virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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Der Falklandkonflikt

1982

Die Falkland-Inseln gehören bis 1810 zum spanischen Kolonialreich in Südamerika. Mit der Unabhängigkeit der Kolonien entsteht der Staat Argentinien, der aber keine Herrschaftsrechte über die Falkland-Inseln ausübt. 
1833 besetzt Großbritannien die Inselgruppe im Südatlantik. Seit dieser Zeit verwaltet ein britischer Gouverneur die Inseln. Auch Argentinien erhebt Anspruch auf die Inseln. Über die Zugehörigkeit der Falkland-Inseln werden mehrere vergebliche Verhandlungen geführt. Im März 1982 scheitern die jüngsten Versuche, den Besitzstatus der Inseln zu klären.
 
März 18. Am 18. März hissen argentinische Zivilisten, die als Arbeiter auf Süd-Georgien tätig sind, die argentinische Flagge. Süd-Georgien ist ca. 2000 km von den Falkland-Inseln entfernt und war bis zum 2. Weltkrieg der wichtigste Stützpunkt der Walfangschiffe im Südatlantik. Damit wird der Streit um die Inseln im Südatlantik zum offenen Konflikt.  
April 2. Am 2. Apr. landen in Port Stanley, der Hauptstadt der Falkland-Inseln, argentinische Truppen. Süd-Georgien und die Falkland-Inseln werden von Argentinien besetzt. Großbritannien und der UN-Sicherheitsrat fordern den Rückzug der Argentinier, die dies ablehnen. Daraufhin setzt Großbritannien seine Flotte in den Südatlantik in Marsch. Vermittlungsversuche von US-Außenminister Haig scheitern.  
April 25.  Am 25. Apr. erobern die Briten das kaum verteidigte Süd-Georgien zurück  
Mai 1. Ab 1. Mai greifen britische Flugzeuge die Argentinier auf den Falkland-Inseln an.   Am 21. Mai landen
britische Truppen auf Ostfalkland. 
 
Mai 2. Am 2. Mai wird der Kreuzer »General Belgrano« von einem britischen U-Boot versenkt, belgrano.jpg (16528 Byte)
Mai 4. Am 4. Mai der britische Zerstörer »Sheffield« durch die argentinische Luftwaffe. Der Konflikt wird damit zum Krieg. Vermittlungsbemühungen des UN-Ge neralsekretärs de Cuellar scheitern.
Juni 14. Bis 14. Juni erobern die Briten die ganze Insel zurück. Die Argentinier kapitulieren auf freien Abzug.  
  Hintergründe: Im Seegebiet um die Falkland-Inseln vermuten Geologen Erdölvorkommen. Zudem berechtigt der Besitz der Falkland-Inseln und Süd-Georgiens den Zugang in die Antarktis, wo reiche Bodenschätze vermutet werden.
Zu diesen wirtschaftlichen Aspekten kommen noch innenpolitische Beweggründe. Die Militärdiktatur in Argentinien will von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten (Inflation über 100%) und den Verletzungen der Menschenrechte (s. Jan. 1976) ablenken, indem sie das argentinische Nationalgefühl anheizt und auf äußere Feinde richtet. Das Scheitern des Falkland-Unternehmens führt zum Sturz des seit 1980 regierenden Generals Galtieri. Die innenpolitische Opposition der Gewerkschaften und der Peronisten fordert die Rückkehr zur Demokratie.
In Großbritannien lenkt der Falkland-Krieg von ddr wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die Thatchers Politik (Monetarismus) heraufbeschworen hat, ab. Die Konservative Partei gewinnt durch den Konflikt die Kommunalwahlen in England. Die unnachgiebige Haltung der Regierung wird von der Labour-Opposition kritisiert. Diese hält den Krieg und die Opfer für unangemessen. Für die Zukunft bemüht sich Großbritannien, eine internationale Garantie für die Falkland-Inseln zu bekommen.

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Maggie Thatcher
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Galtieri und weitere Generäle auf den Malvinen

   falklands-map-a.gif (126542 Byte) Quelle www.dean.usma.edu/.../ falklands%20a.htm