre zu den Themen "die Spinnen die Römer" und Gladiatorenkämpfe und die absonderlichste Stadt des Weltalls-
allerdings musste die Klasse feststellen, dass Asterix ein historisches Problem hat!!! Wie kann er mit  Obelix kurz nach der Schlacht bei Alesia (Vercengetorix wurde gerade unterworfen, s. Heft Asterix und der Avernerschild), und vor der Ermordung Caesars (Caesar lebt in allen Heften noch) also vor dem Jahr 44 v.C. in einem Bauwerk aus der Zeit der Flavier - dem Colosseum - als Gladiator antreten???? s. oben Einweihung der Arena erst unter Kaiser Titus 82 n. C.!!! Hier irrt jemand!!! Trotzdem macht es Spaß, Asterix zu lesen und anzuschauen! Die spinnen, die Zeichner!

 

 

Nizza

 

Frejus

 

 

Lyon - Lugdunum

 

Toulouse - Tolosa

Lutetia Post

Asterix und Obelix mischen Gladiatoren auf!

Skandal in Gallien. Zwei Amateure aus Nordgallien reisen durch Frankreich und besiegen alle Profigladiatoren. Alle Gladiatoren überleben das Gemetzel, geben ihren Beruf auf und werden Lehrer!

Seit wenigen Wochen sind zwei Gallier, von denen man boch in keiner Arena etwas gehört hat, also reine Amateure, auf einer Tour de France durch das Land Gallien und seine Amphitheater unterwegs. Überall treten sie in den Arenen gegen die lokalen Gladiatoren an. Noch keiner der Profis hatte eine Chance. Alle wurde alleine durch die Kraft der Fäuste besiegt. Asterix und Obelix die Kämpfer aus Aremonicum brauchen keine Waffe. Gestern versuchten die Gladiatoren aus Tolosa zu fliehen. Lieber als entflohener Sklave gesucht und von den Römern an die wilden Tiere verfüttert, als von den beiden verdroschen. Einer sagte er habe Angst, dass durch Obelix ihm der Himmel auf den Kopf falle! Asterix und Obelix wollen mit dieser Tour für die Menschenrechte der Gladiatoren eintreten. Diese sind aber sauer, denn sie verlieren ihren Arbeitsplatz.
"Wenn das so weiter geht," sagte unserem Reporter Gaius Optus, der Gladiatorentrainer, "wird man im Römischen Reich keine Spiele mehr durchführen können und dan werden sich die Untertanen auflehnen, weil sie nur noch pane bekommen und keine circensem mehr!" Hier treffen verschiedene Kulturen aufeinander. Asterix will die Gladiatorenkämpfe durch ein Radrennen durch ganz Gallien und durch Fußballspiele ersetzen. Armes Rom!

 

Bordeaux

 

Paris - Lutetia

Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutetia des Stammes der Parisii auf der Seine-Insel, die heute île de la Cité heißt. Erstmalige schriftliche Erwähnung fand der Name Lutetia 53 v. Chr. im sechsten Buch Julius Caesars über den gallischen Krieg (De Bello Gallico).

Als die Römer sich im Jahr 52 v. Chr. nach einem ersten gescheiterten Anmarsch zum zweiten Mal der Stadt näherten, zündeten die Parisii Lutetia an und zerstörten die Brücken, bevor sie in Stellung gingen. Die siegreichen Römer überließen ihnen die Insel und bauten auf dem linken Ufer der Seine in dominanter Lage auf dem später Montagne-Sainte-Geneviève genannten Hügel eine neue römische Stadt auf. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.

aus Wikipedia

 

 

Senlis

 

 


