Atombewaffnung und Abrüstungsbemühungen |
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Abrüstungsbestrebungen setzten bereits vor dem 1. Weltkrieg ein =>. Zu Vereinbarungen kam es jedoch nicht. Durch den 1. Weltkrieg wurden diese Bemühungen durch Wilsons 14-Punkte-Programm => neu belebt. Doch wurden auch danach nur begrenzte Ergebnisse erzielt (Washingtoner Abrüstungsabkommen => Alle weiteren Versuche wurden durch die Wiederaufrüstungs- und Annexionspolitik der faschistischen Staaten und Japans beendet. Durch die Entwicklung der Atomwaffen erlangte das Abrüstungs- und Kontrollproblem für die gesamte Menschheit existentielle Bedeutung. Doch konnten auch hierbei bis heute nur Teilerfolge erzielt werden. |
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| 1945 | Juli. Erste Versuchsexplosion einer Atombombe in der
Wüste von Nevada (USA). 6.8. Der Abwurf der ersten Atombombe (Uranium 235) auf Hiroshima und am 9.8. der Abwurf der 2. Atombombe (Plutonium) auf Nagasaki beendet den 2. Weltkrieg. |
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| 1946 | Der »Baruch-Plan« der USA sieht die Vernichtung aller vorhandenen US-Kernwaffen sowie die Kernenergiekontrolle vor. Die UdSSR, noch nicht Atommacht, fordert ein Verbot der Kernwaffenproduktion, lehnt jedoch eine internationale Kontrolle ab. | |
| 1949 | Die Zündung der ersten sowjetischen Atombombe beendet das Atomwaffenmonopol der USA. (Atomkenntnisse erhielt die UdSSR durch Spionage). | |
| 1951 Beginn der Entwicklung taktischer Atomwaffen in den USA. |
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| 1952 | Zündung der ersten amerikanischen Wasserstoff- (H-) Bombe über dem Eniwetok-Atoll im Pazifik und der ersten britischen Atombombe. | |
| 1953 | Zündung der ersten sowjetischen H-Bombe. | |
| 1954 | Stapellauf des ersten US-Atom-U-Boots »Nautilus«. | |
| 1956 | Die UdSSR akzeptiert die Idee einer internationalen Kontrolle, doch über die Durchführung wird keine Einigung erzielt. Die Bewegung der Atomgegner gewinnt an Bedeutung. Erste Ostermärsche in westlichen Staaten. | |
| 1957 | Zündung einer britischen H-Bombe. Der Atlantikrat beschließt die Ausrüstung der NATO mit Atom- und Raketenwaffen. Der polnische Außenminister Rapacki schlägt eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa vor. | |
| 1958-63 | Verhandlungen über die Einstellung von Kernwaffenversuchen und über Kernenergiekontrolle führen | |
| 1963 | zum Atomteststopp-Abkommen: Verbot aller Kernwaffenversuche im Weltraum, in der Atmosphäre und im Wasser=>. Frankreich und die VR China lehnen einen Beitritt ab. | |
| 1965 | Aufnahme unterirdischer Atomversuche in den USA und in der UdSSR. | |
| 1968 | Der Kernwaffensperrvertrag verbietet die Weiterverbreitung von Kernwaffen. Vorschlag der NATO an die Warschauer-Pakt-Staaten über eine »beiderseitige ausgewogene Truppenreduzierung« (MBFR =Mutual Balanced Forces Reduction). Beginn der Verhandlungen 1972=> | |
| 1969 | Nov. Beginn von Verhandlungen zur Begrenzung der strategischen Rüstung (Strategic Arms Limitation Talks =SALT) zwischen den USA und der UdSSR in Helsinki (l. SALT-Runde). | |
| 1971 | Der Meeresbodenvertrag (S.•) verbietet das Anbringen von Kernwaffen auf dem Meeresboden. | |
| 1972 | Apr. Unterzeichnung einer
UN-Konvention über das Verbot bakteriologischer (biologischer) und chemischer Waffen
(Toxin-Waffen). Mai. Unterzeichnung des SALT 1-Abkommens über die zahlenmäßige Begrenzung der strategischen Offensivwaffen und das Einfrieren der Antiraketensysteme durch die USA und die UdSSR. Fortführung der Verhandlungen in einer 2. SALT-Runde |
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| Aug 1975 | KSZE-Konferenz in Helsinki:
Höhepunkt der Entspannungspolitik. Beide Blöcke vereinbaren ein friedliches
miteinander und die Normalisierung der Beziehungen, die Anerkennung der
Menschenrechte und die Gleichberechtigung der Blöcke. Daneben wird das
Nichteinmischungsprinzip bestätigt. Der Ostblock sagt Freiheitsrechte zu!
