virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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Palästina

 

Zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan entstehen die ersten städtischen Siedlungen auf der Welt. Die Stadt Jericho besitzt die älteste Ummauerung (ca. 7000 Jahre alt). Die Oberhoheit über Palästina wechselt oft wegen der nach allen Seiten offenen Lage. 

 
Ab 1500 Einwanderung erster israelitischer Stämme in Palästina. Kämpfe um Palästina zwischen Hethitern und Ägyptern (=>).  
Um 1250 Auswanderung Teile israelitischer Stämme aus Ägypten (Zug des Moses). Die These der Wanderung des Moses aus Ägypten wird teilweise bestritten. Möglich ist auch eine Einwanderung der Israeliten aus dem Süden der arabischen Halbinsel, aus dem Land Asir.  Die Israeliten verehren nur einen Gott (= Monotheismus). Jahwe.  
Um 1200 Bildung eines staatlichen Zusammenschlusses von 12 israelitischen Stämmen wegen gemeinsamer Herkunft und Religion.  
Ab 1200 Einwanderung der »Seevölker«, der Philister, in Palästina (=>). Sie gründen an der Küste einen eigenen Staat.  
Um 1010 Unter Saul wird Israel zum Königreich.  
1000-966 König David besiegt die Philister und erobert Jerusalem, das religiöses Zentrum Israels wird. Damit entsteht ein erstes israelitisches Gesamtreich.  
966-926 Unter König Salomo erlebt das Reich eine Blütezeit. Es bestehen Handelsbeziehungen nach Südarabien, Äthiopien und Ägypten.  
926 Nach dem Tod Salomos zerfällt das Reich in Kriegen gegen Ägypten und die Philister in die Teilreiche Israel und Juda.  
871-817 Religiöse Auseinandersetzung zwischen dem phönizischen Baalkult und dem jüdischen Glauben. Der Prophet Elisa setzt den alten Glauben durch. Die andersgläubigen Könige werden abgesetzt. In dieser Zeit kommt Israel unter die assyrische Oberhoheit.  
722 Sargon II. von Assyrien erobert Samaria, die Hauptstadt Israels und gliedert Israel dem Reich der Assyrer ein (=>).  
701 Das Reich Juda kommt unter assyrische Oberhoheit.  
639-609 Unter dem König Josia macht sich Juda von Assyrien frei. Palästina bleibt aber umkämpft zwischen Ägypten und Babylonien.  
587 Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar II. von Babylon (=>). Juden werden nach Mesopotamien umgesiedelt (»Babylonische Gefangenschaft«).  
539 Die Perser unterwerfen das Babylonische Reich und übernehmen die Herrschaft über das wiedervereinigte Israel.  
515 Der Tempel von Jerusalem, der 587 zerstört wurde, wird neu aufgebaut. Die umgesiedelten Juden kehren nach Israel zurück.  
539-332  Herrschaft der Perser über Palästina  
332 Alexander der Große erobert das Perserreich.  
323-142 Herrschaft der Seleukiden über Palästina. Dieses ist umkämpft zwischen Ptolemaiern und Seleukiden.  
140  Die Könige der Hasmonäer machen Israel unabhängig.  
63 Pompeius unterwirft Palästina der römischen Oberhoheit (S. Z).  
39-4 v. Chr. Herodes der Große wird vom römischen Senat als König eingesetzt. Nach seinem Tod wird das Reich unter seine Söhne aufgeteilt.  
6 n. Chr. Einsetzung des Pontius Pilatus als römischer Statthalter von Palästina.  
33 Kreuzigung Jesu.  
66-70 Aufstand der Juden, der von Vespasian und Titus niedergeworfen wird. Jerusalem und die Bergfestung Masada am Toten Meer werden erobert.

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Masada

133 Ein letzter Aufstand der Juden unter Bar Kochba gegen Rom wird unterdrückt. Den Juden wird das Betreten von Jerusalem, ihrer heiligen Stadt, verboten. Sie werden über das ganze Römische Reich zerstreut (Diaspora). Damit endet die Geschichte der jüdischen Nation. Es besteht nur mehr eine jüdische Kultnation, die durch Abschließung gegen Andersgläubige ihre Existenz bewahrt. Ab 1900 fordert der jüdische Nationalismus, der Zionismus, die Errichhtung eines jüdischen Staates in Palästina. Erst 1948 entsteht wieder dieser jüdische Nationalstaat, wobei die dort lebenden Palästinenser vertrieben werden.