23000
Fotos aus:
Nimes Arena

Nimes

Das Amphitheatervon Nimes wurde gegen Ende des ersten Jahrhunderts n.C. erbaut. Es ist nicht das größte römische Amphitheater, aber es ist eindeutig das am besten erhaltene. Diese Ellipse von 133 Metern auf 101 diente fast zu allen Zeiten für festliche Anlässe. Ursprünglich fanden dort Raubtierhetzen und Gladiatorenkämpfe statt. Auf 34 Sitzreihen, zu denen man über 5 kreisförmige Gänge gelangte, konnten über 23.000 Menschen Platz nehmen, die sich je nach ihrem gesellschaftlichem Rang auf die Reihen verteilten. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches und dem Einfall der Germanen wird das Amphitheater über mehrere Jahrhunderte zum Zufluchtsort der Bevölkerung. In seinem Inneren entsteht eine regelrechte Stadt mit Kapellen und einem Schloss! Erst 1812 werden die «Arenes» endgültig von ihren Bewohnern verlassen und das Bauwerk findet schnell zurück zu seinem ursprünglichen Zweck, jetzt in Form von Stierspielen und -kämpfen, die in großem Maße zu den heutigen Regeln für die Stierkampfkunst beitragen.

Heute finden in den Arenes alle Arten sportlicher und kultureller Veranstaltungen statt. Seit sie ab 1988 in jedem Winter mit einem abnehmbaren Dach in Form einer linsenförmigen Plane, die an das antike Velum erinnert, bedeckt werden, werden sie das ganze Jahr über für Veranstaltungen benutzt.

 


Hier ist ein Theater und ein Amphitheater in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden. 22000
 

Die Arena ist ein großes, rundes, zum Himmel hin offenes Gebäude, das zu Stierkämpfen gebraucht wurde, und gebraucht wird. Man hat 40 Jahre lang gearbeitet, bis die Arena fertig war. Die Steine mussten von einem 20 km weit entfernten Ort her transportiert werden. Man hat die Steine ganz ohne Mörtel aufeinander gesetzt. Das lässt darauf schließen, dass die Steine sehr genau zugeschnitten waren. Früher befand sich außen das Amphitheater, innen die Arena. Amphitheater und Arena sind jedoch heute das gleiche. Verschiedene Kampfarten: Tier gegen Mensch - Tier gegen Tier - Mensch gegen Mensch ; Mit Löwen wurde nicht gekämpft. Das machte man nur in größeren Städten, wie zum Beispiel Rom und Lyon. Die Löwen zu beschaffen war zu teuer. Man konnte sie in Leptis Magna kaufen (hat die andere Gruppe herausgefunden s. unten)) Gladiatoren waren Sklaven, die man auf die Gladiatorenschule geschickt hatte.

Die Arena hatte 34 Sitzreihen, also Platz für 22.000 Menschen, dass wäre ein Drittel der Bevölkerung von Arles. Der Bau ist jedoch nicht mehr vollständig. Die Römer haben immer ein bisschen größer gebaut, um anzugeben. Aber wahrscheinlich kamen aus dem ganzen Umland die Menschen, wenn in Arles etwas los war. Ohne Kino, TV, IPod, Fußball, Computer war es so langweilig, dass man jede Unterbrechung im Alltag toll fand. Je blutiger und exotischer die Kämpfe waren, desto toll fand man sie.

Reihe 1-4 Persönlichkeiten (Reiche); Trennmauer: danach Priester und Handwerksmeister; oben Stehplätze für das "normale" Volk (=Arme)

Arles

Arles existierte schon 500 Jahre vor einer Römersiedlung. Arles war eine Niederlassung einiger Geschäftsleute, die mit dem Hinterland Handel trieben. Das war 600 v. Chr..

Arles liegt nur 25 m. ü. M.. Die Siedlung wurde hier gegründet, weil dies die einzige Anhöhe mit festem Boden war. Man hat von hier eine gute Aussicht auf das umliegende Land. Rings um Arles war früher nur Sumpf. Eine Brücke über die Rhône (die einzige Brücke weit und breit) war für die Stadt früher eine sehr gute Einnahmequelle.

Arles wollte nicht von der großen Handelsstadt Marseille abhängig sein. Aber erst 1 Jh. v. Chr. wurde Arles durch den glücklichen Umstand, bei der entscheidenden Schlacht auf Cäsars Seite gewesen zu sein, befreit. Marseille war auf der Seite des Verlierers.

Die Stadt ist wie ein Schachbrett gebaut, denn das war früher die römische Bauweise. So fanden es die Römer schön.


