virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München                                 

vor 3000 3000 - 800 800v. - 500n. 500 - 1500 1400 - 1789 1789-1848 1815-1914 1890-1914 1914-1918 1918-1939 1939-1945 1945 - 1990 seit 1990
Frühgeschichte Hochkulturen Antike Mittelalter Aufklärung-Absolutismus Revolutionen Nationalstaaten Imperialismus Weltkrieg I Zwischen den Weltkriegen Weltkrieg II Kalter Krieg Gegenwart
                         

Startseite

Impressum Unterrichtsmaterial Sitemap Arbeitstechniken Didaktik m@scholl online       Deutschland Europa Amerika Asien Afrika

Spanien und Portugal unter Philipp II.

1556-98 Philipp Il. führt in seinen Erbländern eine rücksichtslose Ausrottungspolitik gegen alle »Ketzer« und strebt nach unumschränkter Alleinherrschaft. Symbol seines Machtdenkens ist der Escorial, Residenz, Kloster und Grabstätte zugleich. In seiner Außenpolitik sucht er die Vorherrschaft Spaniens in Westeuropa und die katholische Einheit im Kampf gegen England, Frankreich und die Niederlande wiederherzustellen.

Die Inquisition als Kampfinstrument zur Bewahrung des wahren Glaubens
 


Phillip II

1580 vereinigt er Portugal und seine Kolonien nach dem Aussterben des portugiesischen Königshauses als Erbe mit Spanien. Philipp steht auf dem Höhepunkt seiner Macht ,P(»In meinem Reich geht die Sonne nicht unter«).
1571 Seesieg seines Halbbruders Juan d'Austria bei Lepanto (Golf von Korinth) gegen die Türken beseitigt die türkische Seeherrschaft im Mittelmeer.


Schlacht von Lepanto

1588 Mit der Niederlage der Armada beginnt der Niedergang Spaniens als See- und Kolonialmacht. Die Niederlande und England treten die Erbschaft an. Unter dem Nachfolger
Wikimedia
1598-1621 Philipp III. verfällt die spanische Macht zusehends.  
1640 Verlust Portugals, die Herzöge von Braganza übernehmen die Herrschaft (1640-1911) als Könige in Portugal.
(-+ S. Z)
 
1659

Endgültiger Zusammenbruch der Großmachtstellung Spaniens im Pyrenäenfrieden mit Frankreich, der den 1635 begonnenen Krieg beendet. Frankreich erlangt die Pyrenäengrenze.

Die Zeit der Großmachtstellung Spaniens und Portugals ist verbunden mit einer kulturellen Blütezeit. Als Dichter zählen Cervantes (1547-1616) mit seinem Roman »Don Quichote« sowie die Dramen Calderons (1600-81) und Lope de Vegas (1562-1635) zur Weltliteratur. In der Malerei sind El Greco (1541-1613), Velasquez (1599-1660) und Murillo (1617-82) weltberühmt. Trotz seiner Weltmachtstellung erlebt Spanien einen wirtschaftlichen Niedergang. Die aus Amerika kommenden Edelmetalle führen zur Inflation und werden nicht zur Belebung der Wirtschaft im Land, sondern zu größerem Konsum durch Importe aus Europa verwendet. Hinzu kommen die ungeheuren Ausgaben für die Kriege, so dass Spanien unter Philipp II. mehrere Staatsbankrotte erleidet.