virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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Geschichte der DDR

Gk k 13 2009

 

Gliederung:

  1. Die doppelte Staatsgründung

  2. Die Ostintegration der DDR

  3. Der Aufbau des Sozialismus

  4. Der 17. Juni - Aufstand

  5. Die Berlinfrage - Rechtsauffassung der DDR

  6. Flucht und Mauerbau

  7. Die Verfassungsreform der DDR 1968

  8. Die Konsolidierung der DDR 1961 bis 1970

  9. Der Wunsch nach Anerkennung in den 60er Jahren

  10. Die DDR auf internationaler Bühne in den 70er Jahren

  11. Die DDR in der Eiszeit ab 1980

  12. Der Zusammenbruch des Ostblocks - Gorbatschow

  13. Die DDR Ende der 80er vor der Auflösung

  14. Die Auflösung der DDR

  15. Probleme der Wiedervereinigung

Von der Besatzungszone zum selbstständigen Staat - die doppelte Staatsgründung - Ereignisse

Der 2. Weltkrieg hat in Deutschland ein Trümmerfeld hinterlassen. Etwa 50 % des Wohnraums der Großstädte sind zerstört, die Industrieproduktion beträgt 1946 20 % der des Jahres 1938. Die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung bricht zusammen. Not und Elend beherrschen den Alltag. In dieser Situation beginnt der Versuch einer Neuordnung. 

1945

8.Mai bedingungslose Kapitulation Deutschlands
Juni.
Viermächte-Erklärung: Die Oberbefehlshaber der vier Besatzungszonen (Eisenhower, Montgomery, Tassigny, Schukow) übernehmen die höchste Gewalt und bilden den Alliierten Kontrollrat. Die amerikanischen und britischen Truppen ziehen sich aus Mecklenburg, Sachsen und Thüringen in ihre bereits in Jalta festgesetzten Besatzungszonen zurück. Berlin wird gemeinsam verwaltet (Alliierte Kommandantur) und in vier Besatzungssektoren geteilt. In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) werden die ersten Parteien zugelassen und im Antifa-Block vereint.
11.Juni beginnt die Enteignung der Großgrundbesitzer in der SBZ

"In dem Aufruf des Zentralkomitees der KPD vom 11. Juni 1945 wurde die Forderung, die Volksernährung zu sichern, mit dem Kampf um Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit verbunden. Das schloss die Enteignung des Großgrundbesitzes und die Überführung des Bodens in den Besitz der Bauern und Landarbeiter ein, denen er einst gehört hatte. Mit der d. B. wurde ein vom Feudaladel und von den Junkern an den Bauern begangenes Unrecht wieder gut gemacht. [...] Durch die Unterstützung der Arbeiterklasse konnte die d.B. trotz des Widerstands der Großgrundbesitzer, Faschisten und ihrer Interessenvertreter bis Frühjahr 1946 im Wesentlichen abgeschlossen werden. Damit waren die sozialen Wurzeln des Faschismus und des Militarismus auf dem Lande ausgerottet." Das "Kleine Politische Wörterbuch" - die Intention der "demokratischen Bodenreform":


7.7.-2.8. Die Potsdamer Konferenz (=>) bestimmt die Grundsätze der Deutschlandpolitik der Alliierten. Deutschland wird als wirtschaftliche, aber nicht als politische Einheit betrachtet. Jeder Militärgouverneur handelt in seiner Besatzungszone auf Weisung seiner Regierung selbstständig. Eine gemeinsame Weisungsinstanz gibt es nicht. Dies bildet den Ansatz zu Sonderentwicklungen in den einzelnen Besatzungszonen.  Quelle
Sep. In der SBZ wird eine Bodenreform eingeleitet, die landwirtschaftlichen Besitz über 100 ha an Kleinbauern und Volksgüter aufteilt. Industriebetriebe und Handelsunternehmen werden zu Volkseigenen Betrieben (VEB) oder in sowjetische Aktionsgesellschaften (SAG) umgewandelt. Eine zentral verwaltete Wirtschaft wird aufgebaut.
Nov. Nürnberger Prozesse. Ein alliiertes Militärtribunal beginnt den Prozess gegen 24 Hauptkriegsverbrecher, der im Okt. 1946 mit 12 Todesurteilen endet. Anklagepunkte: Bruch von Verträgen, militärische Aggressionen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Weitere Prozesse gegen Juristen, SS-Ärzte, KZ-Aufseher, Generäle, Industrielle und NS-Organisationen (SS, Gestapo) folgen. Von 177 Angeklagten werden 24 zum Tod verurteilt, davon 12 hingerichtet; von allen Besatzungsgerichten 5025 Angeklagte verurteilt, 486 hingerichtet. Gleichzeitig erfolgt eine Entnazifizierung durch deutsche Spruchkammern. 98 % der Betroffenen werden als Mitläufer eingestuft, ohne dass damit eine echte Bewältigung der Vergangenheit erreicht wird. Daneben erfolgt die Demontage der Industrieanlagen (in den Westzonen bis 1950, in der SBZ bis 1953), Lieferungen an die UdSSR aus den westlichen Zonen werden 1947 eingestellt. Dies führt zu einer ungleichen Reparationsbelastung in Deutschland. Den Grundsätzen der Potsdamer Abmachungen entsprechend, wird eine Demokratisierung eingeleitet. Es kommt zur Zulassung von Parteien (SPD, CDU/CSU, FDP, KPD) und zur Neubildung der Länder. Es werden Wahlen zu Gemeinderäten, Kreistagen und Länderparlamenten durchgeführt.

1946

Apr. Zwangszusammenschluss von SPD und KDP zur SED in der SBZ und in Ostberlin.
Wilhelm Pieck KPD und Otto Grotewohl SPD
Apr.-Juli. Die Pariser Außenministerkonferenz über die Zukunft Deutschlands scheitert an den unterschiedlichen Auffassungen.
Sep. Der US-Außenminister Jantes F. Byrnes fordert in einer Rede in Stuttgart die wirtschaftliche und politische Einheit Deutschlands, ist aber bereit auch ohne Zustimmung der UdSSR eine »größtmögliche Einheit« im Westen zu verwirklichen.

1947

1.1. Als erster Schritt dazu erfolgt der Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungszonen zur Bizone. Frankreich lehnt einen Beitritt ab.
März- Apr. Gespräche über die Bildung eines gesamtdeutschen Staates auf der Moskauer Außenministerkonferenz scheitern an den unterschiedlichen Vorstellungen.
Juni. Der Versuch einer Verwirklichung des deutschen Einheitsstaats auf der Münchener Ministerpräsidentenkonferenz scheitert an der zu geringen Kompetenz der deutschen Politiker; die Vertreter der SBZ reisen vorzeitig ab.
Nov. Weitere Gespräche auf der Londoner Außenministerkonferenz über einen gesamtdeutschen Staat bleiben ohne Ergebnis.

1948

Febr.- Juni. Die Londoner Sechsmächtekonferenz (USA, Großbritannien, Frankreich, Beneluxstaaten) beschließt die Gründung eines westdeutschen Staats.
März. Der sowjetische Vertreter verlässt aus Protest gegen das westliche Vorgehen den Alliierten Kontrollrat, der damit faktisch zu bestehen aufhört.
Apr. Einbeziehung der Bizone in den Marshallplan.
7. 6. Übergabe der sog. Londoner Empfehlungen zur Gründung eines westdeutschen Staats an die westdeutschen Ministerpräsidenten.
20.6. Währungsreform. Die westlichen Besatzungsmächte führen in den Westzonen eine Währungsreform durch (Einführung der DM, Abwertung 10:1), die UdSSR am
23.6. für die SBZ und Berlin. Die westliche Währung wird in den Westsektoren Berlins eingeführt. Daraufhin sperren die UdSSR die Zufahrtswege zu Land und Wasser, da für diese keine rechtliche Vereinbarung existiert. Außerdem wird die Energieversorgung aus der SBZ unterbunden.
24.6. Beginn der Blockade der Berliner Westsektoren. Die Westmächte errichten auf Veranlassung des US-Militärgouverneurs Lucius D. Clay eine Luftbrücke zur Versorgung Berlins (über 900 Flüge täglich).
Juli. Übergabe der Frankfurter Dokumente (Quelle). Die westlichen Besatzungsmächte legen die Bedingungen für die Gründung eines westdeutschen Staates vor: föderativer Aufbau auf der Grundlage einer liberalen und demokratischen Ordnung, Beschränkung der Souveränität durch die Kontrolle der zu Hohen Kommissaren umgewandelten Militärgouverneure, Fortbestehen der im Potsdamer Abkommen festgelegten Bestimmungen, internationale Kontrolle des Ruhrreviers, Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung zur Ausarbeitung einer Verfassung. Die deutschen Politiker, die einer westdeutschen Staatsgründung zurückhaltend gegenüberstehen, erreichen in Verhandlungen, dass der neue Staat nur als Provisorium gelten soll, um eine Wiedervereinigung nicht zu verhindern. Deshalb ein Grundgesetz, ein Parlamentarischer Rat und keine Annahme des Grundgesetzes durch eine Volksabstimmung.
1. 9. Zusammentritt des Parlamentarischen Rats (65 Abgeordnete aus den Länderparlamenten) in Bonn unter dem Vorsitz Konrad Adenauers (1876-1967), ehem. Oberbürgermeister von Köln, Vorsitzender der CDU der britischen Zone.
Dez. Die Bildung zweier Magistrate in Berlin (im Osten unter Friedrich Ebert, SED; im Westen unter Ernst Reutet, SPD) bringt die endgültige Spaltung der Stadt.
Quelle: Neues Deutschland 48