Arles: Nutzung heute als Stierkampfarena
Stierkampf in Frankreich ist unblutig! d.h. der Stier verlässt die Arena lebend!

 


12000

218 v. Chr. eroberten die Römer die antike iberische Stadt und machten sie unter dem Namen Tarraco zur Hauptstadt von Hispania citerior. 27 v. Chr. errichteten sie einen Tempel zu Ehren des Augustus und Jupiters. Für die "alten" Römer war Tarragona früher eine Art Ferienort. Veteranen ließen sich hier gerne nieder. Für diese wurde zur Unterhaltung nach Christus eine Arena errichtet.

Spanien

 

 

 

 

 

 

 

Tarragona


In dieser Arena konnten bis zu 12 000 Zuschauer Spielen der Antike folgen, den Tier- und Gladiatorenkämpfen. 259 n. Chr. erlitten hier Bischof Fructuosus und seine Diakone Augurio und Eulogio den Märtyrertod. Sie wurden wegen Majestätsbeleidigung zum Tode durch Tiere verurteilt (ad bestias). Die Christen verweigerten dem Kaiser den Tribut, da dieser an einem Altar abzugeben war. Da en Christen befohlen war, keinen Gott neben ihrem eigenen zu haben, verweigerten sie diese Abgabe und wurden verurteilt und wie Aufrührer betraft. Damals war üblich Aufrührer und Terroristen hinzurichten (Kreuzigung oder "ad Bestias"). Später verehrte man diese als Märtyrer. Die Römer waren tolerant, sie akzeptierten jeden Gott. Jeder Gott der unterworfenen und integrierten Völker wurde in den römischen Götterhimmel aufgenommen. Nur verlangten die Römer auch, dass ihre Götter toleriert wurden. Das wollten die Christen nicht.

Ein gefesselter Verurteilter wird durch ein Raubtier hingerichtet (=ad bestias)

 

 

Italica

Italica (spanisch Itálica) war eine römische Stadt in Hispanien; ihre Ruinen liegen in Santiponce, etwa 10 Kilometer nördlich von Hispalis (Sevilla) am Guadalquivir.

Italica wurde im Jahr 206 v. Chr. während des Zweiten Punischen Kriegs als Ansiedlung römischer Bürger (vicus civium Romanorum) von Publius Cornelius Scipio Africanus Major gegründet, nachdem es den Römern gelungen war, die Karthager von der iberischen Halbinsel zu vertreiben. Spätestens seit Gaius Iulius Caesar war Italica ein Municipium.

Italica ist der Geburtsort des späteren Kaisers Trajan und wohl auch seines Nachfolgers Hadrian, unter dem die Stadt zur Colonia wurde (Colonia Aelia Augusta Italica oder Colonia Victrix Italicensis). Die Westgoten nutzten Italica als Festung, später wurde die Stadt Sitz eines Bischofs. Mit dem Angriff der Mauren (711) auf die iberische Halbinsel begann der Niedergang der Stadt.

aus Wikipedia

 

Merida

Theater und Amphitheater

Swimmingpool neu!!

 

 

 

 

 


Die Stadt war die erste Handelskolonie der Phönizier in Tripolitanien (8. Jahrhundert v. Chr.). Sie geriet unter die Oberhoheit Karthagos und nach der Eroberung durch Numidien unter die römische Herrschaft (46 v. Chr.). Im Römischen Reich gewann Leptis Magna große Bedeutung und Wohlstand als Handelszentrum für exotische Tiere aus Afrika, die über das Saharareich der Garamanten geliefert wurden. Vor allem Löwen und Elefanten wurden für die Zirkusspiele im ganzen Reich benötigt. Während der Auseinandersetzungen zwischen Pompeius und Caesar kämpfte die Stadt gegen die Position von Caesar und wurde nach dessen Sieg mit einem Tribut von 100.000 Hektolitern Olivenöl bestraft. In Leptis Magna sollen in dieser Zeit bis zu 100.000 Menschen gelebt haben. Nachdem die Stadt schon unter Trajan zur Kolonie erklärt wurde, verlieh Kaiser Septimius Severus, der aus Leptis Magna stammte, das ius italicum, welches eine weitgehende Befreiung von Abgaben bedeutete.

