Das Europäische Mittelalter |
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Das Mittelalter Europas umfasst den Zeitraum vom Ende des weströmischen Reichs bis etwa um 1500. Es entsteht aus der Verschmelzung der germanischen, christlichen und antiken Tradition. Das politische Leben in Europa wird durch die neuen Führungsmächte, Kaisertum und Papsttum, und deren Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Abendland bestimmt. Im Schatten dieser Konflikte erfolgen der Aufbau des nationalen Königtums in West- und Osteuropa, der Ausbau der Herrschaft der Landesherrn in Mitteleuropa und Auseinandersetzungen zwischen Christentum und Islam in Südeuropa und Vorderasien. Die mittelalterliche Gesellschaft ist eine Ständegesellschaft, die vom Adel beherrscht wird, der für seine Kriegs- und Verwaltungsdienste von den Fürsten mit der Leihe von »Land und Leuten« (Bauern) entlohnt wird. Daneben entwickelt sich im Mittelalter das Städtewesen und Bürgertum mit dem Wiederaufleben des Fernhandels zu neuer Blüte. Am Ende des Mittelalters löst sich die Einheit des christlichen Abendlands in die Vielfalt nationalen Lebens auf, die bis heute Europa kennzeichnet. Der Ablauf dieses Zeitraums lässt sich in ein Früh-, Hoch- und Spätmittelalter gliedern. |
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Das FrühmittelalterDas Frühmittelalter beginnt mit dem Zusammenbruch des weströmischen Reichs als Folge der germanischen Völkerwanderung. Auf römischem Boden entstehen Germanenreiche: das Reich der Ostgoten in Italien, das Reich der Westgoten in Spanien, das Reich der Vandalen in Nordafrika und das Reich der Franken in Nordgallien. Unter allen germanischen Staaten hat nur das Frankenreich eine nachhaltige Bedeutung erlangt. Auf seinem Boden bilden sich am Ende des Frühmittelalters die Nachfolgestaaten Frankreich, Deutschland und Italien. |
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| Das Frankenreich | ||