1949

10.4. Überreichen des Besatzungsstatuts, das die Rechte der Alliierten Hochkommissare festlegt.
Mai. Ratifizierung des vom Parlamentarischen Rat ausgearbeiteten Grundgesetzes durch die Landtage (in Bayern abgelehnt).
4.5. Aufhebung der Blockade Westberlins.
23.5. Die Inkraftsetzung des Grundgesetzes bedeutet die Gründung der Bundesrepublik Deutschland,
30.5. Der 3. Deutsche Volkskongress, nach einer Einheitsliste in der SBZ gewählt, bestätigt einen von einem Deutschen Volksrat ausgearbeiteten Verfassungsentwurf für eine Deutsche Demokratische Republik. Er wählt einen Deutschen Volksrat.
14.8. Erste Wahlen zum Deutschen Bundestag.
12. 9. Die Bundesversammlung wählt Prof. Theodor Heuß (1884-1963), FDP, zum 1. Bundespräsidenten.
15. 9. Konrad Adenauer wird vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt und bildet eine Bundesregierung aus CDU/CSU, FDP, DP.
7.10. Die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird vom Deutschen Volksrat, der sich zur vorläufigen Volkskammer der DDR erklärt, in Kraft gesetzt. Die sowjetische Militärverwaltung wird in eine zivile Hochkommission umgewandelt, Wilhelm Pieck (1876-1960, SED) wird 1. Präsident der DDR, Otto Grotewohl (1894-1964), SED) bildet eine provisorische Regierung. Generalsekretär des ZK der SED Walter Ulbricht (1893-1973), Vertreter eines loyalen Moskaukurses. Die DDR wird ein zentral geleiteter Einparteienstaat mit einem Präsidenten an der Spitze (seit 1963 Staatsrat), Ministerrat, Volkskammer (Sitzverteilung nach der Einheitsliste festgelegt) und Länderkammer, die 1958 aufgelöst wird. Die Spaltung Deutschlands als eine Auswirkung des Ost-West-Gegensatzes ist Ende 1949 vollzogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gegen die Blockade Westberlins - Rosinenbomber

Nationalhymne der DDR hier

1. Strophe

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

2. Strophe

Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
Reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
Schlagen wir des Volkes Feind!
Laßt das Licht des Friedens scheinen,

Daß nie eine Mutter mehr
|: Ihren Sohn beweint. :|

3. Strophe

Laßt uns pflügen, laßt uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor,
Und der eignen Kraft vertrauend,
Steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben
Unsres Volks in dir vereint,
Wirst du Deutschlands neues Leben,
Und die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

 

Die Ostintegration der DDR (=Einbindung der DDR in den Ostblock)

politisch

Primat der KPDSU,  Entscheidungen über die DDR werden letztendlich in Moskau getroffen (z.B. Absetzung Ulbrichts, Bau der Mauer, ...). Die SED versucht mit dem Aufbau des Sozialismus das System der UdSSR zu kopieren und integriert sich mit dem Aufbau einen totalitären sozialistischen Systems in den Ostblock.

wirtschaftlich

Enteignungen der Großgrundbesitzer und der Industrie schaffen die Voraussetzungen für eine sozialistische Planwirtschaft. Die Betriebe der Landwirtschaft werden in landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (=LPGs) kollektiviert. Im sekundären Sektor werden so genannte volkseigene Betriebe (=VEBs) geschaffen. Damit sind die Produktionsmittel in den Händen der Allgemeinheit (des Staates) und die Voraussetzung zur Schaffung einer sozialistischen Ordnung nach Karl Marx gegeben. Der Staat gibt in 5-Jahres-Plänen der Landwirtschaft und der Industrie vor, was, wie oft, zu welchem Preis und in welcher Qualität zu produzieren ist. Dafür werden Rohstoffe und Arbeitskräfte zugeteilt. Diese Planung wird mit den sozialistischen "Bruderstaaten" abgestimmt. Damit wird die DDR in den Ostblock integriert. Der RGW (=Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) oder Comecon ist das Instrument dieser Ostintegration.

kulturell

Filmindustrie, Theater, Sport: Ausrichtung auf sozialistische Interessen und Bestimmung durch die Gesamtheit der sozialistischen Staaten unter Führung der UdSSR. Kulturaustausch mit den "sozialistischen Bruderländern". Einen großen Raum nimmt die Kultur der entkolonialisierten Staaten, die dem System des Ostblocks nahestehen und die Befreiungsbewegungen gegen den Kolonialismus ein. Unter dem Schlagwort "Solidarität" werden Befreiungsbewegungen unterstützt.

militärisch

Wiederbewaffnung 1956 und Teilnahme in den Warschauer Pakt 1956. 1968 Teilnahme an der Besetzung der CSSR mit Logistik und Spezialisten. Vereinheitlichung der Waffensysteme im Ostblock. Teilnahme an der Weltraumforschung. Erster Deutscher im All (= Kosmos) als Belohnung der DDR durch die UdSSR.

 
 

Der Aufbau des Sozialismus in der DDR

Kollektivierung der Landwirtschaft 

Während der Besatzungszeit hatte die UdSSR die preußische "Junkerklasse", weil diese mit den Nationalsozialisten zusammengearbeitet hatte, enteignet. Damit war in der SBZ der Großgrundbesitz zerschlagen. Das Land wurde an die Landarbeiter dieser Großgüter verteilt.
Mitte der 50er Jahre setzte die zweite große Veränderung der landwirtschaftlichen Struktur ein: die Kollektivierung. Schon bevor die Kollektivierung als agrarpolitisches Ziel auf der 2. Parteikonferenz der SED verkündet wurde, entstanden die ersten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Der Kollektivierungsbeschluss des Politbüros unter Walter Ulbricht wollte den "Sozialismus auf dem Lande", er beinhaltete auch die technokratische Illusion, mit der zentralen Planwirtschaft und dem alleinigen Führungsanspruch der SED über ein gesellschaftsübergreifendes Modernisierungskonzept zu verfügen.
Die zentrale Steuerung des Modernisierungsprozesses erschien als Errungenschaft der kollektivierten Landwirtschaft. Die Kollektivierung war aber auch eine Reaktion auf die Probleme, die sich aus der abrupt durchgeführten Bodenreform sowie der Verdrängung der "Großbauern" ergeben hatten.
Der Eintritt in eine LPG sollte laut Regierung auf der Basis der Freiwilligkeit stattfinden. Die Wirklichkeit sah jedoch in den meisten Fällen anders aus. Durch wirtschaftliche Restriktionen der SED-Führung gegen Landwirte mit jeweils mehr als 20 Hektar (sie galten als Großbauern), immer höher werdende Abgabepflichten, wirtschaftliche Benachteiligung gegenüber den LPGs und mangelnde Belieferung mit Produktionsmitteln und Baustoffen versuchte der Staat, Landwirte zum Eintritt in die LPG zu zwingen.
Folgen waren die Landflucht und die Monostrukturen auf Großfeldern in der DDR. Durch den Einsatz der Landwirtschaftschemie mussten die ökologischen Folgen der Monostrukturen bekämpft werden. Der Einsatz von Maschinen in großem Umfang prägte die Landwirtschaft der DDR. Allerdings blieb ein privatwirtschaftlicher Teil der Fläche. Diesen bewirtschafteten die Mitglieder der Genossenschaften in Eigenregie. Dieser Anteil wurde immer wichtiger. Auf einem 10% Flächenanteil wurde über 5ß% des Obstes und Gemüse erzeugt. Diese privaten Flächen blieben für die Versorgung der Menschen überlebenswichtig. Die Verdienste der Mitglieder der Genossenschaften lagen über dem DDR-Durchschnitt und erlaubten einen der BRD-Kleinbauern vergleichbaren Lebensstandard.