Libyen

 

 

 

 

 

Leptis Magna
 

in Libyen

 leptis-magna.jpg (164230 Byte)

 

Sabratha

in Libyen

Sabratha  ist eine Stadt in Libyen, 70 Kilometer westlich von Tripolis, mit 102.037 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005).

Sabratha war neben Oea und Leptis Magna eine der drei Städte der antiken Tripolis (Tripolitanien = Dreistädtegemeinschaft) und besitzt gut erhaltene Ruinen aus der römischen Epoche, u.a. das Theater, den Isistempel und die Agora. 1982 wurde die Ausgrabungsstätte von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen.

aus Wikipedia

 

Aquincum

Budapest 1

Ungarn

Wir freuten uns schon seit langem auf das Fest. Zum Anlass der Stadtgründung von Aquincum waren Gladiatorenkämpfe angekündigt. Mein Vater war seit einigen Jahren hier in der Provinz Pannonien als Prokonsul tätig.
Am Morgen durfte ich mit meinem Vater zum militärischen Amphitheater, das alleine den Soldaten hier stationierten Truppen offen stand, gehen. Mein Vater wollte mir die Vorbereitungen der Kämpfer zeigen. An einer langen Tafel saßen die Gladiatoren und bekamen die besten Speisen vorgesetzt. Für viele würde es das letzte Essen in ihrem Leben sein, denn die Kämpfe in der Arena gingen auf Leben und Tod. Nach dem Essen wurden die Gladiatoren massiert und von Dienern mit ihren Kostümen und Rüstungen angezogen. Einige machten sich durch Scheingefechte warm. Einige knieten vor kleinen Altären in der Gladiatorenkaserne und beteten zu ihren Göttern. Einige germanische Kämpfer tranken eine Art Aufputschmittel. Mein Vater erzählte mir, dass das ein süßes alkoholische Gebräu aus gegorenem Honigwasser sei, das den Mut steigerte und die Angst vor dem Kampf nahm. Er hatte das in Raetien, wo wir vorher lebten schon gesehen und in Schlachten gegen die Germanen die Folgen dieses Dopings erkannt. Danach mussten wir hinaus gehen.
Die Arena hatte geöffnet. Das Tor für uns bessere Gäste war gleich hinter der Ehrentribüne. Ich durfte das erste mal mitgehen, denn bald sollte ich in die Welt der Erwachsenen aufgenommen werden und die Männertoga bekommen. Für dieses Fest waren die Einladungen bereits verschickt. Nur deswegen durfte ich in die Arena, die sonst Kindern versperrt war. Aber jetzt war ich 16 und fühlte mich schon sehr alt und sehr stark. Am liebsten wäre ich zu meinen Helden in die Arena geklettert.
Ich saß hinter meinem Vater in der dritten Reihe und konnte alles gut sehen. Neben mir war mein Onkel. Nach einem Trompetenstoß eröffnete mein Vater die Spiele. Ein Rudel Wölfe wurde von einer Truppe von 8 Mann gejagt und getötet, Dabei wurden zwei Jäger von den wilden Tieren schwer verletzt und blutend aus der Arena getragen. Das Blut wurde mit Sand überstreut, dass man nichts mehr sah. Danach waren drei Duelle von Einzelkämpfern. Der Schwächere wurde am Ende des Kampfes, obwohl er schwer verletzt am Boden lag, auf Anweisung und Geschrei des Publikums vom Sieger erstochen. Dann kam der Höhepunkt. Zwei Mannschaften zu jeweils acht Kämpfern traten gegeneinander an. Wenn einer verletzt wurde, schleppten ihn Helfer an die Seite der Arena. Der Sieger wartete auf einen neuen Gegner. Im besten Kampf traf ein Germane mit kompletter Rüstung auf einen Netzkämpfer. Beide umkreisten sich lauernd mehrere Male. Auf die anderen Kämpfe achteten sie nicht. Zwei Speere hatte der Germane schon geworfen, die der andere mit dem Netz abwehrte. Jetzt stand er mit erhobenem Arm da, um den letzte Speer in den Gegner zu werfen. Dieser wusste, dass er nur im Nahkampf eine gute Chance hatte. Der Germane dagegen wusste, dass dieser Wurf seine letzte Chance war. Im Nahkampf wäre er dem Netz und dem Dreizack des Feindes unterlegen. Er holte aus, der Gegner warf das Netz gegen den Speer. Da aber der andere den Wurf nur angedeutet hatte, ging das Netz ins Leere. jetzt war keine Abwehr mehr möglich. Jetzt warf er wirklich. Der Netzkämpfer drehte sich zur Seite, duckte sich um sein Netz wieder zu greifen. Aber er wurde getroffen. Der Speer steckte in der linken Schulter. Aber er richtete sich. brach den Speer ab, damit er ihn nicht behinderte und kämpfte weiter. Der Germane glaubte schon gewonnen zu haben. Er drang jetzt mit dem Kurzschwert auf den blutenden Gegner ein. Dieser schleuderte sein Netz zwischen die Beine des Angreifers, der dadurch stolperte. Dabei musste er sein Schild etwas senken. Das nutzte der Netzkämpfer aus und rammte dem anderen den Dreizack über dem Schild in den Körper. Trotz der Spannung hatte ich genug. Das Ende wollte ich nicht sehen. Ich schloss die Augen.
Der Aufschrei des Publikums ließ mich die Augen wieder öffnen. Der Germane lag am Rücken in der Arena und der Dreizack steckte in seinem Hals. Der Sand der Arena färbte sich rot vor Blut. Ich schloss wieder die Augen. Dies sah leider mein Vater.
Am Heimweg erklärte er mir, dass ich vielleicht doch noch nicht geeignet sei, die Männertoga zu tragen, wenn mich ein bisschen Blut schon ängstigen würde. Das seien doch keine Menschen, sondern nur Sklaven, die als Kriegsgefangene ihr Leben dem römischen Staat schuldeten. Ich solle mit denen kein Mitleid haben. Sie dienten nur der Belustigung der Massen, damit diese die römische Herrschaft des Kaisers nicht infrage stellen würden. Das letzte habe ich nicht verstanden. Aber ich nahm mir vor niemals wieder wegen ein bisschen Blut die Augen zu schleißen. Die Männertoga habe ich dann doch bekommen.

