Gastarbeiter in der DDR - Völkerfreundschaft und internationale Solidarität |
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Nach Gründung der DDR 1949 strömten bis zum Bau der Berliner Mauer 3,4 Millionen Menschen aus der DDR in die BRD => diese Abwanderung bewirkte akuten Arbeitskräftemangel in der DDR Ab 1960er Jahre Anwerbung von Vertragsarbeitnehmer (sog. Vertragsarbeiter) => Abkommen mit vielen anderen sozialistischen Staaten des RGW (z.B Vietnam (1980), Polen (1965) , Ungarische Volksrepublik (1967) , Mosambik (1979). Vietnam und Mozambique haben mit diesen Arbeitskräften die Entwicklungshilfe der DDR bezahlt. Die DDR hat auch im Rahmen der sozialistischen Bruderhilfe mit Angola und Kuba Auszubildenden geholfen den sollten Facharbeiterabschluss zu erlangen. Am Ende ihrer Zeit in der DDR sollten diese Arbeiter und Auszubildenden wieder in ihrer Heimat zurück um dort höher qualifiziert zu arbeiteten. In den Betrieben (VEBS) der DDR wurden diese Arbeiter von oben (SED-Betriebsgruppe) begrüßt als sozialistische Brüder. Es wurden gezielt Kulturveranstaltungen von den in den VEB integrierten diesem gehörenden Kulturdienst abgehalten. Die Arbeitskräfte wurden als Helfer der DDR-Wirtschaft und als Solidarbeitrag der sozialistischen Bruderländer verkauft. Sie lebten in Wohnheimen und waren recht isoliert. Die Vertragsarbeiter mussten in abgeschotteten Baracken oder Wohnblöcken hausen, der Kontakt zu Einheimischen war genehmigungs- und berichtspflichtig. Die Auslandsaktivitäten waren einer erheblichen Geheimhaltung unterworfen und wurden von der Stasi überwacht. Die Aufenthaltsdauer war limitiert auf zunächst zwei und später fünf Jahre. Eine Integration war allerdings nicht vorgesehen. Während nach außen die Anwerbevereinbarungen als Zeichen der internationalen Völkerfreundschaft galten, bekamen die Arbeiter Schritt für Schritt immer unqualifiziertere Arbeiten zugewiesen, sie bekamen oft nur schwere und monotone Arbeiteten, die die DDR-Bürger ablehnten. Den Arbeitern wurde bei einer Nicht-Erfüllung der Arbeitsnormen dieses als Verstoß gegen die sozialistische Arbeitsdisziplin angerechnet und die Rückführung in ihre Heimat angedroht. Siedlungszentren waren Chemnitz, Dresden, Erfurt - weniger Berlin. Die Entsenderländer versprachen sich von diesem Austausch, die Fachkräfte nach ihrer Rückkehr als Motoren für die Entwicklung des Landes einsetzten zu können. Hier muss man auf den Lebensstandard der DDR verweisen. Dieser war der höchste von allen Ostblockstaaten. Die Gastarbeiter/sozialistischen Brüder lernten praktisch ein sozialistisches Paradies kennen. Dieses sollte als Vorbild für die Entwicklungsländer dienen. Diese sollten vor allem von der Disziplin und der Durchsetzung von Disziplin dienen. Viele der Zurückgelehrter waren nach 5 Jahren ohne Heimflug oft auch zu Hause isoliert und wurden als Spitzel für die DDR an den Rand gedrängt. Im Gegensatz zu den Plakaten und deren Aussage einer internationalen Solidarität muss man feststellen, dass es zudem Tauschgeschäfte mit Parallelen zum klassischen Kolonialhandel gab (Waffen aus der DDR gegen Rohkaffee und Energierohstoffe aus den ausgewählten Partnerländern). Die Beziehungen zwischen der DDR und den Ländern, denen geholfen werden sollte, waren nicht konfliktfrei. Die Haltung der SED war nach außen immer die einer großen solidarischen Gemeinschaft, nach innen achtete die SED aber darauf, dass die Hilfen der DDR nutzten. So wurden diese Hilfen gezielt in der Auseinandersetzung mit der BRD um die Anerkennung eingesetzt. Man demonstrierte in der DDR durch den Empfang von Partei-Delegierten und Regierungsvertretern aus Afrika und Asien Internationalität, die es aber in Wirklichkeit nie gab. In den Geschäften (HO - Konsum) gab es Ecken von Waren aus den sozialistischen Bruderländern. Hier gab es keinen Mangel! Die Bürger der DDR interessierten sich dafür nicht, afrikanische Schnitzereien, Hüte aus Vietnam, Bettvorleger aus Äthiopien und Vasen aus Angola zu kaufen. Nur die Alkoholprodukte aus Kuba waren - allerdings sehr teuer - Verkaufshits. Handels- und Entwicklungskonzepte wurden so gut wie nicht öffentlich diskutiert, private Entwicklungsinitiativen waren auf kleinere kirchliche Auslandsaktivitäten reduziert. Mit dem Fall der Mauer Austausch fand abruptes Ende.
Die Isolation in der DDR steigerte sich in Fremdenfeindlichkeit. Jetzt nach
dem Mauerfall waren viele offen rassistisch in der DDR. Rechtsradikale
schürten dieses. Vor allem Vietnamesen verließen die DDR Richtung Westen in
die BRD.
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