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| 1976 | Aufstellung der ersten russischen SS 20- Raketen mit Mehrfachsprengköpfen. Diese waren von Transportfahrzeugen aus zu starten und damit nicht zu orten. Deshalb stellen diese Raketen eine Erstschlagswaffe dar. Die neue Bedrohung Europas in einer Zeit, in der die USA ihren Verbündeten Südvietnam im Stich ließen und damit Sorge in Europa auslösten, führte zum NATO-Nachrüstungsbeschluss. Wenn die UdSSR nicht auf die Raketen verzichtet, stellen die USA neue Raketen in Europa zu dessen Verteidigung auf. | |
| Juni 1979 | SALT II - Abkommen: die Zahl der atomaren Sprengköpfe wird limitiert. Die USA und die UdSSR vereinbaren ein Höchstanzahl an strategischen Waffen. Dieser Vertrag (geschlossen zwischen Carter und Breshnev) wird nach dem Einmarsch der UdSSR in Afghanistan in den USA nicht ratifiziert. US-Präsident Reagan erklärt aber, sich ohne Ratifizierung an den Vertrag zu halten. Darüber hinaus werden Nachfolgekonferenzen zur Beilegung aller Konflikte mit friedlichen Mitteln vereinbart. | |
| 1981 | SDI US-Präsident Ronald Reagan verkündet, dass er einen Abwehrschirm bauen wird, der anfliegende Raketen bereits im Weltraum zerstört und damit die USA unangreifbar machen wird. Dieser Plan verstößt gegen das SALT I - Abkommen. Die UdSSR reagiert mit einer weiteren Aufrüstung. Diese führt zur Aufstellung neuer Kurzstreckenwaffen in Europa (NATO-Doppelbeschluss) und zu einer Verschärfung der internationalen Beziehungen. Der Kalte Krieg wird nach der Entspannungsphase wieder kälter. | |
| 1983 | Der NATO-Plan (NATO-Doppelbeschluss von 1977), 108 Pershing II und 464 landgestützte Cruise Missiles zu stationieren, wird in die Tat umgesetzt. Damit wird die Rüstunkspirale wieder angeheizt. Die verschärfte internationale Situation nach dem Einmarsch der UdSSR in Afghanistan macht Gespräche illusorisch. | |
| 1987 | INF -Vertrag In Reykjavik beschließen die USA und die UdSSR die Nulllösung (= Verschrottung aller Kurz und Mittelstreckenraketen in Europa) innerhalb von 3 Jahren zu verwirklichen. Damit geht die "Eiszeit" nach dem NATO-Doppelbeschluss zu Ende. Die UdSSR und Gorbatschov erhalten durch Abrüstung den Rücken frei für innere Reformen. Dieser Vertrag beendet die Bedrohung durch russ. SS 20, Cruise Missiles Pershing II - Raketen, die alle abgebaut werden. |
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| Feb 1989 | Abschluss der MBFR- Verhandlungen
in Wien. Die konventionellen Streitkräfte in Europa werden verkleinert. 9.11. Fall der Mauer |
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| Okt 1990 | Wiedervereinigung der DDR mit der BRD. Das gebiet der DDR tritt damit der NATO bei. Seit 1995 gilt die ehemalige DDR als NAtO-Gebiet. Diese weitet sich nach Osten aus. Die neue BRD eitet das Operationsgebiet der Bundeswehr aus. Allerdings muss jedemEinsatz dás Parlament zustimmen. | |
| Juli 1991 | START I (strategic arms reduction
talks) Die Zahl der Trägersysteme und der Atomsprengköpfe werden in USA und
der UdSSR reduziert. Ende des Ostblocks nach dem Zusammenbruch der Macht der KPdSU in Russland. |
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| Januar 1993 | START II - die landgestützten Raketen mit Atomsprengköüfen werden weiter reduziert (ca. 3500 Sprengköpfe). Mehrfachsprengköpfe werden auf null heruntergefahren. Alle Sprengköpfe werden aber eingelagert. | |
| Jan 1994 | Zwischen NATO und Russland wird die so genannte "Partnerschaft für den Frieden" vereinbart, die Russland die Angst vor der Osterweiterung der NATO nehmen soll und die Russlands Rolle als Großmacht anerkennt. | |
| Dez 1994 | In Budapest wird die KSZE institutionalisiert und in OSZE umbenannt. Diese Organisation erhält eine Exekutive zur Aufrechterhaltung des Friedens. | |
| 1997 | Ausweitung der NATO auf Polen, Ungarn und Tschechien. | |
| April 1999 | Beim NATO-Gipfeltreffen in Washington anlässlich des 40jährigen Bestehens der NATO billigen die Staats- und Regierungschefs der NATO das neue Strategische Konzept des Bündnisses. Die Drohung des atomaren Ersteinsatzes bleibt bestehen. Das NATO-Einsatzgebiet wird auf die gesamte Welt ausgedehnt. Die NATO wird dadurch zum Weltpolizisten. | |
| Sep 2001 | Anschlag auf das WTC - Dieser Terrorakt wird zum Bündnisfall für den Krieg gegen den Terror. Nato-Streitkräfte marschieren in Afghanistan ein. Der Irak-Krieg dagegen ist kein NATO-Krieg sondern ein Krieg der USA mit Verbündeten gegen den Irak. |