"Die gesunde Ernährung des Volkes mit hochwertigen Nahrungsmitteln und die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen erfordern ein stetiges Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion, zugleich auch eine weitere Verbesserung der Qualität der Produkte und der Produktionsstruktur. Das ist auf die Dauer nur durch die weitere Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und die Herausbildung großer Produktionseinheiten auf der Grundlage der weiteren Festigung des Bündnisses zwischen Arbeiterklasse und Genossenschaftsbauern zu gewährleisten. Diese Produktionseinheiten zeichnen sich durch ein hohes Niveau der Konzentration, der Spezialisierung, der horizontalen und vertikalen kooperativen Beziehungen aus."  aus SED -Programm
 

Aufbau volkseigener Betriebe

Die weitgehende Beseitigung von Privateigentum an Produktionsmitteln (Enteignung der Betriebe und Überführung in Staatseigentum; Volkseigene Betriebe = VEB) ging einher mit der Organisation einer zentralen Planwirtschaft. Die zentralstaatliche Wirtschaftsplanung sicherte der SED-Spitze die Herrschaft über die Wirtschaft und die Durchsetzung des Prinzips: Politik vor Ökonomie. 1947 wurde eine Zentralstelle für die Wirtschaft errichtet - die Deutsche Wirtschaftskommission (DWK). Bis 1949 übernahm sie Aufgaben und Tätigkeiten der wirtschaftlich-relevanten Zentralverwaltungen, die 1945 von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) geschaffen wurden. Sie bildete die institutionellen Grundlagen für die Planung, Lenkung und Kontrolle der Volkswirtschaft. (später staatliche Plankommission). Formell und nach außen hin war der Ministerrat das oberste Wirtschaftsorgan der DDR, faktisch galt aber auch hier wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen die Oberhoheit der Partei. Das Politbüro entschied Wirtschaftsfragen aufgrund von Ausarbeitungen und Vorschlägen der ZK-Abteilungen.
Parallel zur Kollektivierung der Landwirtschaft und zur Verstaatlichung der Industrie drängte die SED auch zu einer verstärkten Kollektivierung des Handwerks durch Bildung von "Produktionsgenossenschaften des Handwerks" (PGH). Der Druck hielt sich hier jedoch in Grenzen, da die Bedeutung des Handwerks als Wirtschaftsfaktor für die Industrie und sein Stand in der Bevölkerung hoch eingeschätzt wurde. In Industrie und Einzelhandel nahm der private Anteil ebenfalls weiter ab. Diese Reduzierung des Privateigentums gelang der SED durch die 1956 eingeführten "halbstaatlichen Betriebe". Der ehemalige Besitzer wurde Geschäftsführer, der Staat nahm die Position des Kapitalgebers ein.

Das höchste Ziel - die Planerfüllung

Das staatliche Lenkungssystem der Wirtschaft ("Ministerium für Planung", ab 1950 "Staatliche Plankommission", Wirtschaftskommission, Wirtschaftsabteilungen des ZK) funktionierte äußerst bürokratisch, langsam und unflexibel: Die oberste Planhoheit lag beim Politbüro. Die Staatliche Plankommission erarbeitete die Vorgaben nach den Zielen des Politbüros, die Betriebe wiederum erstellten auf dieser Grundlage den Plan. Dieser wurde daraufhin nach oben zusammengefasst und modifiziert. Das Ergebnis war ein zentral erstellter Plan, der die Zielstellungen für die Betriebe vorgab, die meist weit vom ursprünglichen Plan abwichen. Die Fünfjahres- und Jahrespläne spielten in der Praxis die wichtigste Rolle, darüber hinaus gab es auch Pläne bis hin zu 30 Jahren. Das Maß aller Dinge der DDR-Wirtschaft war der übergeordneten Instanz erfüllte Pläne zu melden. Die Berichterstattung der Medien der DDR widmeten der Planerfüllung breiten Raum ein. In den Nachrichten wurde über Ernteschlachten und Übererfüllung von Plänen berichtet, die Mitglieder des "Arbeitskollektivs" wurden interviewt und die Helden ausgezeichnet. Nach den höchsten Helden der Arbeit wurde ein Brigade im Betrieb benannt. Diese Berichterstattung entspricht den Aktienkursberichten im West-TV heute.

 

Das Monopol der SED und die Rolle der Nationalen Front

Die Nationale Front ist der Zusammenschluss aller politischen Parteien und gesellschaftlichen Organisationen unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Wer da nicht dabei war, konnte sich auch nicht politisch betätigen. Damit hat die SED, die die NF kontrollierte das Monopol zur Kontrolle.
Um die Entscheidungen der kommunistischen Führung in alle Bereiche von Staat und Gesellschaft zu vermitteln, wurde am 7. Oktober 1949 die NF als Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft vom Deutschen Volksrat gegründet, der aus dem Volkskongress hervorgegangen war.  Die ursprüngliche Wurzel der NF waren die so genannten Antifakommites der SBZ nach 1945. Diese waren, von der UdSSR Militäradministration gegründet, Hilfsorganisationen um die bürgerlichen Kräfte, die nicht in die SED wollten, zu sammeln und unter dem Vorwand "Kampf dem Faschismus" für den Sozialismus zu gewinnen und sie zu kontrollieren.
Während der NF zur Zeit ihrer Gründung noch Aufgaben im Hinblick auf eine „nationale” gesamtdeutsche Politik zugedacht waren, konzentrierte Artikel 3 der neuen DDR-Verfassung von 1968 die NF als „Bündnis aller politischen und sozialen Kräfte des Volkes unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer Partei” auf das gemeinsame Handeln für die Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft.
Neben der SED und den ihrer politischen Führung unterworfenen „bürgerlichen” Blockparteien (Nationaldemokratische Partei/NDPD, Demokratische Bauernpartei/DBD, Christlich Demokratische Union/CDU und Liberaldemokratische Partei/LDPD) waren die neuen Massenorganisationen die wichtigsten Träger der NF, als größte insbesondere der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ) und der Demokratische Frauenbund.  Unter maßgeblichem Einfluss der SED koordinierte die NF die politische „Arbeitsteilung” unter den Parteien. Sie organisierte die Aktivitäten im Umfeld von Wahlen zu den staatlichen Vertretungsorganen auf allen Ebenen, stellte die Wahlkandidaten auf einer geschlossenen Einheitsliste auf und nahm Einfluss auf die Zusammensetzung und Arbeit der gesellschaftlichen Gerichte (zuständig u. a. für Arbeitsrechtsachen, Ordnungswidrigkeiten, Eigentumsdelikte). Zu ihren vielfältigen Aufgaben gehörten auch die Propaganda und Agitation auf breitester Basis und die Mobilisierung der Bevölkerung zu besonderen Anlässen und Aufgaben (z. B. die Organisation von Leistungswettbewerben im Kommunalbereich). 1990 zerfiel auch die NF.

Darstellung Bundeszentrale für politische Bildung

 
 

Der 17. Juni 53

"Zehntausende Arbeiter demonstrieren am 17. Juni 1953 in Ost-Berlin und anderen Städten der DDR gegen die SED. Der daraus entstehende Volksaufstand gilt als eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des geteilten Deutschlands und war der erste Massenprotest im Machtbereich der Sowjetunion überhaupt.

Die DDR-Staatskrise begann schon ein Jahr zuvor. Im Juli 1952 beschloss die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) auf ihrer zweiten Parteikonferenz den Aufbau des Sozialismus nach sowjetischem Vorbild. Betriebe wurden verstaatlicht, die Landwirtschaft zu Kollektiven zusammengeschlossen. Der Aufbau des Militärs und der Schwerindustrie war nur auf Kosten der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie möglich. Die Bevölkerung litt unter Versorgungsengpässen und Lebensmittelrationierungen. Viele DDR-Bürger suchten ihr Glück in der "Republikflucht", wie die Flucht aus der DDR im Jargon der SED genannt wurde (ab 1957 stand sie unter Strafe). Allein im Jahr 1952 verließen 182.000 Ostdeutsche die DDR, 1953 waren es 331.000. Damit verlor die DDR-Wirtschaft Fachkräfte, was die ökonomische Krise verschärfte. Um diesen Verlust aufzufangen, verfügte die SED-Führung, am 28. Mai 1953 in allen volkseigenen Betrieben eine Erhöhung der Arbeitsnormen. Mehr Arbeit für den gleichen Lohn, eine Lohnsenkung, die den Unmut der Arbeiter hervorrief.

Am 15. und 16. Juni streikten Arbeiter auf Großbaustellen in Ost-Berlin. Für den darauffolgenden Tag riefen sie zum Generalstreik auf. Am 17. Juni 1953 demonstrierten Menschen in 700 Städten und Gemeinden gegen das Regime. Wie viele es genau waren, ist bis heute unklar: Die Angaben schwanken zwischen einer halben Million und einer Million Menschen. Längst ging es nicht mehr nur um die Rücknahme der Arbeitsnormen. Die Demonstranten forderten den Rücktritt der Regierung, die Einheit Deutschlands sowie freie und geheime Wahlen. DDR-Sicherheitskräfte und die sowjetische Armee schlugen den Aufstand blutig nieder, 55 Demonstranten und zehn bis 15 SED-Funktionäre und Sicherheitskräfte starben. Die Westmächte griffen nicht ein.

