Der Kulturkampf (1871- 1878)

 

 

 

-1870: Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubens- und Sittenfragen wird verkündet (Konzilsbeschluss) è liberale Politiker  (auch Bismarck) fürchten  Einmischung des Papstes in politischen Fragen!
- Bismarck sieht in der oppositionellen katholischen Minderheit der Zentrumspartei eine Gefahr für das junge  Deutschland („Internationalismus“ & „Ultramontanismus“ (papstfreundliche politische Haltung) d. Zentrumspartei; Opposition gegen protestantischen Kaiser)

è Katholiken nicht in einheitlichen deutschen Staat integrierbar

è Bismarck sagt dem Katholizismus den Kampf an; erklärt politischen Katholizismus zum   „Reichsfeind“

è „innerer Präventivkrieg“    

 Es werden folgende Gesetze verabschiedet:

-         das Brotkorbgesetz

      (Kürzung d. staatlichen Mittel f. d. Kirche)

-         das Maulkorbgesetz

(Priester dürfen sich in ihren Gottesdienst nicht mehr politisch äußern)

-         das Jesuitenverbot

-         (Jesuitenorden wird verboten)

-         das Verbannungsgesetz

-         (Verbannung für Priester die sich widersetzen)

-         das Standesamtsgesetz

-         (Verstaatlichung; Zivilehe hat Vorrang vor der Kirchlichen)

-         das Schulgesetz (ebenfalls Verstaatlichung)

-         Priester müssen zukünftig Examen ablegen

Bis 1876 sind alle preußischen Bischöfe entweder verhaftet worden oder ins Ausland geflüchtet.

Folgen des Kulturkampfs: Katholiken desintegriert; die Kluft zum protestantischen Kaiser wächst! die eigentlich gemeinsame konservativ, autoritäre Geisteshaltung wird im gemeinsamen Gegnerschaft zum Sozialismus entdeckt! Bismarck will mit konservativen Parteien zusammenarbeiten!

  è Bismarck bricht KK ab

 

 Im Laufe der nächsten Jahre werden die Kulturkampfgesetze rückgängig gemacht, der Kanzelparagraph, die staatliche Schulaufsicht, die Zivilehe und das Jesuitengesetz bleiben jedoch weiterhin in Kraft

 

è kein Erfolg ( Kompromisslösungen)

Dies bedeutet  Bismarcks politische Wende: Zusammenarbeit mit den Konservativen