  Budapest 2

= Aquincum

 

Xanten

Colonia Ulpia Traiana

Gladiatorenkämpfe im heutigen Xanten

Es ist rund 1.700 Jahre her, dass die römische Stadt "Colonia Ulpia Traiana" von ihren Bewohnern verlassen wurde. Die Reste kann man heute besichtigen. Etwa ein Viertel der ehemaligen Stadtfläche wurde in Xanten ausgegraben und ist für das Publikum zugänglich.

 

 


Das Amphitheater, um 100 n. Chr. wurde dessen älteste, aus dem 1. Jh. stammende, noch aus Holz gebaute Anlage durch einen Steinbau ersetzt. Unter den bekannten Amphitheatern nimmt die Trierer Anlage in der Größe etwa den 10. Platz ein. Mit ihren 18.000 Sitzplätzen war die Anlage so groß, dass sie auch die Zuschauer und Gäste aus dem Umland aufnehmen konnte. Die in solchen Arenen stattfindenden Gladiatorenspiele gehen auf einen etruskischen, religiösen Brauch zurück, wurden von den Römern übernommen und fanden erstmals um die Mitte des 3. Jh. v. Chr. in Rom statt. Sie waren 100 Jahre später so beliebt, dass sie vom Volke anderen Veranstaltungen (Theater) vorgezogen wurden. Versuche im Laufe der Jahrhunderte, insbesondere der christlichen Zeit, die Spiele zu verbieten, scheiterten bis zum Jahre 404, im welchem Kaiser Honorius (395-423) durch Edikt ihr Ende erreichte, nachdem er bereits 399 die Schließung der Gladiatorenkasernen angeordnet hatte. (Quelle: Markaurel.de)