Im geteilten Deutschland herrschte lange ein ideologisches Tauziehen um die Bedeutung des 17. Juni 1953. In der Bundesrepublik Deutschland wurde in den Aufständen der Wille zur Wiedervereinigung gesehen. Seit dem 4. August 1953 war der 17. Juni im Westen ein gesetzlicher Feiertag, der "Tag der deutschen Einheit". In der DDR wurden die Aufstände als "konterrevolutionärer Putsch" bezeichnet und das tatsächliche Ausmaß verklärt."

zitiert Quelle: 17. Juni 1953 - Hintergrund aktuell (14.06.2006) 

 

 
 

Flucht und Mauerbau

Die SED traf die Entscheidung zum Bau der Mauer, nicht nur, um den schmerzlichen Verlust an raren Arbeitskräfte zu stoppen, der der DDR-Wirtschaft tatsächlich großen Schaden zufügte, sondern auch, um "in aller Ruhe" den 1952 beschlossenen "Aufbau des Sozialismus" fortsetzen und die dafür nötigen unpopulären wirtschaftspolitischen Entscheidungen treffen zu können. Seit 1954 verbesserten sich die Lebensverhältnisse schrittweise, da die Sowjetunion auf Reparationen verzichtete und die industrielle Produktion zunahm. Die gewaltsame Kollektivierung der Landwirtschaft führte allerdings bald wieder zu Versorgungsproblemen und zu sprunghaft steigenden Flüchtlingszahlen. Außerdem waren die Lebensbedingungen im Osten viel schlechter als im Westen, der ein Wirtschaftswunder erlebte. Zusätzlich förderte die seit 1958 schwelende Berlinkrise, in der die DDR die vollständige Entmilitarisierung West-Berlins forderte, den wachsenden Flüchtlingsstrom. Wegen dieser Gründe und der politischen Unterdrückung flohen von der Staatsgründung 1949 bis zum Mauerbau im August 1961 etwa 2,7 Millionen Menschen = etwa ein Siebtel der Gesamtbevölkerung der DDR. 90% der Flüchtlinge waren erwerbstätig oder Jugendliche. Fast 50% der Universitätsabsolventen in technischen Berufen flohen in den Westen. Um der massiven Abwanderung Einhalt zu gebieten, ließ die DDR-Führung am 13. August 1961 die Grenze zu Westberlin sperren und den Bau der Berliner Mauer beginnen; am 16. August untersagte sie den Bürgern der DDR die Ausreise in die Bundesrepublik.
Mit dem Mauerbau stabilisierte sich nicht nur die DDR, sondern auch das Verhältnis zwischen den Blöcken. Die USA hatten die Mauer akzeptiert und damit den Wunsch auf ein "Roll Back" des Kommunismus, wie seit 1952 von Eisenhower propagiert, aufgegeben. Hier wird der Übergang zu einer Status Quo Politik erkennbar.
Tatsächlich wurden die 60er Jahre als Folge des Mauerbaus eine Zeit relativen wirtschaftlichen Aufschwungs und wachsenden Lebensstandards. Im Schutz der Mauer konnte die DDR die Arbeitsnormen erhöhen (= Lohnsenkung; s. 17.6.53) und über Preiserhöhungen besonders für Luxusartikel und Textilien, aber auch für Nahrungsmittel, die Nachfrage dämpfen.
1963 verabschiedete die Führung das "Neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft" (NÖS), das besonders eine größere Eigenverantwortlichkeit der Betriebe, weniger zentrale Planung und gewinnorientiertes Wirtschaften vorsah. Die Versorgungslage verbesserte sich langsam, die Löhne stiegen an, es konnte mehr konsumiert werden. Trotzdem blieben viele begehrte Gebrauchsgegenstände und besonders wertvolle Konsumgüter wie Autos und Elektrogeräte jeder Art Mangelware. So sinnvoll die Reform auch gewesen war, die Wirtschaftspolitik schreckte noch immer vor der letzten Konsequenz zurück: Preise und Handel freizugeben, die Subventionen abzuschaffen oder doch deutlich zurückzufahren.
 

Referat zum Mauerbau

Fotos zum Mauerbau
     
Tränenpalast - Übergang Friedrichstraße Die DDR feiert die Mauen 1986 Selbstschussanlage
Der Flüchtling löst durch Kontakte selbst den Schuss (Schrot mit weiter Streuung aus)
Grenze in Berlin Sperranlage - quer durch die Stadt - freies Schussfeld - Stacheldrahtrollen - Fahrweg - Mauer oder Maschedrahtzaun - Wachtürme - Hundelaufbänder - Selbstschussanlagen und Minen (nicht in Berlin)

 

Die neue Verfassung 1968

Die DDR-Verfassung von 1949, ausgearbeitet vom so genannten Volkskongress, war eine Propagandaverfassung, die Gesamtdeutschland als Fiktion und Propaganda gegen die "Spalter-Verfassung" der BRD enthielt. Diese für ganz Deutschland gemachte Verfassung musste überarbeitet werden. Dies geschah nach dem Mauerbau. Damit sollte der Aufbau des Sozialismus in der DDR zur Vollendung gebracht werden, ein sozialistisches Deutschland neben die kapitalistische BRD gestellt werden.

"Im Februar 1968 legt das Zentralkomitee der SED einen Verfassungsentwurf vor. In einer öffentlichen "Volksaussprache" wird der Entwurf anschließend zur Diskussion gestellt, woraufhin einige kleinere Änderungen vorgenommen werden. Am 6. April 1968 kommt es über den Verfassungsentwurf zur ersten und einzigen Volksabstimmung in der DDR. Trotz der Teilnahme von 98,05 Prozent der Wahlberechtigten werden wesentlich mehr Enthaltungen und Gegenstimmen bekannt (94,49 Prozent stimmen mit "Ja") gegeben als bei den Volkskammerwahlen. Nach der Verfassung von 1968 ist die DDR als "sozialistischer Staat deutscher Nation" die "politische Organisation der Werktätigen in Stadt und Land, die gemeinsam unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei den Sozialismus verwirklichen". Damit ist innenpolitisch der Führungsanspruch der SED und in der Deutschlandpolitik die "Zweistaatentheorie" verfassungsrechtlich verankert. Trotzdem sieht die Verfassung auch die "Überwindung der vom Imperialismus der deutschen Nation aufgezwungenen Spaltung" und eine "Vereinigung auf der Grundlage der Demokratie und des Sozialismus" vor."

zitiert Quelle: Neue Verfassung 1968 aus http://www.dhm.de/lemo/

Ulbricht unterschreibt die neue Verfassung

Das System Ulbricht     BpB

Flüchtlingsstatistik

Jahr Einwohner
(Mio.)
arbeitend
1950 18,388 7,196
1960 17,188 7,686
1970 17,068 7,769
1980 16,740 8,225
1988 16,675 8,594

ein schrumpfendes Land

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle Verfassung der DDR von 1968: http://www.documentarchiv.de/
ddr/verfddr.html 

 

Die Konsolidierung der DDR

Die Menschen konnten jetzt wie in den anderen Ostblockstaaten nicht mehr ohne weiteres fliehen, was zu einer gewissen Festigung der inneren Verhältnisse führte. Zusätzlich zeigte die Entstalinisierung Moskaus Wirkung, so gestand das Regime Wehrdienstverweigerung zu und förderte auf wirtschaftlichem Gebiet zeitweise eigenverantwortliches Handeln. Allerdings wurden die stalinistischem Führungsmethoden nun durch eine umfassende Kontrolle ersetzt.
Da Ulbricht wenigstens auf diesem Gebiet der Bundesrepublik den Sieg des Kommunismus über den Kapitalismus beweisen wollte, subventionierte er moderne Technologien sehr stark, was allerdings dazu führte, dass diese Gelder beim Wohnungsbau und bei der Konsumgüterproduktion fehlten. Als Ulbricht trotz der verschlechterten wirtschaftlichen Lage auch noch auf mehr Eigenständigkeit gegenüber der Sowjetunion pochte und die DDR als Vorbild für alle sozialistischen Staaten anpries, war zur Besserung des Verhältnisses mit der Sowjetunion sein Sturz unumgänglich. Nach Genehmigung durch die UdSSR wurde Erich Honecker neuer Parteivorsitzender der SED.
Im Juni 1971 hält die SED in Ost-Berlin ihren VIII. Parteitag mit über 2000 Delegierten ab. Der Parteitag, der kurz nach der Absetzung Ulbrichts stattfindet, kritisiert deutlich dessen Politik und markiert eine "besonders wichtige Zäsur in der Geschichte der DDR". Walter Ulbricht selbst nimmt an dem Parteitag nicht mehr teil, seine Eröffnungsrede wird nur verlesen. Als neue "Hauptaufgabe" wird vom Parteitag die "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" beschlossen. Damit beginnt die Konsolidierung der Wirtschaft der DDR. Mit den Beschlüssen des VIII. Parteitages folgt die SED genau den Vorgaben des XXIV. Parteitages der KPdSU, deren Führungsanspruch von Honecker deutlich betont wird. Damit erkennt die DDR die Breschnew-Doktrin ( = Primat der KPdSU zur Führung aller kommunistischen Parteien und das Interventionsrecht bei Abweichung von der Generallinie der KPdSU) an und Honecker bedankt sich für die Erlaubnis zum Sturz Ulbrichts durch die KPdSU.
Auf dem VIII. Parteitag waren die Probleme der DDR-Wirtschaft zentrales Thema. Durch den Beschluss zur "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" soll das materielle und kulturelle Lebensniveau der Menschen in der DDR erhöht werden. Mit dem Ostverträgen rückt die DDR näher an die EG heran. Die DDR kann über die BRD Produkte in der gesamten EG ohne Zölle verkaufen. Die Deviseneinnahmen verbessern den Lebensstandard. Die DDR kauft Westprodukte (z.B. Citroen GS und Volvo 240) um die Konsumwünsche der DDR-Bürger zu befriedigen. Auch Mode aus dem Westen und Musik werden importiert, so dass hier die Zufriedenheit steigt. Da auch der Reiseverkehr aus dem Westen und vor allem aus Westberlin mit Verwandtschaftsbesuchen zunimmt, eine Telefonverbindung geschaffen wird, verbessern sich die deutsch-deutschen Bindungen vor allem die der nach der Zoneneinteilung und der doppelten Staatsgründung zerrissen Familien. Die Familienzusammenführung und die Rentnerausreise aus der DDR zielen in die gleiche Richtung. Diese Konsolidierung ist aber nicht von Dauer. Nach dem VIII. Parteitag der SED werden zwar die Arbeiterlöhne angehoben, die Renten erhöht, die Arbeitszeit verkürzt und der Wohnungsbau vorangetrieben. Der Lebensstandard in der DDR  steigt in den 70er Jahren tatsächlich an.  Diese Erfolge sind nicht von Dauer. Durch die steigenden Weltmarktpreise für Rohstoffe (Ölkrise 1973) fehlt der rohstoffarmen DDR bald das Geld für notwendige Investitionen.Auch muss die DDR die Ölimporte in der UdSSR bald mit Devisen bezahlen, um die Krise der UdSSR beheben zu helfen. Dieser Devisenabfluss kann nicht durch Verkäufe im Westen aufgebracht werden. Auch immer größere Kredite aus dem westlichen Ausland können den Einbruch der veralteten DDR-Industrie in den 80er Jahren nicht abwenden. (s. unten Milliarden-Kredit 1983 durch FJS).

