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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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| 3. Jahrtausend v.C. | Im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelten die Hattier Anatolien und bildeten die Urbevölkerung. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| um 2000 | Mit ihr vermischten sich die Hethiter als indogermanische Sprachträger, die gegen Ende des 3. Jahrtausend v. Chr./Anfang des 2. Jahrtausend v. Chr. in dieses Gebiet einwanderten. Unter weiteren nomadischen Einflüssen kristallisierte sich Mitte des 2. Jahrtausend v. Chr. das Großreich der Hethiter heraus, zu dem weite Teile Anatoliens und zeitweise auch die nördliche Hälfte des heutigen Syrien zählten. Die Herrscher Ägyptens und Babyloniens betrachteten die Hethiter als gleichrangige Partner, mit denen sie sowohl diplomatische Kontakte und Handelsbeziehungen unterhielten als auch Vormachtkämpfe führten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| um 1200
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Ein einzigartiges Beispiel für dieses
Spiel der Mächte ist die Schlacht von Kadesch (1285 v. Chr.) und der
nachfolgende Vertrag zwischen Ramses II. und Hattusili III. Hierbei handelt
es sich um den ältesten bekannten Friedensvertrag der Welt. Mit dem
Untergang des hethitischen Reiches Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr.,
gekennzeichnet durch die Zerstörung der städtischen Zentren durch Brände und
den Verlust unzähliger Schätze, verliert sich die Spur dieser immer noch
rätselhaften Kultur. Dieser Untergang der Hethiter geschieht parallel zur
Einwanderung der so genannten Seevölker im Nahen Osten. (u.a. Krieg David
gegen Goliath) und der Einwanderung der Dorer in Griechenland. Die Hethiter
als Zentralstaat gehen unter. Einzelne hethitische Klein-Staaten halten sich
und gehen langsam im Assyrerreich auf. Die Hethiter brachten die Eisenverhüttung nach Anatolien und hatten bis zu ihrem Ende das Monopol darauf. Mit dem Untergang der Hethiter wird das Eisen im gesamten Nahen Osten verbreitet. Die Hethiter standen in Beziehung zu Troja. Diese sind aber bisher nicht erforscht bzw. in ihrer Art unbewiesen. |
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Insgesamt sind die indoeuropäischen Hethiter mit historischen Fakten wenig greifbar. Es gibt Bibelstellen, die auf die Existenz dieses Volkes hinweisen. Die Aufzeichnungen der ägyptischen Pahraonengeschichten geben Hinweise auf Hethitisch-Ägyptische Konflikte, aber auch auf Handelskontakte. Auch in assyrischen Aufzeichnungen taucht das Volk auf. In Keilschrift geschrieben hat man in Nordmesopotamien in Tell-el-Amarna Tontafeln gefunden, die auf eine indoeuropäische Sprache hinweisen, die bis heute nicht entziffert ist. Archäologisch hat man die Siedlungen und Festungsanlagen, aber auch Tempel der Hethiter in Zentralanatolien nachgewiesen.
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