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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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<= Der Niedergang der Römischen Republik 133-31 |
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| Die Reformen der Gracchen | ||
| 133 | Der Adlige, Tiberius Gracchus wird als Führer der Volkspartei (Popularen) zum Volkstribunen gewählt. Er beabsichtigt, Land an die Proletarier zu verteilen, damit diese sich selbst ihren Lebensunterhalt erarbeiten können. Als er dies gegen den Willen der Senatspartei (Optimalen) durchsetzt, wird er | |
| 132 | erschlagen. | |
| 123 | Gaius Gracchus, Bruder von Tiberius, wird zum Volkstribunen gewählt. Die Landverteilung an Armee wird fortgesetzt. Es werden Kolonien auf erobertem Staatsland gegründet. Großgrundbesitzer müssen das von ihnen unrechtmäßig in Besitz genommene Land abgeben. | |
| 121 | Gaius wird wie sein Bruder von seinen politischen
Gegnern, den Optimaten, getötet. Marius und Sulla |
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| 111 | Beginn des Kriegs gegen den Numiderkönig Jugurtha, der die Korruption und die Geschäfte der römischen Oberschicht aufdeckt. | |
| 106 | Der Konsul C. Marius (156-86), der unbestechlich ist, beendet den Krieg, indem er Jugurtha durch seinen Legaten Sulla gefangen nimmt. | |
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Die Landflucht führt dazu, dass immer weniger Bürger als
Soldaten zur Verfügung stehen. Denn im römischen Milizheer muss jeder Soldat seine Ausrüstung selbst bezahlen.
Das städtische Proletariat ist besitzlos und somit nicht als
Soldaten einzusetzen. Marius lässt deshalb auch Besitzlose
zum Kriegsdienst zu. Die Ausrüstung stellt der Staat oder
der Feldherr. Nach einer 25jährigen Dienstzeit wird dem
Soldaten zur Sicherung seines Lebensunterhalts Grund und
Boden geschenkt. Aus dem Milizheer wird so unter Marius ein stehendes
Berufsheer mit starken persönlichen Bindungen an seinen Feldherrn. |
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| 102 | bei Aquae Sextie und der Kimbern | |
| 101 | bei Vercellae zu vernichten. | |
| 100 | Marius, der Führer der Volkspartei, wird entmachtet. Die Senatspartei gewinnt die Oberhand. | |
| 91-89 | Bundesgenossenkrieg. Nachdem die Verleihung des römischen Bürgerrechts (Wahlrecht, Befreiung von Steuern, Rechtsschutz) an alle Italiker (Bewohner Italiens) vom Senat abgelehnt wird. beginnt | |
| 91 | der Bundesgenossenkrieg. | |
| 89 | Die Italiker erlangen trotz ihrer militärischen Niederlage das römische Bürgerrecht. | |
| 88-81 | Mithridatische Kriege. Die Ausbeutung der Provinzen durch Roms Steuerpächter führt in Kleinasien zu Aufständen. | |
| 88 | In der Vesper von Ephesos werden 80000 Römer auf Befehl des Mithridates IV., König von Pontos, ermordet. In Rom wird L. Cornelius Sulla (138-78), der Führer der Senatspartei, zum Oberbefehlshaber ernannt. Marius wird nicht berücksichtigt. Es kommt in Rom zu blutigen Kämpfen zwischen Volks- und Senatspartei. Sulla besiegt in dieser Zeit Mithridates in Kleinasien in zwei Feldzügen. | |
| 82 | Sulla kehrt nach Rom zurück und besiegt am Collinischen Tor die Anhänger der Volkspartei. | |
| 82-79 | Diktatur Sullas. Sulla ächtet seine Gegner, 90 Senatoren und 2600 Ritter werden getötet, ihr Vermögen wird beschlagnahmt. | |
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Sulla ordnet die Verwaltung der Provinzen neu. So muss jeder Konsul und jeder Prätor nach dem Ende seines Amtsjahres als Statthalter in die Provinzen gehen. Sulla stärkt die Macht des Senates und schwächt die Volkstribunen. |
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| 79 | Freiwilliger Rücktritt Sullas. Pompeius und Cäsar |
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| 73-71 | Der große Sklavenaufstand. Die Kriege bringen viele Sklaven nach Italien. Die landwirtschaftlichen Großbetriebe arbeiten nur mit Sklaven. Im Straßen- und Bergbau werden Sklaven eingesetzt, dazu kommt eine große Zahl als Hausbedienstete. | |