Jahr Außenhandels-
umsatz
gesamt
davon in
sozialistische
Länder
davon in
Entwicklungs-
länder
davon in
kapitalistische
Industrieländer
1950 3,678 2,660 0,014 1,004
1960 18,487 13,799 0,791 3,897
1970 39,597 28,340 1,601 5,346
1980 120,101 79,810 7,331 32,960
1988 177,337 122,549 5,889 48,898
Jahr gesellschaftliches
Gesamtprodukt
produziertes
Nationaleinkommen
1950 98,186 30,352
1960 240,271 79,379
1970 405,477 121,563
1980 655,212 193,644
1988 810,963 268,410

Quelle statistisches Jahrbuch der DDR 1989

Wirtschaftsgeschichte der DDR

Warum scheiterte die DDR?   

Sozialstaat DDR

 

Preise in der DDR für Konsumgüter

 



Wirtschaftsstandorte DDR Quelle Wikipedia

 

 

Der vergebliche Kampf um die Anerkennung

 

 
  • Bemühungen um die Anerkennung anderer Staaten
  • Die Rolle der Hallstein-Doktrin als Hindernis
  • Liste der diplomatischen Vertretungen der DDR 1949 bis 1989 - Botschafteraustausch
  • Der Grundlagenvertrag   BRD - DDR

Die DDR-Deutschlandpolitik - Facharbeit

 
 

Die DDR auf internationaler Bühne in den 70er Jahren

In den siebziger Jahren gewann die Deutsche Frage mit der Entspannungsidee und der neuen Ostpolitik der SPD/FDP eine neue Dimension. Erinnerungen an das Dritte Reich verblassten, und die Idee der deutschen Wiedervereinigung wurde nach der bereits seit 1945 allmählich vollzogenen Integration der beiden deutschen Teilstaaten in die jeweiligen Blöcke nun auch durch eine zunehmende innerdeutsche "Normalisierung" überlagert. Die Welt und sogar die Deutschen selbst gewöhnten sich an den Zustand der deutschen Teilung. 1972 starteten in München bei den olympischen Spielen zwei deutsche Teams. 1974 traten die DDR und die BRD bei der Fußballweltmeisterschaft gegeneinander an (1:0 für DDR). Die Tatsache, dass die beiden deutschen Staaten "normale gutnachbarliche Beziehungen zueinander auf der Grundlage der Gleichberechtigung" entwickelten, wie es im Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR vom 21. Dezember 1972 hieß, wurde von vielen im In- und Ausland beinahe als Selbstverständlichkeit betrachtet. Der Reiseverkehr wurde ausgeweitet, die Telefonverbindungen verbessert (Selbstwahlverkehr), die Ausreise aus der DDR für Rentner eröffnet und der Reiseverkehr für Westberliner gesichert. Teile des Mülls der BRD (vor allem Giftmüll) wurde in die DDR geschafft und die DDR erzeugte Strom für Westberlin.
Allerdings verschwand die Wiedervereinigung nicht völlig von der Tagesordnung. Für die Bundesrepublik war sie eine grundgesetzliche Verpflichtung. Die konkrete Ausgestaltung der Politik zur Wiedervereinigung wurde vom Bundesverfassungsgericht aber der Regierung und dem Bundestag überlassen. Für eine letztendliche Wiedervereinigung, so das BVG, seien sowieso die Siegermächte zuständig. Diese würden über die politische Gestaltung der Wiedervereinigung befinden. (wie 1990 geschehen!) Die DDR-Führung argumentierte, dass eine Wiedervereinigung möglich sei, falls sich der Sozialismus in der Bundesrepublik durchsetze. "Wenn der Tag kommt", so der SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker 1981 in einem Interview mit dem britischen Verleger Robert Maxwell, "an dem die Arbeiterklasse mit der sozialistischen Umgestaltung der Bundesrepublik beginnt, dann wird sich die Frage der Vereinigung der beiden deutschen Staaten in einem völlig neuen Licht zeigen."
Im Fall des Saarländers Honecker, wie bei vielen anderen in beiden Staaten, mögen die gemeinsame Geschichte, Sprache und Kultur sowie die fortbestehenden Bindungen zwischen Familien und Freunden über die Ost-West-Grenzen und ideologischen Gräben hinweg eine wichtige Rolle gespielt haben, das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu erhalten.
Aus Sicht der DDR blieben die innerdeutschen Beziehungen allerdings ein Teil der "globalen Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Kapitalismus". Die Politik der "friedlichen Koexistenz" - des friedlichen Nebeneinanders von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung - war aus dieser Perspektive kein Versuch zur Aussöhnung, sondern nur eine Form des Klassenkampfes. Die westdeutschen Verhandlungspartner im Rahmen der Entspannung galten nicht in erster Linie als Angehörige derselben deutschen Nation, sondern vor allem als politische Gegner, die man weiter bekämpfen musste - zumal die neue Ostpolitik der Bundesrepublik zunehmend sogar die innere Stabilität der DDR gefährdete. Viele Bürger der DDR beriefen sich auf die Verträge der DDR mit dem Westen und klagten diese ein. So wurde vor allem die KSZE-Schlusserklären 1975 in Helsinki, in der die Freizügigkeit garantiert wurde (auch von Erich Honecker) eingefordert und die Übersiedlung in den Westen verlangt. In der UdSSR beriefen sich Dissidenten auf ihre Rechte. Westreporter, die nach KSZE-Beschluss Arbeitsrechte im Ostblock hatten, berichteten über Menschenrechtsverletzungen, über Probleme und Widersprüche. Über den Umweg der Westmedien gelangten diese Informationen dann an die Menschen im Osten. Der Wissensstand und damit die Kritik an den Regierungen stieg an und das Selbstbewusstsein und die Zahl der der Dissidenten wuchs. Die Ostblockregierungen fühlten sich von Westmedien beobachtet und ausspioniert, sie sahen in Westjournalisten  eine Infiltration ihres Systems, und in ihrer Berichterstattung die im Westen nur kritischer Journalismus war eine Einmischung in ihre Angelegenheiten. Dadurch verschlechterten sich die Beziehungen. Die Aufstellung von neuen mobilen SS 20 Raketen mit Mehrfachsprengköpfen tat ein übriges. Die nächste Krise musste die Entspannung zwischen den Blöcken beenden.

