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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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Die Revolutionen von 1848 |
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| 1848-49 |
Februarrevolution in Frankreich.
Forderungen der Kleinbürger und Arbeiter nach allgemeinem Wahlrecht und
Recht auf Arbeit führen zu Auseinandersetzungen mit der
bürgerlichen Regierung. Nach Barrikadenkämpfen erzwingen Studenten, Arbeiter und Nationalgarde die
Abdankung des Bürgerkönigs. Frankreich wird Republik (2. Republik). Die neue Regierung verkündet das allgemeine
Wahlrecht, der Sozialist und Arbeitsminister Louis Blanc
das Recht auf Arbeit. Er gründet Nationalwerkstätten
unter Leitung der Arbeiter, doch werden diese als unrentabel im Juni
geschlossen. Daraufhin kommt es zum Juni-Aufstand der Pariser Arbeiter mit
sozialistischen Zielsetzungen, der aber vom Militär unter dem Kriegsminister
und General Cavaignac blutig niedergeschlagen wird (10000 Tote). Louis
Napoleon, der Neffe Napoleons I.
kehrt aus dem Exil zurück und wird vom Volk zum Präsidenten der Republik gewählt. |
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| 1848 | 18.5. Zusammentritt der ersten Nationalversammlung in der
Paulskirche zu Frankfurt. Die erste gewählte Volksvertretung Deutschlands mit 585 Abgeordneten, darunter 250
Richter, Rechtsanwälte, Professoren. Ärzte (Gelehrtenparlament), u.a. Jahn, Grimm, Uhland, Bischof Ketteler,
soll eine Verfassung für einen deutschen Nationalstaat
schaffen. Erzherzog Johann von Österreich, verheiratet mit einer
Bürgerlichen, wird zum vorläufigen Reichsoberhaupt gewählt (Reichsverweser).
Im Herbst 1848 werden die Grundrechte verabschiedet. Das Problem des künftigen Aufbaus des Deutschen Reichs führt zu Auseinandersetzungen um die Fragen, ob groß- oder kleindeutsch (ohne Österreich), ob Monarchie oder Republik, ob zentralistisch oder föderalistisch. Es bilden sich politische Gruppen: konservative Rechte, liberale Mitte (Zentrum), demokratische Linke. |
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| 1848-50 | Preußisch-dänischer Krieg. Die Besetzung Schleswigs durch dänische Truppen, um es Dänemark gegen die Zusicherung von 1460 einzuverleiben, führt zum Krieg Preußens im Auftrag der deutschen Nationalversammlung. Unter dem Druck Englands und Russlands gibt Deutschland nach. Im Londoner Protokoll (1852) bleibt die Personalunion Schleswig-Holsteins mit Dänemark erhalten. | |
| 1849 | März Annahme der Reichsverfassung. Deutschland wird ein kleindeutscher Bundesstaat mit den preußischen Königen als erbliche Kaiser. Doch Friedrich Wilhelm IV. lehnt die Kaiserkrone ab. Dies führt zur Wende. Die alten Monarchien setzen sich gegen die Revolution durch. In Österreich übernimmt Franz Joseph I. (1848-1916) die Kaiserkrone und stellt mit militärischer Gewalt die alte Ordnung wieder her. Die Revolution in Italien wird durch Radetzky, die Revolution in Ungarn mit Hilfe russischer Truppen niedergeschlagen. In Böhmen und Wien bricht Fürst Windischgrätz den Widerstand, eine reaktionäre Verfassung wird aufgezwungen (oktroyiert). In Preußen wird das 1848 gewählte Abgeordnetenhaus aufgelöst und das allgemeine Wahlrecht 1850 durch ein Drei-Klassen-Wahlrecht (Wahl nach 3 Einkommensklassen mit je gleichviel Abgeordneten) ersetzt. Die Frankfurter Nationalversammlung löst sich auf, ein Rumpfparlament zieht sich nach Stuttgart zurück und wird dort vom Militär auseinander getrieben. Radikale Volkserhebungen in Dresden (Richard Wagner), Baden und der Pfalz werden niedergeworfen. Abgeordnete verhaftet und bestraft, u. a. Hinrichtung Georg Blums in Wien. | |
| 1850 |
Erfurter Parlament. Der Versuch Preußens, unter seiner
Führung ein Deutsches Reich ohne Österreich zu gründen,
scheitert an der neuen österreichischen Regierung unter
Fürst Schwarzenberg und der ihn unterstützenden russischen Regierung. Preußen weicht zurück. Im Vertrag von
Olmütz erfolgt die Wiederherstellung des Deutschen Bundes von 1815. Otto von Bismarck wird Vertreter Preußens
im Bundestag (1851-57). |
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| Arbeit eines LK-G 2001 | ||