Trier

Die Stadt Colonia Augusta Treverorum, das heutige Trier, wurde 16 v. Chr. gegründet und allmählich zu einem Hochzentrum römischer Kultur ausgebaut. Bereits im 1. Jh. n. Chr. hatte die Stadt eine so große Bedeutung als Oberzentrum, Etappen- und Handelsort, dass  Unterhaltungsangebote geschaffen werden mussten. Aus dieser Notwendigkeit heraus wurde das Amphi-theater am Petrisberg in mehreren Bau-phasen errichtet. Die Reste des Amphitheaters, die der Besucher heute vorfindet, stammen aus dem letzten Drittel des 2. Jh. n. Chr. Jedoch handelt es sich dabei eigentlich um die Überreste des zweiten Theaters der Treverer. Das Vorgängermodell war eine Holzkon-struktion aus der 2. Hälfte des 1. Jh. n. Chr., dessen Überreste der Besucher am nördlichen Hauptzugang der Arena heute noch besichtigen kann.
 

  hier gab es kein Amphitheater Augsburg = augusta vindeli-corum  
  nicht gefunden
ist bis heute zwar historisch durch Dokumente gesichert aber nicht archäologisch nachgewiesen
Colonia Claudia Ara Agrippinen-sium  
  Mainz hatte nur ein einfaches Theater mit Bühne - Suche vergeblich Mogontia-cum = Mainz  

 

Albanien

Durres = Dyrrachium

Wir waren vor drei Monaten in Germanien in römische Gefangenschaft geraten. Die Überlebenden der Schlacht wurden in einem Fußmarsch gefesselt nach Rom gebracht. Dort wurden wir nicht wie erwartet, in die Sklaverei verkauft, sondern viel schlimmer. Man schickte uns in die Gladiatorenkaserne neben dem Colosseum. Dieses war vor 80 Jahren erbaut worden. Viele Tausend sollen dort schon in den Kämpfen gestorben sein. Man teilte uns die Rollen zu. Ich wurde mit einem Netz und einem Dreizack ausgestattet und sollte damit die anderen schwer bewaffneten Gladiatoren töten. Wie sollte das gehen. Ich hatte große Angst und bei Odin bereits mit meinem Leben abgeschlossen. Nach vier Wochen Training mussten unsre Gruppe das erste mal antreten. Gegen eine Gruppe aus Thrakien, die schon über ein Jahr dabei war und schon fast zehn Kämpfe siegreich - sonst wären sie tot - hinter sich hatte. Vor fast 60000 Zuschauern, die wie verrückt schrieen, wurden wir zu siebt mit einem Lift in die Arena nach oben gefahren. Die Gegner warteten schon. Ich  wurde von einem Speerkämpfer angegriffen. Ich duckte mich um dem Speer auszuweichen, konterte aber sofort die Attacke indem ich dem Feind das Netz über den Kopf warf. Er versuchte es abzuschütteln. Es verfing sich aber im Helm und am Armpanzer der Rüstung. Damit konnte er sich kaum mehr bewegen und war langsamer als ich. Bevor er reagieren konnte war ich mit dem Dreizack an seinem Hals und stach zu. Das Publikum johlte vor Begeisterung. Mir wurden Blumen zugeworfen. Nur zwei meiner Freunde überlebten dieses erste Gefecht in der Arena. Einer war trotz des Sieges schwer verwundet durch einen Schlag auf die Schulter. Er wurde sehr gut versorgt. Solche Ärzte hatten wir in Germanien nie gesehen. Die öffneten die Wunde um sie zu säubern, damit es keine Entzündung gäbe. Jetzt warten wir auf die nächsten Spiel. Ein reicher Senator hat uns für eine von ihm gesponserte Vorstellung gebucht. Hoffentlich werde ich überleben.
Thomas T.