 

genauer Bundeszentrale für politische Bildung

Anerkennung der DDR trotz Hallstein-Doktrin
 

Die DDR in der Eiszeit ab 1980

Die Beziehungen BRD - DDR

Mit der Islamischen Revolution stieg nicht nur im Westen die Angst vor dem Iran. Auch die UdSSR sah angstvoll mit einer Domino-Theorie auf den Islam. Wenn ein islamischer Staat nach dem anderen fundamentalistisch würde, wären bald die islamischen Republiken der UdSSR betroffen. In ihrer Angst intervenierte die UdSSR Dez 1979 in Afghanistan um eine islamische Revolution dort zu unterbinden und ein prorussisches Regime an der Macht zu halten. Damit beginnt eine neue Eiszeit zwischen den Supermächte. In den USA wird 1980 mit Ronald Reagan (1980-1988) ein Hardliner gewählt, der den Amerikanern eine härtere Haltung gegen die UdSSR und den Kommunismus als "Reich des Bösen" verspricht als der liberale Jimmy Carter (1976-1980). Dieser hatte nicht einmal den Zusammenbruch des Partners Südvietnams verhindern können. Europa reagiert auf die Hilflosigkeit der USA Ende der 70er Jahre mit dem NATO-Doppelbeschluss und einer Aufrüstung. Diese Faktoren beenden die Entspannungspolitik.
Nur zwischen den beiden deutschen Staaten ging die Entspannung weiter. 1982 übernahm Kohl in der BRD die Kanzlerschaft nach einem Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt. Doch die Situation blieb. Die deutsch deutsche Politik änderte sich nicht. Im Juni 1983 arrangierte Franz Joseph Strauss (Ministerpräsident in Bayern) einen Milliardenkredit an die DDR, um diese wirtschaftlich zu stabilisieren. "Ich wünsche keinen Spannungszustand und keine Rückkehr zum Kalten Krieg. Ich bin für eine Beseitigung der Ursachen der Spannung und bis dahin für Verhaltensweisen, in denen man vernünftig miteinander auskommt. Das schließt auch Verständnis für die Schwierigkeiten der Machthaber im anderen Teil Deutschlands ein", sagte er im Juni 1983. (
genauer) Die Wirtschaftsbeziehungen wurden ausgebaut. Die DDR lieferte über die BRD Produkte in gesamte EU. Da die DDR für die BRD kein Ausland war, galten alle Waren aus der DDR als "made in Germany" und damit als Produkt des EU-Raums. Die BRD zahlte dafür Abgaben nach Brüssel. Die DDR verkaufte weiterhin Gefangene in den Westen. Rhetorisch wurde dagegen ziemlich geschimpft.  Ab der Isolation der DDR durch den Wandlungsprozess, der ab 1985 von Gorbatschow ausgelöst wurde und der Westen merkte, dass die UdSSR zu politischen Zugeständnissen bereit war, verbesserten sich die Beziehungen zur UdSSR, so dass 1989 die BRD - russischen Gespräche konstruktiver waren als die zwischen den beiden deutschen Staaten.

Die 80er Jahre in der DDR BpB

 


DDR-Ministerrat


Franz Joseph Strauss 1983 mit Honecker


Die DDR feiert den Mauerbau


1987 Honecker - Kohl in Bonn

 

Gorbatschow und der Zusammenbruch des Ostblocks

Mit dem Amtsantritt Michail Gorbatschows am 11. März 1985 zeichnete sich eine grundlegende Veränderung in der sowjetischen Politik ab. Parteichef Gorbatschow stand vor einer Reihe von Problemen, die es zu lösen galt: Das zentralistische Wirtschaftssystem hatte die UdSSR zu einer rückständigen, nicht mehr konkurrenzfähigen Industrienation gemacht, die ohne westliche Hilfe bald zusammenbrechen würde. Die Eliten des so genannten militärischen-industriell-Komplexes (MIK) sicherten sich und ihre Nachkommen ab. Diese Nomenklatura aus Partei, Industrie und Militär besetzte Posten nicht mehr nach Qualifikation. Dadurch waren diese Bereich sehr ineffizient. Die Sozial-, Bildungs- und Gesundheitspolitik waren im Grunde genommen nicht mehr existent; außerdem war Korruption in der Sowjetunion mittlerweile zu einem dramatischen Problemfaktor angewachsen. Außenpolitisch gesehen waren die „militärischen Abenteuer“ der UdSSR seit Mitte der siebziger Jahre zu einem kostspieligen Unternehmen geworden und sorgten für eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Ein sich zuspitzendes Problem war außerdem der Nationalitätenkonflikt innerhalb der Sowjetrepubliken (nur knapp 30 % waren Russen), der bald zu eskalieren drohte. Vor allem das wachsende Selbstbewusstsein der islamischen Teilrepubliken spaltete die Union. Die Rüstungsausgaben waren auf Kosten der Konsumgüterindustrie gesteigert worden, so dass die Lebensqualität in der UdSSR seit 1981 rückläufig war.

Michail Gorbatschow sah die Lösung all dieser Probleme nur in einem radikalen Umgestaltungskurs (Perestroika) und in der Öffnung der sowjetischen Gesellschaft (Glasnost). Gorbatschow wollte den Sozialismus nicht abschaffen, sondern nach Lenins Prinzipien verbessern. An der Abkehr von Privateigentum an Produktionsmitteln hielt er weiterhin fest, dennoch erkannte der sowjetische Parteichef, dass die Konkurrenzfähigkeit der Sowjetunion nur durch eine Ergänzung der Planwirtschaft durch liberal-wirtschaftliche Ideen geschaffen werden konnte. Um die Macht der UdSSR zu erhalten, musste sich also eine umfassende innenpolitische Stabilisierung vollziehen. Dies ging aber nur durch den Einsatz finanzieller Ressourcen, die nicht vorhanden waren. Man brauchte Kredite im Westen. Um diese zu erhalten wurde die Außenpolitik geändert. Der Westen machte aber für Kredite einen demokratischen Wandel in der UdSSR zur Voraussetzung. Um Reformen zu machen fehlte aber das Geld. Der Öffnungsprozess machte sich vor allem durch Probleme in der Versorgung mit Alltagsgüter bemerkbar. Da viele Betriebe nur mehr gegen Geld (vor allem Devisen) lieferten, brach die Wirtschaft zunehmend ein. Einige bereicherten sich an den Ressourcen des Staates.

Auch außenpolitisch änderte Michail Gorbatschow den sowjetischen Kurs: Da sich die UdSSR angesichts der wirtschaftlichen Schwäche einen Rüstungswettlauf mit den USA nicht leisten könne, wurde der ideologische Kampf mit dem Westen vorerst vermindert. Gorbatschow ging es vielmehr darum, einen stabilen Frieden zu schaffen, der frei von internationalen Klassenkämpfen seien sollte. Weiterhin sah er den Übergang der Sowjetunion von der offensiven zur defensiven Militärmacht und einen Kurs der weltweit friedlichen Koexistenz für unbedingt nötig. Im Zuge des wachsenden Vertrauens zwischen Ost und West wollte Gorbatschow auch mit einer generellen Abrüstung ein Zeichen setzen. Dieser neue Kurs stieß bei der innerparteilichen Opposition auf starken Widerstand. Man forderte von Gorbatschow die Weiterführung des Kampf gegen die USA, auch mit militärischen Mitteln, um das entstandene Gleichgewicht zwischen Ost und West zu stabilisieren. Doch Parteichef Gorbatschow ließ sich von seinem Kurs nicht abbringen: Bis zu seinem Abtritt beharrte er immer auf der Theorie, „[...]dass jedes System mit der Kraft des Beispiels und nicht mit Waffengewalt beweisen wird, welches besser ist[...]“.  Um dieser inneren Opposition entgegen treten zu können brauchte er wirtschaftliche und politische Erfolge.      

Schon 1985 nahmen die USA und die Sowjetunion Gespräche über einen Abbau atomarer Lang- und Mittelstreckenraketen auf, die dann auf Initiative Gorbatschows in den Vertrag über einen völligen, weltweiten Abbau der atomaren Mittelstreckenraketen (INF Null-Lösung) mündeten, der 1987 in Genf unterzeichnet wurde. Gleichzeitig bemühte sich Gorbatschow, in der „Konferenz über Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen und Abrüstung in Europa“ (KVAE) im September 1986 das Verhältnis der Sowjetunion zu den europäischen Staaten zu verbessern und generelle Abrüstungsmaßnahmen einzuleiten. Als er dann bald darauf eine Truppenreduzierung in Osteuropa ankündigte, wurde der Zerfall des Ostblocks noch zusätzlich beschleunigt, da alle im Ostblock deutlich die Schwächen der UdSSR erkannten. ("Ein Sportflugzeug eines 19 jährigen deutschen Jungen landete am Roten Platz in Moskau und die Luftabwehr schlief im Wodkarausch")

Unter dem Eindruck Michail Gorbatschows offener Politik setzte sich ab 1988 ein Demokratisierungs- und Verselbstständigungsprozess zuerst in Ungarn und Polen ein, der dann schnell auf die übrigen Ostblockstaaten überschwappte. Um dieser Bewegung zusätzliche Motivation zu verleihen, begann Gorbatschow am 15. Februar 1989 demonstrativ, die Truppen aus Afghanistan abzuziehen, und verkündete am 7. Juli 1989 vor dem Europarat in Straßburg, dass jede Einmischung in Unabhängigkeitsbestrebungen von Staaten des Ostblocks nicht zulässig seien. Damit gab die KPdSU ihr Dogma auf, jederzeit in alle anderen kommunistischen Parteien und Staaten eingreifen zu dürfen (= Breschnewdoktrin). Zuvor hatte sich der „Eiserne Vorhang“ im Mai an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn geöffnet. Der Kurswechsel wurde durch die nun folgenden Bürgerrechtsbewegungen in der DDR und der Tschechoslowakei besiegelt. Gorbatschow gab nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 grünes Licht für die Wiedervereinigung Deutschlands, die dann am 12. September 1990 im „Zwei Plus Vier – Vertrag“ mit allen Siegermächten des Zweiten Weltkrieges geregelt wurde. Nachdem auch in Rumänien Ende 1989 ein Demokratisierungskurs einsetzte, war das Ende des Ostblocks so gut wie besiegelt. Offiziell löste sich der Warschauer Pakt am 1. Juli 1991 selbst auf, das Ende der Militärstruktur des Bündnisses war bereits am 1. April vollzogen wurden.

