virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

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<= China nach der Revolution

1911 Revolution - Der letzte Kaiser der Mandchu-Dynastie wird gestürzt. Das Land zerfällt unter einzelnen Herrschern aus dem Militär (warlords).  
1917 Eintritt Chinas in den Krieg gegen Deutschland. Die Hoffnung auf eine Beseitigung der »ungleichen Verträge« werden im Frieden nicht erfüllt.  
1922 Verzicht der UdSSR auf alle Rechte und Konzessionen in China ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen der Kuomintang (KMT) Partei Sun Yat-sens und der 1921 gegründeten Kommunistischen Partei (KPCh).  
1924 Aufnahme der KPCh in die KMT.  
1925 Der Tod Sun Yat-sens führt zur Ausrufung der »Nationalen Revolution« unter Tschiang Kai-scheck (1887-1975).  
1926  Feldzug der Revolutionsarmee gegen die regionalen Militärmachthaber (War Lords) in Mittel- und Nordchina.  
1927 Bruch Tschiang Kai-schecks mit der KPCh und Bildung einer antikommunistischen Nationalregierung in Nanking.  
1928 Die nationale Revolution endet mit dem Einmarsch der Truppen Tschiang Kai-schecks in Peking. Die nationale Einheit wird wiederhergestellt. Seine Politik stützt sich auf die Wiederbelebung der chinesischen Tradition und Zusammenarbeit mit England und den USA. Eine Bodenreform unterbleibt (Die Großgrundbesitzer beuten weiter die Massen armer Landarbeiter aus). Allmählicher Übergang zur Militärdiktatur. Gestützt auf die Kleinbauern und Landarbeiter, gelingt den Kommunisten die Bildung von Stützpunkten in Südchina unter Mao Tse-tung (1893-1976) und die Gründung einer Roten Armee.  
1931 Besetzung der Mandschurei durch Japan und Gründung eines japanischen Satellitenstaats Mandschukuo.  
1933 Besetzung der Provinz Jehol (nördlich von Peking) durch Japan.  
1934-35 Um sich den Vernichtungsfeldzügen der Regierung zu entziehen, weichen die Kommunisten auf dem »langen
Marsch« nach Nordchina in die Provinz Jenan aus, wo sie ihr Hauptquartier einrichten. Die anschließende Zeit des Bürgerkriegs zwischen den Nationalisten und Kommunisten wird nach dem so genannten Xian-Zwischenfall durch eine nationale Front gegen Japan vorerst überwunden; nach der Kapitulation Japans erneut Bürgerkrieg.
 
1936 Nach der Gefangennahme Tschiang Kai-schecks durch die Rote Armee kommt es zum Waffenstillstand zwischen KMT und KPCh und zur Übertragung der Führung des Kampfes gegen Japan an Tschiang Kai-scheck.  
1937 Ein Feuergefecht zwischen japanischen und chinesischen Truppen an der Marco-Polo-Brücke bei Peking löst ohne Kriegserklärung den Chinesisch-japanischen Krieg aus, der sich seit 1939 mit dem 2. Weltkrieg verbindet.  
1937-40 Japan besetzt die gesamte Küstengebiete Chinas und den Flusslauf des Yangtse. NAch der Eroberung von Nanking kommt es zu einem blutigen Massaker durch die Japaner. Dort setzt man eine japanfreundliche chinesische Regierung ein.  =>