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Anteil Deutschlands an der
Weltindustrieproduktion
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|
Großbritannien |
Deutschland |
Frankreich |
Russland |
USA |
| 1880 |
28 |
13 |
9 |
3 |
28 |
| 1900 |
18 |
16 |
7 |
6 |
31 |
| 1910 |
14 |
16 |
7 |
5 |
35 |
| 1913 |
14 |
16 |
6 |
6 |
36 |
nach J. Kuczynski: Das große Geschäft, die
Verbrechen des Deutschen Imperialismus, Berlin 1957, S.48
Die Struktur der Gesamtbeschäftigung
nach Wirtschaftsbereichen im Deutschen Reich 1870-1913
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Periode |
Landwirt-
schaft, Fortstwirt-
schaft, Fischerei |
Bergbua und Salinen |
Industrie und Handwerk
(a) |
Verkehr (b) |
Handel, Banken,
Versiche-
rungen, Gaststätten |
häusliche Dienste |
sonstige Dienstlei-
stungen einschließ-
lich Verteidi-
gung |
Beschäf-
tigte insgesamt |
Anteil der Beschäfti-
gten an der Bevölke-
rung |
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% |
1000 |
% |
|
1861/71 |
50,9 |
1,3 |
26,3 |
|
7,2 |
8,8 |
5,5 |
16450 |
43,0 |
|
1878/79 |
49,1 |
1,4 |
27,7 |
2,0 |
6,6 |
7,7 |
5,5 |
19416 |
43,7 |
|
1880/84 |
48,2 |
1,6 |
28,2 |
2,1 |
6,9 |
7,5 |
5,5 |
19992 |
43,7 |
|
1885/89 |
45,5 |
1,6 |
30,7 |
2,3 |
7,2 |
7,1 |
5,6 |
21302 |
44,7 |
|
1890/94 |
42,6 |
1,8 |
32,4 |
2,6 |
7,9 |
6,7 |
6,0 |
22651 |
45,1 |
|
1895/99 |
40,0 |
2,0 |
33,7 |
2,8 |
8,7 |
6,4 |
6,4 |
24277 |
45,3 |
|
1900/04 |
38,0 |
2,4 |
34,4 |
3,1 |
9,7 |
5,8 |
6,6 |
26043 |
45,1 |
|
1905/09 |
35,8 |
2,6 |
35,1 |
3,5 |
10,6 |
5,6 |
6,8 |
28047 |
45,2 |
|
1910/13 |
35,1 |
2,8 |
35,1 |
3,6 |
11,0 |
5,2 |
7,2 |
30243 |
46,0 |
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(a) Bis 1913
einschließlich des technischen Personals von Post undEisenbahnen
(b) Bis 1913 ohne teonisch Personal on Post und Eisenbahnen. |
W. G. Hoffmann. Das
Wachstum der deutschen Wirtschaft seit Mitte des 19. Jahrhunderts,
Berlin/Heidelberg/New York 1965, S.35
Kohle und Eisenerzvorkommen in Europa 19. Jahrhundert |
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Eisenbahn

Die in den 1830er und
40er Jahren begonnene Eisenbahnrevolution ging noch immer weiter. Das
Schienennetz stieg von 14787km (1886) über 42069km (1890) auf 63378km
(1913). Die Transportleistungen stiegen dabei von 3,14 Mrd.
Personenkilometern
und
3,68 Mrd. Tonnenkilometern (1866) auf 41,4Mrd. und 67,7 Mrd. (1913).
Trotz dieses Anstiegs
nehmen die Investitionen nach 1870 wieder deutlich ab und die Eisenbahn
verliert immer mehr an Bedeutung in Investitionsangelegenheiten.
Aktien als
Kapitalbeschaffung - In England die Regel
in Deutschland die Ausnahme - hier dominiert die Personengesellschaft eines
Unternehmers
Jedoch decken die
Überschüsse, die die preußischen Eisenbahnen einbringen 1885/89 9,0%;
1895/99 16,0% und 1905/09 5,5 % der Staatseinnahmen.
Durch die hohen
Bedürfnisse an Eisenprodukten, Maschinen und Kohle und dadurch, dass sie
Rohstoffe, Kohle und Maschinen an einem Ort zusammenbringen konnte, trieb
sie die Industrialisierung im Kaiserreich erheblich an. Auch ermöglichte sie
den Aufstieg neuer Industriezentren in den Provinzen und ermöglichte durch
die 1884 eingeführten Arbeiterwochenkarten und durch viele Lokalzüge das
„Pendeln“.
Der anfangs privat
organisierte Eisenbahnbau und das Eisenbahnwesen wurde, nachdem das
Interesse des Staates 1873 geweckt worden war, endgültig von den jeweiligen
Einzelstaaten übernommen (1871 10000km staatlich, 11000km privat; 1880
26414km staatlich, 5884km privat; 1890 38203km staatlich, 3292km privat).
Jedoch war eine
Übertragung der Bahnen auf das Kaiserreich nicht möglich.
Straßenverkehr
Auch der Straßenbau
profitierte vom Eisenbahnbau, da die Straßen für den Pferde-Nahtransport zu
und von den Bahnhöfen ausgebaut werden mussten. Obwohl der Straßenbau für
die öffentlichen Investitionen praktisch keine Rolle mehr spielte, wuchs das
Straßennetz von 115000km (1873) auf 230000km (1913).
In den Städten selbst
entstanden die ersten Straßenbahnlinien mit circa 1,8 Mrd.
Personenkilometern (1889).
Schifffahrt
Binnenschifffahrt

Die Binnenschifffahrt war
der härteste Konkurrent der Eisenbahnen, da sie das billigste
Transportmittel mit der zehnfachen Transportleistung der Eisenbahn war. Der
Anstieg der Leistung hat sich von den 1860er Jahren bis 1930 mit 15,85 Mrd.
Tonnenkilometern knapp verzehnfacht. Durch die technischen Fortschritte im
Bereich des Schiffbaus und der Hafenanlagen und durch den Bau zahlreicher
Kanäle, blieb sie durchaus konkurrenzfähig mit der Eisenbahn.
Seeschifffahrt
Auch die Seeschifffahrt
expandierte und wurde von der fünft – zur zweitgrößten Handelsflotte der
Welt (1. England) mit einem Anstieg von 988000 Bruttoregistertonnen (1871)
auf 5400000 Brt (1913). Dazu führte vor allem die Einführung von Eisen und
Stahl als Hauptbaumaterial, die das Holz ablösten.
Kombination Segelschiff mit
Dampfmaschine
Quellen: Gesellschaft im
Aufbruch; Wolfram Siemann; Suhrkamp Verlag; 1. Auflage
Deutsche
Geschichte 1866 - 1918; Thomas Nipperdey; Verlag C.H.Beck; 2. Auflage 1991
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