Zur gleichen Zeit kündigte sich auch das Ende der UdSSR an. Sechs Jahre nach dem Beginn des neuen Kurses war die Situation, in der sich das Land befand, äußerst kritisch: Die Wirtschaft lag am Boden, die Nationalitäten der Sowjetunion beharrten auf Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern brach zusammen und wirtschaftliche Streiks waren an der Tagesordnung. So war die Stimmung revolutionär und die Rufe nach dem Rücktritt Gorbatschows und seiner Regierung wurden immer lauter. Im Spätsommer 1991 wurde die Sowjetunion dann von einer Putschwelle überschwemmt. Während militärische Kräfte und Altkommunisten damit versuchen wollten, die alte Sowjetunion wieder zu stabilisieren, gelang es Boris Nikolajewitsch Jelzin, die aufgebrachten Volksmassen, die von Planwirtschaft und Sozialismus nichts mehr wissen wollten, für sich zu begeistern und den Parteichef Michail Gorbatschow damit zu entmachten.

Am 6. Dezember 1991 verkündete der Oberste Sowjet der Ukraine, dass sie sich ab sofort nicht mehr als Mitglied der „Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken“ betrachten würden. Zwei Tage später beriet Jelzin dann mit dem Obersten Sowjet Weißrusslands und dem ukrainischen Ministerpräsidenten in Minsk über die Zukunft der Union. Da die Verhandlungen über einen neuen Unionsvertrag scheiterten, bildeten die Teilnehmer die „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“ (GUS) – ein offenes Bündnis, in das Staaten mit ähnlichen Prinzipien jederzeit eintreten könnten.

So ging aus der ehemaligen Sowjetunion Russland als wichtigster Nachfolgestaat hervor. Das Ende der alten, traditionellen UdSSR war vorerst auch das Ende der Konfrontation zwischen Ost und West und damit das Ende des Kalten Krieges.

 

s. auch

 

Schulsystem der DDR

 

Die Regierung der DDR am Vorabend der Auflösung

 


Mit der Umgestaltung in der UdSSR und den Liberalisierungen in Ungarn und Polen war die DDR neben Rumänien und der VR-China die härteste Ostblockdiktatur. Während aber die anderen Staaten neben dem Sozialismus ein nationales Bewusstsein entwickelt hatten, war in der DDR die Existenz des Systems an die Herrschaft der SED geknüpft. Ein demokratisches Deutschland in der DDR wäre nicht alleine existenzfähig. Der Wunsch auf Wiedervereinigung war in der DDR allgemein und in der BRD vor allem unter den Älteren mehrheitlich vorhanden. So wurde das politische System der DDR von der SED verteidigt. Im Juni begrüßte die SED die Zerschlagung der Demokratiebewegung in Peking am Platz des Himmlischen Freidens. Man sprach sich selbst Mut bei der Verteidigung des Sozialismus zu. Die NVA und die Betriebskampfgruppen sollten in der Lage sein, das System aufrecht zu halten. Darüber wurden die Menschen (16.5 Mio) von der Stasi und in deren Auftrag von informellen Mitarbeitern überwacht (fast 1 Mio). Die politische Führung im Zk der SED war aber nicht komplett über die Wirklichkeit informiert. Honecker selbst glaubte an die Stabilität und Effizienz und Qualität seines Systems. Die Wirklichkeit mit Versorgungsmängeln, Korruption, Unterdrückung, politischen Gefängnissen und dem Zusammenbruch der real existierenden sozialistischen Systeme in den Staaten des Warschauer Pakts wurde in seiner Tragweite von der Führung nicht erkannt. Man bereitete die 40-Jahr-Feier des Staates DDR vor als sei nichts geschehen, das die Welt verändert hat. Die Fassade dieses "Jubelfests" sollte durch nichts getrübt werden. So wurde gerade dieses Fest zum Untergang der DDR, da die politische Führung im Fokus der Weltpresse ihre Liberalität zeigen wollte. Man kann nicht die Betriebskampfgruppen und die NVA gegen friedliche Demonstranten loslassen, wenn die Welt zusieht. Die DDR ist nicht China und hinter der DDR stand selbst die UdSSR als politische Vormacht des untergehenden Ostblocks nicht mehr. Mit dem Satz: "Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte" gab Gorbatschow die DDR-Führung unter Honecker preis. Gorbatschows Zusicherung, dass jeder Staat seinen Weg zum Sozialismus selbst suchen und bestimmen dürfe, beendete die militärische Rückendeckung der DDR. Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass die Breschnew-Doktrin die Existenzgarantie für die DDR war. Eine freie DDR ohne Rückendeckung durch die UdSSR kann es nicht geben, da die meisten Menschen einerseits genau diesen Staaten nicht wollten und andererseits dieser Staat durch die wirtschaftlichen Probleme nicht in der Lage war, die Menschen durch Wohlstand für sich zu gewinnen. Gerade letzteres ist eigentlich tragisch. Die DDR war der reichste Staat im Ostblock, alle anderen Staaten bewunderten die Leistungen der DDR. Die Menschen maßen aber alle Fortschritte am Westen. Dieser kam unzensierbar über die Antennen und Sat-Schüseln in die hintersten Ecken der DDR. So blieb der BRD trotz des Desinteresses der Menschen im Westen an den inneren Belangen der DDR - der Zone - der Maßstab, an dem der Erfolg der Regierung der DDR gemessen wurde. Das Versagen der SED an der Konsumfront konnte nicht durch die freiwilligen Subotnics, die Leistungen des Dopingsports und die langweiligen Parolen der Politik kompensiert werden. Selbst 1 Million Spitzel und 1,7 Millionen Parteimitglieder konnten kein Gegengewicht zum fehlenden Nationalgefühl schaffen. An letzterem berauschten sich ab November 89 alle, so dass die Wiedervereinigung kommen musste. Dieser Prozess
s. unten
 
Quelle Haus der Geschichte

 
 

Die Auflösung im Herbst 1989  und die Wiedervereinigung

Daten im Überblick

Mai 1989

Die Kommunalwahlen in der DDR werden durch die Regierung massiv gefälscht (wie üblich), um 98,5% Zustimmung zu erzielen. Doch eine Opposition protestiert diesmal und beginnt sich in Kirchengruppen zu organisieren. Erste Mahnwachen und Mahngottesdienste werden abgehalten. Die Erfolge der Opposition in den anderen Staaten des Warschauer Pakts spornen an. Die Vorgänge werden durch die Westpresse und TV beobachtet! Gibt es einen Wandel auch in der DDR?

Juni 1989

Die Demokratiebewegung in der VR-China wird durch das Militär gewaltsam niedergewalzt (durch Panzer) - Damit endet in China eine Studentenbewegung zur Demokratisierung blutig. Egon Krenz rechtfertigt die Handlungsweise der KP Chinas. Die Volkskammer bezeichnet das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens als "Niederschlagung einer Konterrevolution" und zeigt Verständnis für den Einsatz von Militär. Diese Vorgänge werden in der Reform-UdSSR anders gesehen! Gorbi äußert sich kritisch dazu!

Aug 1989

In Ungarn wird der Eiserne Vorhang offiziell von den Außenministern Österreichs und Ungarn zerschnitten, um die traditionellen Bindungen der Donaustaaten und deren Annäherung zu zeigen. Ungarn demonstriert damit im Ostblock seine Selbständigkeit und seinen Reformwillen, um Kredite aus dem Westen für die Sanierung der Wirtschaft zu erhalten. Österreich - bald EU-Mitglied - erneuert seine Bindungen (K+K-Zeit) auf dem Balkan. Die Urlauber aus der DDR nutzen diese Fluchtmöglichkeit, über die dann via Westfernsehen in die DDR berichtet wird. Dies löst eine erste Fluchtbewegung aus.

Sep. 1989

Die Flucht wird zur Massenbewegung. Behinderungen an den Grenzen (Grenzübertritt nur ohne Auto) werden mit einer zunehmenden Flucht in die BRD-Botschaften in Prag und Budapest beantwortet. Die Regierungen Ungarns und der CSSR wollen nichts unternehmen, um ihre Beziehungen zum Westen (Kredite) nicht zu gefährden, lassen aber auch die Ausreise mit Westpapieren nicht zu. Die Mahnwachen und Mahngottesdienste der Opposition in der DDR werden ab September von "Protestspaziergängen" gefolgt. Die Opposition wird mutiger. Forderungen nach Reformen in der DDR werden laut. Angesichts der Weltpresse und der Vorbereitung zum 40. Geburtstag der DDR am 7.10.89 werden der Einsatz von Betriebskampfgruppen und NVA gegen die Demonstranten nicht angeordnet. Die Botschaften werden geräumt, den Flüchtlingen wird die Ausreise In die BRD gestattet, um das Gesicht zu wahren. Die SED hat zum ersten mal Angst vor der öffentlichen Meinung!

