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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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Analyse eines Bildes |
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| Eine historische Quelle ist nicht nur ein Text, sondern auch Bilder sind solche Quellen. Dabei spielt der künstlerische Wert keine Rolle. Es kommt darauf an, was das Bild über die Zeit, die Geisteshaltung der Zeit und über künstlerisches Verständnis der Zeit sagen kann. Es ist zu beachten, dass Bilder nicht als objektives Dokument betrachtet werden, sondern kritisch mit ihrer Interpretation der Gegenwart und den Verfälschungsmöglichkeiten (s.u.) gesehen werden. Bilder werden dabei nicht primär in ihrer Qualität als Kunstwerke, sondern als „historische Dokumente“ angesehen, die Aufschluss geben können über den Menschen in der Vergangenheit, seine Wahrnehmung der Welt, seine sozialen Beziehungen und deren Veränderungen. | ||
| Der erste Schritt dient der
Beschreibung der wahrnehmbaren Bildgegenstände und ihres Aussehens:
Bildaufbau, Beziehungen der Elemente zueinander, Texteinfügungen,
Farbgebung, Hell-Dunkel-Ordnung usw. Der zweite Schritt führt zu einer Einordnung des Bildes in den historischen Kontext und einer Erklärung. Hierbei sind im Einzelnen folgende Fragen zu beantworten: (Schritte nach Sabine Büttner)
Der dritte Schritt beinhaltet die eigentliche Interpretation. Das Bild wird hier als Dokument für die Zeit gesehen und man untersucht die Bedeutung des Bildes für Entwicklung in der Geschichte und seine Bedeutung für den sozialen Kontext der Zeit. |
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Beispiel Carl Wilhelm Hübner 1844 - Die Weberentstanden vor dem aufrüttelnden Ereignis der blutig niedergeschlagenen Weberaufstände (4.-6. Juni 1844) im schlesischen Peterswaldau und Langenbielau. (vgl. dazu in der Literatur Gedicht Heinrich Heine und Drama Gerhard Hauptmann
Doch die herablassende Herrschergeste des Fabrikbesitzers im linken Bilddrittel lässt erkennen, dass er ihnen den Lohn verweigert, weil ihm die Qualität des Produktes nicht genügt. Ein altes Paar in der Mitte ist ganz verzweifelt; ein Familienvater, dessen Frau in Ohnmacht zu fallen droht, versucht den Fabrikanten zu beschwören und mit großer Geste das Unglück abzuwehren. Bald darauf erhoben sich jedoch die Weber zum Aufstand, der bereits schwelende Konflikt zwischen der Handarbeit als Produktionsform und der (billigeren) industriellen Fertigungsform kam zum Ausbruch. Friedrich Engels zog dieses Bild zur Illustration des Heineschen Weberliedes heran, da es manches Gemüt für soziale Ideen empfänglich mache und wirksamer für den Sozialismus sei als hundert Flugschriften.
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Problem der Bildanalyse: Auch Bilder können lügen |
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Journalisten brauchen Bilder von Ereignissen, die sie nicht haben => da muss man einfach fälschen!! |
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Trotzki wird aus der Geschichte der UdSSR getilgt => Fälschung durch Stalin |
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Bilder machen Geschichte und sollen sie verfälschen - eine Unterrichtseinheit für die Kollegstufe |
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