LITERARISCHE  GATTUNGEN

Drama

Das Drama ist ein Schauspiel, das auf einer Bühne für ein Publikum inszeniert wird: Schauspieler stellen Personen dar, die an der Bühnenhandlung beteiligt sind. Das Drama entwickelt die Handlung im Wechselspiel der Charaktere auf der Bühne. Die Bühnenhandlung ist im Moment der Aufführung für das Publikum Gegenwart. Was in einem epischen Text erzählt werden kann, muss im Drama in den Sprechtext eingebaut sein.
Durch die Bühne sind gewisse Grenzen gesetzt:

  • Der Ort kann nicht beliebig oft und schnell gewechselt werden.

  • Große Zeitsprünge würden das Verstehen erschweren.

  • Die Aufnahmefähigkeit des Publikums ist begrenzt.

Epik

Unter Epik versteht man die Gesamtheit der erzählenden Dichtung, von den Kurzformen Märchen, Sage, Fabel, Kurzgeschichte über die Novelle bis zum Roman.

Zur Epik gehört ein Erzähler, der ein Ereignis aus seiner Perspektive wiedergibt. Dabei kann er als Ich-Erzähler als Haupt- oder Nebenfigur auftreten, als distanzierter oder anteilnehmender Er-Erzähler als Beobachter oder als allwissender Erzähler, der mehr weiß als die Personen der Handlung.

Lyrik

Die Lyrik umfasst die Gesamtheit der Gedichte.
Bestimmend für die Lyrik sind neben formalen Merkmalen wie Vers, Strophe, Reim, und Rhythmus das uneigentliche Sprechen in Bildern und der oft sehr persönliche Grundton. Die Lyrik ist die subjektivste der drei Gattungen. Sie setzt Gefühle, Stimmungen und Meinungen in sprachliche Bilder um.