 

 

 

 

       
  Algerien

Tipasa

  leider in miserabler Auflösung -
 hier hat Google noch zu arbeiten - hier gehen die Meinungen zwischen Amphitheater und Theater weit auseinander - Leider wird im Internet jedes offene Theater als Amphitheater bezeichnet! Das ist falsch!
Side

Türkei

       
       
  Nicht gefunden Bulgarien Philippopolis = Plovdiv Das römische Stadion liegt unter einer der Einkaufsstraßen der Stadt, nur wenige Meter von der Moschee entfernt.


Das römische Theater in Plodiv wird zwar bei Wikipedia als Amphitheater angegeben, ist aber eindeutig ein einfaches Theater.

  Nicht gefunden Serdica = Sofia Amphitheater, errichtet unter Kaiser Trajan nach der Eroberung Daciens
  El Djem

Tunesien

  Thuburbo Majus
Tunesien
 

 

Tunesien

Karthago

Ich gegen den Elefanten

Man hat mich verurteilt in der Arena gegen einen Elefanten zu kämpfen, weil ich den römischen Konsul beleidigt haben soll. Dabei habe ich nur gesagt, dass Hannibal besser sei als Scipio.
Gestern musste ich dann ran. Der Elefant wartete bereit in der Arena keine fünfzig Meter vor mir. Er war ganz wild, denn diese Tierschinder hatten ihm mehrere Speere in die Seite geworfen und er blutete stark. Den Rüssel erhob den Rüssel und trompetete aggressiv gegen mich. Ich hätte nie eine Chance gehabt, wenn ich nicht genau dieses Trompeten erkannt hätte. Aber dieser heisere Schrei von Kraft und Wildheit konnte nur von Betel kommen. Das war mein Elefant, den hatte ich drei Jahre dressiert und dann ein Jahr unter meinem Feldherrn Hannibal in den Krieg gegen die Römer geführt. Ich hatte mit ihm das Futter geteilt, neben ihm geschlafen und ihm nach den Schlachten die Wunden ausgewaschen. Er musste es sein. Ich ging langsam meine Melodie singend auf ihn zu. Er stutzte, kam auf mich zu und senkte den Kopf und die Stoßzähne, wie ich ihm es für den Kampf beigebracht hatte. Aber er wollte nicht kämpfen, er stoppte vor mir, schlang den Rüssel um mich, hob mich auf, setzte mich auf seinen Rücken und rannte los. So hatte er mich schon mehrmals aus einer Gefahr in der Schlacht getragen. So hatte er mir damals in den Alpen das Leben gerettet, als ich ausgerutscht war und über dem Gletscher hing. Jetzt rannt er auf den Ausgang zu, brach durch das Tor, durchbrach die Kette vor dem Eingang und lief einfach weiter bis wir aus Karthago draußen waren. Jetzt war er und ich in Sicherheit. Ich versorgte seine Wunden und dann ging es weiter in die Freiheit.
Heute bin ich mit ihm auf einem Landgut in der Provinz Mauretania untergekommen. Hier sucht uns keiner. Es hat sich gelohnt während des Feldzugs Hannibals gut zu dem Elefanten zu sein.

 


Theater und Amphitheater

Bet She`An

Scythopolis

in Israel

    Amman

Jordanien


Dies ist kein Amphitheater!!
       
       
  Caesarea Marittima Stadt mit Theater und Pferderennbahn. Ein Amphitheater haben wir in Google-Earth nicht gefunden
  Libanon

Botrys

Das Ergebnis ist nicht sicher! Wir haben aber sonst hier nichts gefunden!

 

Die überaus beliebten Gladiatorenspiele fanden in den Amphitheatern statt. Der eindrucksvolle ist das Amphitheatrum Flavium (Kolosseum) in Rom für etwa 50000 Personen. Veranstaltet wurden die Gladiatorenspiele in republikanischer Zeit von ehrgeizigen  Politikern, die sich bekannt und beliebt machen wollten, um bei den jährlichen Magistratswahlen gewählt zu werden. Es war auch gut für die Ehre der Familie und des Clans, wenn man durch besonders aufwändige Spiele auffiel. In der Kaiserzeit war es vor allem der Kaiser selbst, der dem Volk diese Unterhaltung verschaffte. Er wollte durch Brot (kostenlose Getreideausgabe) und Spiele (Gladiatorenkämpfe, Wagenrennen) seine Beliebtheit steigern. Dies sicherte ihn gegen die alten  Adelsfamilien ab, die in Rom in Opposition zum Kaiser standen.

