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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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200 Jahre Darwin - Darwinjahr 2009150 Jahre Evolutionstheorie von Darwin und Wallace |
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Vor 200 Jahren
(12. Februar) wurde der Biologe Charles Darwin geboren. Der Mann, der das
Alte Testament widerlegte. Vor 150 Jahren
wurden in London zwei Manuskripte zur Entwicklung der Lebewesen und zur
Artenvielfalt veröffentlicht. Charles Darwin und Russel Wallace waren die
Autoren. Beide kamen übereinstimmend zum Ergebnis, dass die Artenvielfalt
auf der Erde, das Aussterben von Arten und die Neuentstehung von Arten nicht durch die Schöpfung durch ein höheres Wesen erklärbar
sind, sondern nur durch die Evolution des Lebens und der Lebewesen. Durch diese
Selbstentwicklung wurde vor 150 Jahren der Bibel widersprochen, was eine
lebhafte Diskussion des Themas bis heute ausgelöst hat. Die
naturwissenschaftlichen Forschungen aus der Beobachtung und die neueren
Genuntersuchungen untermauern die Richtigkeit der Darwinschen Lehre vom "Survival
of the Fittest" und der Abstammung des Menschen vom Affen. Gerade letztere
Erkenntnis hat die Schöpfungsgeschichte der Bibel durcheinander gebracht.
Das Selbstbewusstsein der Menschen als höchstes Schöpfungsprodukt eines
Gottes wurde schwer erschüttert, da wir uns nur durch eine bessere Anpassung
an Umweltveränderungen und Überlegenheit durch unsere Fressanpassungen als
Mutation von Affen gegen diese durchgesetzt haben. Dies zu akzeptieren fällt
fundamentalistischen Anhängern verschiedener Religionen schwer. Sie stellen
deshalb gegen die Evolution des Lebens eine Theorie des "intelligent
Designs" auf der Basis des wissenschaftlich unhaltbaren
Schöpfungsmythos der Bibel. Dieser
findet vor allem in den USA Anhänger und zunehmend Einfluss auf den
Unterricht an Schulen. Dort wird schon gefordert, dass in Biologie und
Geografie der Schöpfungsmythos als Alternative gelehrt werden soll. Auch
die fundamentalistisch moslemische Welt lästert Darwin und der Wissenschaft.
Die Fakten werden geleugnet und die "Offenbarung" eines Menschen vor 1400
Jahren zum Willen Gottes erklärt. |
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![]() Quelle: http://www.isteve.com/Darwin-EnemiesonRight.htm
weitere Karikaturen/Darstellungen der Evolution
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Schöpfungstheorien |
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Evolutionstheorie |
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Unterrichtsprojekt zum Darwinjahr |
Klasse
8 Geschichte - Deutsch Louise-Schroeder-Gymnasium
Klasse 10 Biologie http://www.unterrichtsentwuerfe.com/impressum.php3 Seite von Reinhard Schinka mit Material für den Biologie und Deutschunterricht
Sekundarstufe I Material/Unterrichtblätter zum Download bei zebis.ch ( http://www.zebis.ch/zeigemappe.php?kennung=79223&id=146 ) |
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heutiger Stand der Diskussion |
Richard Dawkins - führender Vertreter der
Evolutionslehre
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Links zum Thema |
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Unterricht - Evolution |
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Kritik an der Evolutionslehre |
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Kritik am Kreationismus und am "Intelligent Design" |
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Filme |
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Literatur |
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DVD |
![]() Medientipp: über FWU zu bestellen |
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Material im Internet |
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Warum haben die Menschen Gott erfunden - Diskussion heute |
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Richard Dawkins: |
Seit Ewigkeiten
glaubt die Menschheit an ein höheres Wesen und huldigt damit einem
gewaltigen Irrtum, sagt der Biologieprofessor Richard Dawkins. In seinem
neuen Buch führt er den Beweis für seine These. "Stellen wir uns doch mal eine Welt vor, in der es keine Religion gibt - keine Selbstmordattentäter, keinen 11. September, keine Anschläge auf die Londoner U-Bahn, keine Kreuzzüge, keine Hexenverfolgung, keine Aufteilung Indiens, keinen Krieg zwischen Israelis und Palästinensern, kein Blutbad unter Serben/ Kroaten/Muslimen, keine Verfolgung von Juden als "Christusmörder", keine "Ehrenmorde", keine pomadigen Fernseh- Evangelisten im Glitzeranzug, die leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Stellen wir uns vor: keine Zerstörung antiker Statuen durch die Taliban, keine öffentlichen Enthauptungen von Ketzern, keine Prügel für das Verbrechen, zwei Zentimeter nackte Haut zu zeigen ..." |
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Richard Dawkins: |
"Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt
der gesamten Dichtung: eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein
kleinlicher, ungerechter, nachtragender Kontroll-Freak; ein rachsüchtiger,
blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober,
rassistischer, kinds- und völkermörderischer, ekliger, größenwahnsinniger,
sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann." Die Kirche, ätzt der
Professor, habe den Wechsel vom Polytheismus der griechischen und römischen
Götter zum Monotheismus als Fortschritt verkauft. Aber bei den Katholiken
sei "der Dauerflirt mit dem Polytheismus in eine galoppierende Inflation
gemündet", und genüsslich zählt er auf: "Die Dreifaltigkeit wird (oder
werden sie?) durch Maria erweitert, die "Himmelskönigin", die in allem außer
ihrem Namen eine Göttin ist und als Ziel der Gebete nur ganz knapp hinter
Gott an zweiter Stelle steht." Weiter aufgeblasen werde das Pantheon durch
eine Armee von 5.120 Heiligen, zuständig für Waffenhändler, Schmiede,
Bombentechniker, für Bauchschmerzen, Magersucht oder Darmerkrankungen.
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Thema heute |
Die Reaktionen und
Rezensionen auf die Thesen Dawkins findet man hier:
http://www.kath-info.de/dawkins.html Hier wird gesammelt, was an Polemik gegen Dawkins vorzubringen ist. Die Diskussion um den Schöpfungsmythos ist aktuell. Sie kann hier und heuer im Darwinjahr den Schüler(-innen) näher gebracht werden. Wie heute Dawkins wurde vor 150 Jahren Darwin als Gefahr der sittlichen Weltordnung gebrandmarkt. |