virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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2000-800

Die Bronzezeit

 

 

Die Herstellung von Bronze (Legierung von Kupfer und Zinn im Verhältnis 9:1) geht um 2000 v. Chr. von Vorderasien aus. Sie breitet sich über Kleinasien, Ägypten, Kreta, den Balkan und Spanien bis 1700 nach Europa aus. Zentren der Bronzekultur sind in Europa die Bergbaugebiete für Kupfer und Zinn auf dem Balkan, in England, Spanien, Tirol und Mitteldeutschland. Der Handel mit Rohmaterial, mit Bronze, mit Waffen und Schmuck (Bernstein) weitet sich aus. Es setzt eine zunehmende berufliche Spezialisierung (Bergleute, Kaufleute, Bronzegießer, Schmiede) und gesellschaftliche Differenzierung in arm und reich ein. Die Bevölkerung schließt sich zu Stämmen und Völkerschaften zusammen. Die Bestattung der Toten erfolgt in Hockform (Hockergräber).

 
Ab 1300 werden die Toten verbrannt und die Asche in Urnen bestattet (Urnenfelderkultur in Süddeutschland, Westfrankreich, Nordspanien und Mittelitalien). In Norddeutschland und Skandinavien werden die Toten in Hügelgräbern mit Beigaben von Waffen und Schmuck bestattet.