| 73 | In Capua beginnt in der Gladiatorenschule unter dem Thraker Spartakus ein Aufstand der Sklaven, der sich rasch ausweitet und zeitweise die römische Herrschaft bedroht. | |
| 71 | Crassus schlägt das Sklavenheer am Vesuv. Pompeius die Reste bei Tarent. | |
| 70 | Pompeius und Crassus werden zu den Konsuln des Jahres gewählt. Sie beseitigen die Gesetze des Sulla. | |
| 66 | Pompeius besiegt Mithridates und ordnet die römische Verwaltung in Kleinasien und Syrien neu. Das Reich der Seleukiden verschwindet. Der Euphrat wird die Grenze zwischen dem Römischen und dem Parthischen Reich. | |
| 63-62 | Catilinarische Verschwörung. Der Konsul Cicero unterdrückt die von ihm in Reden übertriebene Verschwörung des Catilina. Dieser wollte mit Waffengewalt die Herrschaft in Rom erringen. Cicero wird als Retter des Vaterlandes gefeiert (Pater patriae). | |
| 60 | Als der Senat die Versorgung mit Land der ausgeschiedenen Veteranen des Pompeius und dessen Neuordnung in Kleinasien ablehnt, schließt sich dieser mit Crassus und C. Julius Cäsar (100-44) zum ersten Triumvirat zusammen. Gemeinsam wollen sie ihre politischen Ziele durchsetzen. Sie teilen sich die Macht im Staat und setzen sich damit über die alte republikanische Verfassung hinweg. | |
| 53 | Tod des Crassus in der Schlacht gegen die Parther bei Carrhae. Damit zerfällt das private Bündnis. | |
| 58-51 | Die Eroberung Galliens. Cäsar ist als Statthalter Verwalter der Provinzen in Norditalien und Südfrankreich. In eine innergallische Auseinandersetzung zwischen den Häduern und Sequanern greift er mit seinen Legionen ein. Er besiegt die Helvetier, die Belger und verschiedene Gallierstämme. Auch die in Gallien eindringenden Germanen unter Ariovist werden in mehreren Schlachten besiegt. | |
| 55 | Cäsar setzt nach Britannien über und besiegt dort Cassiovelaunus. | |
| 52 | Der letzte Aufstand des Gallierfürsten Vercingetorix wird durch die Eroberung von Alesia niedergeworfen. Gallien wird römische Provinz. Während Cäsar in Gallien kämpft, setzt sich Pompeius als alleiniger Konsul an die Spitze der Republik. | |
| 49-46 | Bürgerkrieg zwischen Pompeius und Cäsar. | |
| 49 | Cäsar entlässt seine Soldaten nicht, sondern überschreitet den Rubikon (Grenzfluss zwischen der Provinz Gallia cisalpina und Italien). Damit beginnt der Bürgerkrieg (allia jacta sunt = die Würfel sind gefallen). Cäsar zieht nach Rom und verdrängt Pompeius aus Italien. | |
| 48 | Cäsar siegt bei Pharsalos in Griechenland über das Heer des Pompeius. Dieser flieht nach Ägypten, wird dort aber ermordet. Cäsar siegt über die Ägypter, weil diese einen Römer ermordet heben und setzt in Alexandria Cleopatra als Königin ein. In Feldzügen nach Palästina, Spanien und Nordafrika besiegt er seine Feinde. (veni, vidi, vici) | |
| 45 | Cäsar wird Konsul auf 10 Jahre und höchster Priester. Es droht eine Alleinherrschaft Cäsars. | |
| 44 | 15. März. An den Iden des März wird Cäsar im Senat von den Republikanern C. Cassius und M. Brutus und anderen Senatoren ermordet. | |
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Das 2. Triumvirat |
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| 42 | Die Cäsarmörder werden bei Philippi in Griechenland besiegt. Alle anderen Gegner der Triumvirn, unter ihnen Cicero und die Senatspartei, fallen der Ächtung zum Opfer. Die drei Herrscher teilen sich das Römische Reich auf. | |
| 40 | Vertrag von Brindisi: Octavian erhält den Westen. Antonius den Osten und Lepidus Nordafrika. | |
| 36 | Das Triumvirat bricht auseinander. Lepidus wird höchster Priester und somit politisch ausgeschaltet. Antonius heiratet Cleopatra und wird Herrscher im östlichen Mittelmeerraum. Die endgültige Auseinadersetzung führt Octavian als Propaganda im Namen Roms gegen Ägypten. | |
| 31 | Die Seeschlacht von Actium, in der Octavian siegt, entscheidet den Krieg zwischen Antonius und Octavian. | |
| 30 | Octavian erobert Ägypten (Antonius und Cleopatra begehen Selbstmord). Ägypten wird römische Provinz. Rom ist Beherrscherin der gesamten Mittelmeerwelt. => | |