Die Schaukämpfe wurden von Gladiatoren bestritten, die zur Ausbildung in Kasernen zusammengezogen wurden. Unter ihnen befanden sich Kriegsgefangene, Verbrecher und Sklaven, aber auch Freiwillige aus den Reihen der freien Bürger, die die in Aussicht gestellten Belohnungen lockten. Neben Zweikämpfen und Kämpfen in Gruppen war besonders der Kampf der Gladiatoren gegen wilde Tiere bei den Tierhetzen (venationes) beliebt. Die Dezimierung bzw. Ausrottung vieler Tierarten in den Provinzen des Römischen Imperiums geht auf den großen Bedarf der einzelnen Amphitheater zurück, deren Gesamtzahl mehr als 200 betragen haben dürfte. Manche Arenen oder Amphitheater konnte aber auch geflutet werden und so konnten auch Seeschlachten ausgetragen werden. Neben den Arenen traten die Gladiatoren in Wagenrennen an. Diese fanden auf Rennbahnen, Circus genannt, statt. Die größte Rennbahn war der Circus Maximus in Rom.

Geschichte der Gladiatoren und der Gladiatorenkämpfe aus Wikipedia
hier könnt Ihr Euch über Gladiatoren informieren

 

Darstellungen von Kämpfen in der Arena

 

 

 

Das kann auch gefunden werden!

   
  ein ovaler Platz in Viterbo Italien, aber niemals ein Amphitheater
  Eine Arena, aber keine römische, dafür eine uneinnehmbare
  Eine Arena, eine blutige, aber keine alte römische, sondern eine heutige stierige in Valencia

Gladiatorenkämpfe als kaiserliches Privileg

Es war vor allem Augustus, der die Veranstaltung von Gladiatorenkämpfen als kaiserliches Privileg etablierte: :„Dreimal ließ ich in meinem eigenen Namen Gladiatorenspiele veranstalten und fünfmal in dem meiner Söhne oder Enkel. Bei diesen Spielen kämpften etwa zehntausend Menschen ... Tierhetzen mit afrikanischen Raubtieren ließ ich in meinem Namen oder in dem meiner Söhne und Enkel im Zirkus oder auf dem Forum oder im Amphitheater für das Volk sechsundzwanzigmal durchführen, wobei ungefähr dreitausendfünfhundert Tiere erlegt wurden.“ (Res Gestae Divi Augusti, 22) Die Veranstaltung von Gladiatorenkämpfen wurde immer mehr in den Kaiserkult integriert – das galt insbesondere in den Provinzstädten. Zu den Zeiten von Augustus war es zwar den Senatoren noch möglich, solche Spiele zu veranstalten, doch schon 22 v. Chr. ließ Augustus in einem Dekret festhalten, dass in diesen Fällen nicht mehr als 120 Gladiatoren eingesetzt werden durften. Gleichzeitig begrenzte Augustus die Zahl der Tage, an denen Gladiatorenspiele veranstaltet werden konnten:
- vom 2. bis 8. Dezember
- in den Tagen der "Saturnalien" zwischen dem 17. und 23. Dezember
- zum Frühlingsfest "Quinquatrus" zwischen dem 19. und 23. März Wer es wagte, privat Gladiatorenkämpfe zu veranstalten, lief angesichts ihrer zunehmend engeren Verbindung mit dem Kaiserkult Gefahr, den Zorn der römischen Kaiser auf sich zu ziehen. Die relative Seltenheit der aufwändigen und kostspieligen Gladiatorenkämpfe blieb über die Jahrhunderte weitgehend konstant. Noch im Jahr 354 n. Chr. wurden von den 176 Festtagen 102 für Theateraufführungen, 64 für Wagenrennen und nur 10 für Gladiatorenkämpfe genutzt.