virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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<= Der Krieg in Ostasien und im Pazifik

  Der 1937 von Japan gegen China begonnene Krieg führt bis 1941 zur Besetzung der gesamten chinesischen Küstengebiete und des nördlichen Indochina. Die USA beantworten das japanische Vorgehen verbunden mit Menschenrechtsverletzungen (u.a. in Nanking 1937; fast 50000 Ermordete) mit einem Öl- und Schrottembargo, dem sich auch England und die Niederlande (Niederländisch Indien) anschließen. Sie fordern den Rückzug Japans aus China und provozieren auf diese Weise eine japanische Gegenmaßnahme. Um das Embargo zu sprengen, entschließt sich Japan zu einem Präventivschlag und zur Eroberung Südostasiens um seine Rohstoffversorgung zu sichern.  
1941 7.12. Der Überfall auf Pearl Harbour führt zur Ausschaltung der nach Hawaii verlegten US-Pazifikflotte und zur Kriegserklärung der USA und Großbritanniens in Japan. Allerdings werden alle Flugzeugträger und andere moderne Schiffe vor dem Angriff aus Pearl abkommandiert. Dies wird oft als Beweis genannt, dass die USA von den Angriffsabsichten Japan wussten.  
1941-42 Die Japaner eröffnen den Krieg mit einer Großoffensive gegen Südostasien (Philippinen, Niederländisch Indien, Burma) und gegen die pazifischen Inseln der USA. Ziel ist die Schaffung eines großasiatischen Macht- und Wirtschaftsraums. In den besetzten Gebieten Südostasiens werden die nationalen Unabhängigkeitsbewegungen gefördert (Anerkennung der Unabhängigkeit Burmas, Vietnams und Indonesiens) oder japanfreundliche Regierungen eingesetzt (Thailand, Philippinen).


Der 2. Weltkrieg in Asien

1942 Jan. Japanische Besetzung Nord-Neuguineas
Juni. Mit der Besetzung der Aleuten-Inseln erreicht die japanische Expansion ihren Höhepunkt. Eine Besetzung Midways scheitert. Damit gehen die USA in die Offensive, jede Insel muss in mühevollen Kämpfen erobert werden.
Aug. Die USA beginnen die Gegenoffensive im Südwestpazifik und im mittleren Pazifischen Ozean. Das Ergebnis des sog. "Inselhüpfens" ist die Rückeroberung aller von den Japanern seit 1941 besetzten Inseln und Burmas bis 1945. Gleichzeitig gewinnen die USA die Luftüberlegenheit.

1942-1945

Seit 1943 werden die japanischen Hauptinseln aus der Luft angegriffen. Die Wirtschaft und die Städte werden zerstört. Die Stärke der USA erkennt man an der Möglichkeit, trotz des Beschlusses "Germany first", den Krieg im Pazifik zu forcieren und über zwei Wege Japan anzugreifen. General McArthur greift über Indonesien die Philippinen und damit die Wirtschaftliche Grundlage Japans an. Admiral Nimitz greift von Flugzeugträgern gedeckt Japan über kleinste Inseln direkt an. Mit Iwojima wird im Dez 1944 zum ersten mal japanisches Territorium erobert. Für eine winzige Insel müssen hohe Verluste gebracht werden.  
1945 Jan. Invasion der japanischen Insel Okinawa. Die USA erleiden hohe Verluste. Die japanische Gegenwehr ist selbstmörderisch. Den Höhepunkt bilden Angriffe der sog, Kamikaze-Selbstmordflieger. Diese Gegenwehr führt einerseits zu den Zugeständnissen Roosevelts in Jalta, andererseits zum Einsatz der eigentlich gegen Deutschland gebauten ultimativen Bombe, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt militärisch sinnlos ist. Der Einsatz der A-Bombe ist auch als Drohung gegen die UdSSR zu verstehen. Damit beginnt der Kalte Krieg.
6.8. Der Abwurf der 1. Atombombe (20000 TNT) auf Hiroshima und am
9.8. der 2. auf Nagasaki fordert ca. 150000 Tote und gleichviel Verletzte.
8.8. Kriegserklärung der UdSSR an Japan. Besetzung der Mandschurei, Nordkoreas, der Kurilen und Sachalins durch sowjetische Truppen.
16.8 Die Kapitulation Japans beendet den 2. Weltkrieg. Sie wird am 2.9 in Tokio unterzeichnet.

Hiroshima