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virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen
Louise-Schroeder-Gymnasium in München
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Japan |
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Seit Jahrhunderten war Japan völlig von äußeren Einflüssen abgeschlossen und lebte in feudal-mittelalterlichen Verhältnissen. Versuche, andere Gebiete zu erobern, schlugen bis ins 19. Jahrhundert fehl. Im 17. Jahrhundert entsteht unter den Schogunen (kaiserliche Feldherrn) ein Polizeistaat mit Entmachtung des Kaisers (Tenno), der zum völligen Abschluss nach außen führt. |
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| 1854 | Der amerikanische Admiral Perry erzwingt mit seinen Kriegsschiffen die Öffnung japanischer Häfen für den Handel mit den USA. Es folgen ähnliche Verträge mit den europäischen Staaten. |
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| 1867-1912 | Kaiser Mutsuhito beseitigt die Macht der
Schogune, übernimmt die politische Führung und leitet die Meiji-Ära
(1868-1912) ein. Unter ihm wird Japan zu einem modernen Staat: 1871 Abschaffung der Feudalordnung. 1872 Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, Neuorganisation der Verwaltung, Aufbau der Industrie, 1889 Einführung einer Verfassung nach deutschem Vorbild: erbliche konstitutionelle Monarchie mit Ober- und Abgeordnetenhaus. Im Zusammenhang mit einem gewaltigen Bevölkerungsanstieg erfolgt der Übergang zur imperialistischen Politik und der Aufbau einer modernen Schlachtflotte. Die innere Verarbeitung der Reformen und Reaktionen. In der neu geschaffenen Bürokratie bilden sich vom ersten Tag an Clans, im Prinzip Parteien, die sehr weit auseinander-liegende Vorstellungen von der Zukunft Japans haben. Die konservative Militärpartei Teiseito lehnt westliche Einflüsse entschieden ab und hält ein Übergreifen auf das Festland für wesentlich dringender und notwendiger als soziale und wirtschaftliche Reformen. Die Fortschrittspartei Kaishinto befürwortet zwar auch die Ausweitung des Wirtschaftsraumes, aber erst nach weiteren am Westen orientierten Reformen. Die radikale Partei Siyutu fordert zwar eine parlamentarische Ordnung, die sich aber weder gegen den Genro, die "unsichtbare Macht hinter dem Thron", noch gegen das Gottkaisertum des Tenno richten soll - eigentlich ist dies nicht miteinander zu vereinen. Der Genro ist quasi ein Rat der sich aus relativ alten "Staatsmännern" zusammensetzt.
Diese
politischen Richtungen prägen die weitere Zukunft Japans bis heute. |
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| 1894-95 | Chinesisch-japanischer Krieg | |
| 1902 | Bündnis mit England gegen Russland als Rückendeckung gegen Russland. | |
| 1904-05 | Der Russisch-japanische Krieg => bringt die Anerkennung Japans als Großmacht. Material dazu |
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| 1910 | Annexion Koreas als Kolonie. => | |