Okt.1989

Zum 40. Jahrestag der DDR-Staatsgründung jubeln die Bürger der DDR Gorbatschow zu, der zu erkennen gibt, dass die DDR-Führung mit ihren Problemen alleine und friedlich fertig werden muss und dass die UdSSR auf keinen Fall eingreifen wird. "Jeder Staat im Ostblock soll seinen eigenen Weg zum Sozialismus beschreiten". Gorbatschow fordert mit dem Satz: "Wer zu spät handelt, den bestraft die Geschichte!" zu Reformen in der DDR auf. Darauf hin wird Honecker durch Egon Krenz ersetzt. Doch dieser hat im April noch die Massaker der VR-China an der Opposition befürwortet. Er ist keine Alternative, vor allem kein Reformer.

Nov. 1989

Um den Abwanderungs- und Fluchtdruck einzudämmen, wird ein Passgesetz in Aussicht gestellt, das es jedem DDR-Bürger erlaubt auszureisen. Die Montagsdemonstrationen sind unterdessen zu einer Massenbewegung angewachsen. Die Opposition artikuliert sich lautstark, die Staatsführung hat das Handlungsmonopol verloren. Am 9.November kommt es im Zusammenhang mit einer Demonstration an der Mauer für die Ausreise zur Öffnung der Grenzübergänge. Die DDR ist ein offener Staat, in dem eine angeschlagene Staatsführung um ihr eigenes Überleben kämpft. Krenz tritt ab und wird durch den "Reforme" Modrow ersetzt.

Trabis go West

Dez. 1989

Die SED benennt sich in PDS um, öffnet und demokratisiert sich nach außen hin, um den Reformdruck aufzufangen. An einem Runden Tisch treffen sich neu gegründete Oppositionsgruppen mit der DDR-Regierung. Freie Wahlen werden vorbereitet und für den 18.3.1990 terminiert. Es bilden sich neue Parteien (SPD, Demokratischer Aufbruch, Neues Forum, Demokratie jetzt u.a.), bestehende SED Blockflöten (haben 40 Jahre mit der SED im Gleichung gearbeitet und gepfiffen) machen sich unabhängig (CDU, LDPD, NPD, BP). Auf der Straße wird seit Dezember massiv nicht nur nach Reformen geschrien, sondern auch die Wiedervereinigung gefordert! Die Bundesregierung Kohl sondiert in Gesprächen mit den USA, GB, F und der UdSSR eine evtl. Wiedervereinigung, Die Chance scheint einzigartig zu sein. Widerstände in GB und Frankreich werden ausgeräumt, Widerstände in der UdSSR mit Geld und Versprechen (keine NATO-Truppen auf DDR-Gebiet, Abrüstung, Kredite, Kostenübernahmen) besänftigt. Kohl erzählt dem Bundestag, dass er einen 10-Punkte-Plan zur Wiedervereinigung innerhalb von 10 Jahren habe.

Jan - März 1990

Im Wahlkampf in der DDR gewinnt die Richtung für eine möglichst schnelle Wiedervereinigung an Boden. Der irrationale, "nationale Schulterschluss" in Deutschland übersieht alle Probleme. Ca. 300000 DDR-Bürger haben seit November die DDR verlassen und schaffen im Westen und Osten Probleme. Die DDR-Wirtschaft leidet unter der Flucht, die BRD kann den Flüchtlingsstrom kaum integrieren. Wenn sich die Verhältnisse nicht stabilisieren, gibt es unkalkulierbare Probleme. Der Flüchtlingsstrom ist nur durch eine schnelle Wiedervereinigung zu stoppen. Wie entwickelt sich die UdSSR im Inneren? Bleibt es bei einem wiedervereinigungsfreundlichen Kurs? Wie geht die Wiedervereinigung? Entweder nach Art. 23 GG oder nach Art. 146 GG?

18.März1990

Aus den Wahlen geht die CDU (48%) als Sieger hervor, obwohl diese Partei 40 Jahre an der Seite der SED regiert hat! Sie bildet mit allen neuen politischen Kräften eine Koalition gegen die PDS und für eine Wiedervereinigung.

Mai 1990

Um die Wiedervereinigung nach Art. 23 des GG zu ermöglichen (=Beitritt der Länder Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern zur BRD), werden die Länder von 1945 (1952 aufgelöst) neu gegründet. Diese beantragen über die DDR-Volkskammer die Aufnahme in die BRD. Hier beginnen offiziell Verhandlungen zur Wiedervereinigung. In einem Staatsvertrag wird eine Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion ins Auge gefasst.

1.Juli 1990

Die DDR-Mark wird abgeschafft und in die DM umgetauscht. Hierbei wird um stille Enteignungen der DDR-Sparer zu verhindern ein Umtauschkurs von 1:1 bis 20000 pro Person (dann 1:2) verwirklicht. Die DDR-Wirtschaft verliert dabei mit einem Schlag alle Kunden im Osten, diese die Waren nicht mehr bezahlen können. Die DDR-Bürger ihrerseits kaufen aber nur des Image wegen Westprodukte. Die DDR-Wirtschaft bricht zusammen. Alles Staatseigentum (Betriebe, Grundstücke, LPGs) der DDR wird von einer Behörde, der Treuhand, übernommen und soll verkauft werden. Die Gewinnerwartungen aus diesem Verkauf werden enttäuscht, Die DDR-Industrie kann meistens nur mit riesigen Zuschüssen und Subventionen verkauft werden. Die Altlasten (Umweltschäden, Sanierungen, Pensionen, Sozialeinrichtungen der Betriebe) werden dem Staat übergeben, der die Verluste und Schulden damit erbt.

Juli - Sep 1990

Der Einigungsvertrag wird ausgehandelt. Durch den Einigungsvertrag unterwirft sich die DDR der bestehenden Rechtsordnung der BRD. In fast allen Bereichen übernimmt die DDR im wiedervereinigten Deutschland das Rechtssystem und die Rechtsordnung der BRD. (Ausnahme: Abtreibungsrecht und grüner Abbiegerpfeil  in der StVO) In der DDR muss damit eine neue Wirtschafts- Finanz- und Rechtsordnung eingeführt werden. Alle alten Rechte der DDR für ihre Bürger sind damit ungültig. Insbesondere regelt der Einigungsvertrag die Eigentumsverhältnisse bei Immobilien in der DDR. 40 Jahre DDR werden rückabgewickelt! Die 4 Jahre UdSSR-Zonen-Herrschaft werden nicht rückabgewickelt! Alles Staatseigentum der DDR geht in  den Besitz der BRD über, auch alle Schulden und Verbindlichkeiten. Die Sozialsysteme der BRD übernehmen alle BürgerInnen der DDR in die Solidargemeinschaft. Alle Kosten für die Wiedervereinigung werden deshalb nur  von den Versicherungspflichtigen erbracht.

Juli - Sep 1990

Der 2+4 Vertrag regelt die Wiedervereinigung aus der Sicht der Sieger. Der 2. Weltkrieg wird damit endgültig abgeschlossen. Deutschland erhält die volle Souveränität. Die BRD bleibt im westlichen Bündnis, der NATO. Alle Abrüstungsbestimmungen der BRD gelten für das wiedervereinigte Deutschland. Alle Verpflichtungen des Deutschen Reichs kommt die wiedervereinigte BRD nach! Damit ist der 2. Weltkrieg formell ohne Friedensvertrag abgeschlossen. Die Grenze (s.unten) werden bestätigt!

Sep 1990

Der 2+4+1 Vertrag Die BRD stimmt den Forderungen der Siegermächte zu, die Grenzen des wiedervereinigten Deutschlands endgültig völkerrechtlich anzuerkennen. Die Parlamente der BRD und der DDR erkennen förmlich insbesondere die Oder-Neiße-Grenze an. Rechte deutschnationale Gruppen bekämpfen diese Entscheidung, um die sich die Regierung Kohl gerne gedrückt hätte. Mit der Ratifizierung der Grenzanerkennung ist die letzte Hürde zur Souveränität Deutschlands und zur Wiedervereinigung gefallen.

letzte Regierung der DDR - die einzige frei gewählte

3.Okt 1990

Der 2+4 Vertrag und der Deutsche Einigungsvertrag treten in Kraft. Damit ist Deutschlands Spaltung aufgehoben und die neue größere BRD wieder souverän. Die wiedervereinigte BRD schließt mit Polen ein Grenzabkommen (Die Vertriebenen protestieren gegen die Anerkennung der Zustände nach der Niederlage im 2.

Der Untergang der DDR   BpB


Egon Krenz


Mauerfall 9.11.89

 

 

 


runder Tisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

März 1990
Wahlergebnis


Lothar DeMaiziere
und Helmut Kohl 1990


 

 

 

 
 

Probleme nach der Einheit

s. auch http://www.fes.de/fulltext/bueros/seoul/00894.htm

s. auch

Zahlen der Treuhand

 

Was von der DDR blieb

 

 

 

 

Lexikon der DDR des MDR